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 Die Hightlands 
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Luna
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Beitrag Re: Die Hightlands
Jenna.



Sie erstarrte als sich Brans Hand auf ihren Körper legte. Dieser kleine Widerling! Doch noch bevor sie ihm schocken konnte, riss Jason ihn schon von ihr weg. Natürlich hatte er Bran die ganze Zeit genau beobachtet und war schneller gewesen als sie.
Er brachte diesem widerlichen Typen nach draußen und sie zog ihren kleinen Liebling eng an ihre Brust, küsste liebevoll seine Stirn. Für einen Moment schloss sie die Augen und stöhnte auf als sie ihren Arm vorsichtig unter Phelans kleinem Körper hervor zog. Verdammt - zum Glück war Jason nicht im Raum!
Doch schon einen Augenblick später stand er wieder hinter ihr.
"Nächstes Mal hole ich die Milch bei Darla persönlich ab.." sagte er ruhig und zog sie in seine Arme, küsste sanft ihre Stirn, bevor er sie wieder mit sich nach oben nahm. Sanft nahm er ihr Phelan aus den Armen und legte ihn behutsam in seine Wiege.
"Er ist doch noch ein Kind ..", versuchte sie ihn zu beruhigen und wusste doch, dass es keinen Sinn hatte! "Es tut mir leid, dass ich mich so habe gehen lassen aber ich konnte ihn einfach nicht mehr ertragen.." sagte er und zog Beth wieder in seine Arme, küsste sie leidenschaftlich und dann zog er ihr vorsichtig sein Hemd aus.
Nein, dass würde er nicht tun! Gott.. nein! Wenn er sah.. Nein, er wusste es schon, dessen war sie sich jetzt sicher! Verdammte Scheiße!
Genau das, war einer der vielen Gründe warum sie es immer abgelehnt hatte, auch nur in seine Nähe zu ziehen - er hatte all das nicht mitkriegen sollen. Schon vor Matts Tod und der Schwangerschaft hatte sie begonnen sich zu schneiden, damals weniger weil sie ihre Gefühle nicht ertragen hatte sondern eher, weil sie sich so dafür verabscheut hatte, Matt in diese Sache herein gezogen zu haben .. und dann war sie schwanger geworden und hatte Matt, dass erste Mal seit einer Ewigkeit, wirklich wieder glücklich gesehen und während sie mit dem kleinen Wunder schwanger gewesen war, hatte sie es auch geschafft, es nicht zu tun doch nach Matts Tod und dem ihres Kindes, hatte sie es immer getan - ständig!
Es hatte ihr geholfen mit der neuen, noch schmerzhafteren Einsamkeit aus zukommen, hatte ihr geholfen nicht gänzlich durch zudrehen und hatte sie immer wieder auf den Boden geholt, sie vor noch schlimmeren Dingen bewahrt.
Jenna gab ihren Widerstand auf, es hatte ja doch keinen Sinn - er wusste es! "Und jetzt kümmer ich mich hier drum.." flüsterte er ihr sanft zu und hob sie hoch.
Sie hätte ihm am liebsten gesagt, dass er es einfach vergessen sollte - es war nichts, schon lange nicht mehr! Doch er würde sich davon ja doch nicht abbringen lasen. Langsam trat er ins Bad und setzte sie behutsam auf den Waschtisch, wo er warmes Wasser ins Waschbecken laufen ließ. "Ich weiß nicht warum und ich verstehe wenn du es mir nicht sagen willst, aber bitte sag mir ob es dir hier wirklich so schlecht geht?", fragte Jason sie leise, während er die notdürftigen Verbände löste und ihre Wunden sanft auswusch und sie versorgte.
Sie entzog ihm ihre Arme und griff nach seinen Händen, bevor er wieder anfangen konnte, ihre Wunden sauber zu machen. "Das ist nichts, du kannst also aufhören, dich darum zu kümmern, es ist okay..", sagte Jenna leise und senkte doch den Blick.
Sie kannte diesen Schmerz schließlich, für sie war das alles in den letzten 12 Jahren nichts Neues mehr gewesen.
"Es ist schon die letzten 12 Jahre mein Ausgleich zu allem.. Früher war es um die Einsamkeit nicht mehr spüren zu müssen, der Schmerz hat das einfach überlagert, mich abgelegt.. Es hatte etwas tröstliches, jedes Mal wieder, wenn die Klingen durch meine Haut gleiten - in all den Jahren, sind sie mir Vertraute geworden, fast so etwas wie Freunde, wenn auch die Falschen. Aber irgendwann wurde es auch ein Ausgleich, wenn mir die Decke auf den Kopf fällt, meine Gedanken und Gefühle mir zu viel werden - es löschte einfach für einen Moment alles aus! Das einzige, was da ist, ist der Schmerz.. zumindest für ein paar Sekunden, bevor die Gedanken, Erinnerungen und die anderen Gefühle sich wieder hervordrängen..", erklärte sie ihm leise und sah vorsichtig auf.
"Das hat aber nichts, absolut nichts, mit dir oder dem Kleinen zutun.. es ist nichts, mach dir einfach keine Sorgen.. In ein paar Tagen sind es auch nur ein paar Naben von Vielen, fallen gar nicht mehr auf..", ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern.
Sie hatte noch nie mit irgendwem darüber gesprochen - mit wem auch? Es war doch nie Jemand da gewesen, den selbst Matt hatte es nicht bemerkt oder es nicht bemerken wollen..
"Es ist schon gut.. Geh lieber zu dem Kleinen, ich verbinde das nur und dann sind die in ein paar Tagen weg..", sagte sie und schob ihm aus dem Badezimmer. Kaum das sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, wickelte sie ihre Arme schnell wieder in die Verbände und zog sich ihren Pullover über, der hier noch über dem Badewannenrand lag, bevor sie wieder zu Jason ins Schlafzimmer trat und sich mit ihm ins Bett kuschelte..

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Samstag 20. April 2013, 23:58
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Beitrag Re: Die Hightlands
Jenna.



Als Jenna die Augen aufschlug, war sie allein. Im Schlafzimmer herrschte total Stille, kein Atem außer dem ihren und auch keine weiteren Bewegungen außer ihrem Aufrichten und als sie sich umsah, sah sie weder Jason noch ihren kleinen Schatz.
Unbehagen stieg in ihr auf! War sie ihm jetzt doch zu viel? Wahrscheinlich ertrug er die Schnitte nicht oder das Wissen, dass sie es tat - auch bei ihm. Für einen Moment schloss Jenna die Augen und band dann ihre Haare zusammen, hoch.
Vielleicht hatte er auch jetzt einfach nur begriffen, dass sie einfach anders war als früher - sich verändert hatte, in all den Zeit, in den letzten 12 Jahren. Sie war in vielen Dingen Erwachsener geworden, reifer und auf viele Dinge hatte sie jetzt auch einfach eine andere Sicht, einen anderen Weg gefunden, mit sich, ihrer Welt und ihren Gefühlen umzugehen.
Sie erhob sich langsam und machte das Bett, bevor sie das große Fenster öffnete und die frische Luft tief in ihre Lungen sog. Es tat ihr gut das weite Land Schottlands, hier hin hatte sie sich damals zurück gezogen nach dem sie alles verloren hatte, ihren Mann und ihr Kind, ihr Leben und damals auch ihren Freund - Jason.
Sie war immer zu seinen Wurzeln zurückgekehrt, wenn ihre Welt sie gequält hatte, denn hier in den weiten Schottlands hatte sie sich schon immer - schon seit ihrem Auszug vor fast 540 Jahren - frei und unbefangen gefühlt!
Jenna straffte die Schultern und zog sich frische Kleider an, doch nicht ihre übliche weite Kleidung, nichts was sie sonderlich beengte! Sie brauchte jetzt die selbe Freiheit die ihr das Land gab und sie würde jetzt etwas tun, dass sie seit Jahren - nein Jahrhunderten - nicht mehr getan hatte!
Schnell zog sie ihre kurzen, schwarzen Caprihosen und ein weißes Top an, ihre schwarzen Chucks, darunter ein paar weiße Socken und ihren langärmligen, schwarzen Pullover.

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Ihre Haare band sie fest nach oben zusammen und aus ihrer Tasche nahm sie ihre Waffen, schob sie - bis auf den Bogen und die Pfeile - unter ihre Klamotten und ging dann erst nach unten, leise um ja nicht Jasons Aufmerksamkeit zu erwecken - natürlich er würde sie dennoch hören aber wenn er ihr folgte, würde er etwas sehen, was ihm vielleicht etwas Hoffnung machte..
Jenna trat vor die Tür und kniete hinter dem Haus nieder, ihre Hände legte sie flach auf den Erdboden und ließ mitten auf der weiten Ebene einen Baum entstehen, von einem kleinen, zierlichen Pflänzchen wuchs dieser bis zu einem mächtigen - und uralt aussehenden - Baum heran, bis sie ihre Hände vom Boden löste. Ein zufriedenes Lächeln machte sich auf ihren Lippen breit und sie nahm sich den Bogen und die Pfeile. Zwölf Pfeile, genau wie früher. Jenna stellte sich in einigen Metern Entfernung zu dem Baum auf, korrigierte einige Male ihre Haltung, sowie es Jason früher nur all zu oft getan hatte..
Dann nahm sie einen der zwölf Pfeile und spannte ihn in ihren Bogen, zielte und schoss. Der Pfeil traf nicht genau die Mitte des Baumes, nicht dort hin, wo er hatte hingehen sollen! Fluchend nahm sie einen neuen Pfeil aus dem , der Pfeil war viel zu früh vor dem Baum in die Erde nieder gegangen - aber davon hatte sie sich ja noch nie abschrecken lassen. Sie nahm eine neuen Pfeil aus dem Köcher und zielte erneut. Doch auch dieser und die nächsten beiden Schüsse gingen daneben!
"Verdammte Scheiße!", fluchte Jenna und hätte den Bogen am liebsten ins Gras geworfen. Sie war stocksauer auf sich selbst, ihr Training so vernachlässigt zu haben und jetzt dafür die Konsequenzen zu ernten. "Das kann doch nicht wahr sein!", sagte sie, doch sie würde sich davon nicht entmutigen lassen, dass hatte sie nie getan! Wegen Jason, er hatte sie immer wieder dazu aufgebaut, es wieder und wieder zu versuchen, bis es perfekt gewesen war. Verdammt, sie hatte schon seit Jahren nicht mehr mit ihrem Bogen trainiert - dass hier war nun das Ergebnis ihrer Vernachlässigung! Wieder straffte sie die Schulter, zog den Pullover hoch. Gerade war es ihr ziemlich egal, ob jemand die Verbände sah oder nicht.. Sie nahm sich einen neuen Pfeil, spannte ihn ein, doch urplötzlich trat jemand direkt hinter sie, drückte ihren linken Ellenbogen enger an ihre Seite und brachte ihren Arm auf die selbe Höhe mit ihrer Schulter. Jason! Er schob seinen Fuß zwischen ihre, um ihr einen besseren Stand zu verschaffen und dann ließ sie den Pfeil los, er traf direkt in die Mitte des Baumes.
Sie ließ den Bogen sinken und schmiegte sich an ihn..

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Sonntag 21. April 2013, 13:00
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Beitrag Re: Die Hightlands
Jason


Jason hörte sie die Treppe nach unten gehen und dann hinaus in seinen Garten. Was zum Teufel wollte sie denn da?
Behutsam wickelte er Phelan in seine Decke ein und legte ihn in den Kinderwagen, schloss den Karrensack und folgte Beth nach draußen. Schon im Flur hörte er sie verärgert fluchen und musste grinsen. Diese Flüche kannte er nur zu gut und das bedeutete, dass es Beth vielleicht langsam etwas besser ging.
Als Jason nach draußen trat, stand Beth fluchend mit ihrem Bogen in der Hand da und zielte - ziemlich schief - auf einen Baum weit draußen auf der Ebene, den sie ganz offensichtlich gerade erst hatte wachsen lassen.
Er stellte den Kinderwagen auf die Terrasse und stellte die Bremsen fest, dann trat er hinter Beth.
Er drückte ihren linken Ellenbogen enger an ihre Seite und brachte ihren Arm auf die selbe Höhe mit wie ihre Schulter. Eigentlich hätte sie das wissen müssen und eigentlich war sie auch eine sehr gute Bogenschützin, doch anscheinend hatte sie viel von dem verlernt, was er ihr einst beigebracht hatte.
Jason schob seinen Fuß zwischen ihre, um ihr einen besseren Stand zu verschaffen und dann ließ sie den Pfeil los, er traf direkt in die Mitte des Baumes - so wie er sollte.
Sie ließ den Bogen sinken und schmiegte sich an ihn. Sanft schlang er seine Arme um ihren Körper und zog sie an sich. "Kann das sein, dass du dein Training etwas hast schleifen lassen, Madam?!" fragte er sie gespielt streng und küsste sie dann leidenschaftlich.
"Das kann ich dir einfach nicht mehr durch gehen lassen.." fügte er nach einigen Küssen hinzu und grinste. "Geht es dir besser, Liebste?" fragte Jason sie und löste sich ein Stück von ihr. Sie hatte sich nicht wieder verletzt, aber das hieß nicht unbedingt, dass es ihr besser ging. Er wollte, dass sie sich bei ihm wohl fühlte, wollte ihr wieder Halt im Leben geben und ihr vor allem ihren Kummer nehmen. Doch Jason wusste, dass das viel Zeit brauchte und vielleicht nie wieder ganz so werden würde aber er würde auf jeden Fall alles dafür tun, dass es besser wurde.
Zärtlich ließ er seine Fingerspitzen über ihren Rücken gleiten und küsste sie innig, zog sie enger an sich, wärmte sie..

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Sonntag 21. April 2013, 13:27
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Beitrag Re: Die Hightlands
Jenna.



Sanft schlang er seine Arme um ihren Körper und zog sie an sich. "Kann das sein, dass du dein Training etwas hast schleifen lassen, Madam?!" fragte er sie gespielt streng und küsste sie dann leidenschaftlich. Sie grinste und schlang ihm für einen Moment die Arme um den Hals, was sich bei ihrer Körpergröße bei ihm schon immer irgendwie schwierig gestaltet hatte..
Zärtlich erwiderte sie seine Küsse, genoss sie und schmiegte sich eng an ihn, bis sie sich dann wieder sanft von ihm löste. "Ja, vielleicht ein paar Jahre.. oder auch ein paar Jahrzehnte..", sagte sie und senkte - gespielt - schuldig den Kopf.
"Das kann ich dir einfach nicht mehr durch gehen lassen.." fügte er nach einigen Küssen hinzu und grinste. "Ach? Was willst du den schon tun?", fragte sie ihn herausfordernd und grinste, bevor sie ihn zärtlich zu sich herunter zog und küsste. "Geht es dir besser, Liebste?" fragte Jason sie und löste sich ein Stück von ihr. Doch bevor Jenna etwas erwidern konnte, ließ Jason seine Fingerspitzen zärtlich über ihren Rücken streichen, küsste sie innig und zog sie in seine himmlische Wärme. Wie oft hatte sie früher einfach nur in seinen Armen gestanden und sich von ihm trösten lassen? Warum konnte sie ihm heute nicht mehr genauso einfach wie früher sagen, was sie dachte, wie sie sich fühlte.. Jenna löste sich von ihm und zog ihn mit sich zur Terrasse, setzte sich mit ihm hin - wie früher, auf seinen Schoss. Für einen Moment schloss Jenna die Augen, genoss einfach nur was sie gerade hatte.
"Es ging mir nie schlecht.. nicht in deiner Nähe! Vielleicht nicht immer glücklich aber es ging mir nie schlecht, auch heute nicht..", sagte sie leise und legte ihren Kopf an seine Brust. Gott, es war Ewigkeiten her, dass sie so auf seinem Schoss gesessen hatte und ihm erzählt hatte, was wirklich in ihr vorging - ihm erklärt hatte, wie sie sich fühlte oder gar was sie sich wünschte, was sie gerade wollte.
"Früher hat mir das Schneiden die Einsamkeit genommen, heute.. einfach jedes überschüssige Gefühl, jeden Zweifel. Es erfüllt mich mit Frieden, Ruhe.. Nimmt mir für einen Moment die Angst und jedes Gefühl und dann ist da nur der körperliche Schmerz, real, nicht gerade leicht aber durchaus ertragbarer als die Last der Gedanken und Gefühle in mir..", erklärte sie ihm leise, ohne zu ihm aufzusehen. So war es schon immer für sie am leichtesten gewesen, mit ihm zu reden! Sie wusste, dass er sie niemals vorwurfsvoll angesehen hatte oder böse, sondern einfach nur ihren Worten gelauscht hatte - versucht hatte, ihr zu helfen..
"..ich wollte einfach für einen Moment nicht denken, nicht fühlen.. Manchmal ist es leichter als sich mit jedem Gefühl oder jedem Gedanken auseinander zusetzen.. Weißt du, ich wusste immer, dass es viele Frauen waren und sind .. hübsche Frauen aber Phelan zu sehen und dann noch die Frau vor deiner Tür, es macht es einfach realer, greifbarer. Schon immer, hab ich versucht mir das auszureden, mir schön zu reden, dass es gar nicht so viele Frauen sind.. doch als ich die Frau sah..", sie schüttelte den Kopf, doch sie wusste, dass sie diesen Satz nicht unvollendet lassen konnte. Jason würde sie niemals zwingen weiterzureden, doch sie musste es einfach aussprechen - wollte einfach von ihm hören, dass es ihm egal war! "..Ich würde nie SO rumlaufen.. früher klar, bin ich auch nicht so rumgelaufen wie heute.. aber so? Dass kann ich einfach nicht..", fügte sie ihren Worten leiser hinzu und schloss für einen Augenblick die Augen, schmiegte sich enger an Jasons Brust..
Früher hatte sie oft Stundenlang so in seinen Armen dagesessen und hatte mit ihm geredet, hatte ihm erklärt was in ihr vorging und auch er hatte oft einfach nur mit ihr geredet.. " Ich weiß, dass es Schwachsinn ist, zu sagen, dass die Schnitte nichts sind - oder Lappalien.. aber glaub mir, sind weit aus harmloser geworden..", sagte sie leise und spürte augenblicklich die Anspannung in seinem Körper.
Verdammt! Dass, hatte sie ihm eigentlich nicht sagen wollen, gerade da die anderen Narben langsam verblassten, immer unsichtbarer wurden.. Sie schmiegte sich enger ihn, ihre Finger strichen zärtlich über seinen Unterarm, nur ganz zart, liebevoll...

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Sonntag 21. April 2013, 15:22
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Beitrag Re: Die Hightlands
Jason


Sanft streichelte er sie, die ganze Zeit während sie sprach hatte er das getan und sie immer wieder enger an sich gezogen. Es war ewig her, dass sie so bei ihm gesessen und mit ihm geredet hatte - es war beinahe wie früher, nur dass er seine Gefühle für sie jetzt nicht mehr verbergen musste. Zärtlich küsste er sie, leidenschaftlich und innig.
"So viele Frauen, wie du denkst waren es gar nicht liebste und die Frau vor meiner Tür habe ich seit mehr als Hundert Jahren das letzte Mal gesehen. Ich war selbst ziemlich perplex als sie plötzlich vor der Tür stand. Aber sie alle bedeuteten mir nie etwas. Sie waren meine Art von Ablenkung - Ablenkung von den Gefühlen, die ganz allein dir gehörten." begann Jason leise und küsste sie wieder.
"Phelan war ein Unfall - so hart das auch klingen mag! Ich wollte keine Nachkommen, weil es keine Frau gab mit der ich es mir vorstellen konnte oder wollte - außer dir! Ich habe dich schon damals so sehr geliebt, auch wenn ich wusste dass es mir nicht zustand. Ich habe in dir nie ein kleines Mädchen gesehen, denn das warst du schon nicht mehr, als wir uns das erste Mal trafen. Ich habe dich bewundert, für deine Stärke, für deinen Kampfgeist und deine unglaubliche Liebe. Du warst so anders, als all diese Weiber, mit denen ich mich sonst abgeben musste - so rein, so wunderschön! Ich weiß, wie weh es dir tut, dass Phelan nicht dein leiblicher Sohn ist - dass nicht du es sein durftest, die mein Kind gebären durfte. Aber glaub mir, auch ich wünschte du wärst es gewesen!" sagte er sanft und schloss die Augen.
Ja, er hatte keine Kinder haben wollen, hatte es einfach nicht können, weil er dieses Glück nur mit Beth hatte haben wollen und doch war es passiert. Jason wusste nicht wie ihm das hatte passieren können, wo er doch immer verhütet hatte aber jetzt konnte er es leider nicht mehr ändern und sie mussten einfach das Beste daraus machen.
Phelan konnte nichts dafür und er sollte einfach nicht darunter leiden, dass sein Vater unvorsichtig gewesen war oder dass seine leibliche "Mutter" ihn nicht hatte haben wollen.
"Ich will einfach nur das du glücklich bist, dass du sein kannst wie du wirklich bist - wie du sein möchtest - und ich werde alles dafür tun, was in meiner Macht steht. Ich liebe dich und egal was es ist, was du dir wünscht, ich werde es dir mit Freuden erfüllen. Alles! Du sollst nicht mehr leiden, dass hast du schon genug - vor allem unter meiner Dummheit!" fügte er hinzu und zog sie wieder enger an sich, küsse sie noch einmal, bevor er sich erhob.
"So und nun kommen wir zu deiner Bestrafung, für deine Vernachlässigung deines Trainings, Fräulein!" sagte er gespielt ernst und richtete sich zu voller Größe auf. Jason projizierte seinen Wolfsdämon aus seinem Körper heraus und dieser erschien vor ihnen und legte sich an den Kinderwagen, in dem sein kleiner Engel schlief.
Dann wandte er sich wieder Beth zu. "So was soll ich jetzt nur mit dir tun?" fragte er sich laut und grinste schalkhaft. Natürlich würde er ihr niemals etwas zu leide tun, er hatte sie nie bestraft, dass brachte bei ihr so oder so nichts.
Er nahm ihr die Waffen ab, die sie bei sich trug und legte sie neben sich auf die kleine Steinmauer, die um die Terrasse verlief. Die würde sie jetzt nicht brauchen! Und dann führte er sie weit hinaus in das weite Grasland, der Hightlands hinaus. Er stellte sie mit dem Gesicht zu ihm hin. "Augen zu!" befahl er ihr streng und wartete bis sie es tat. Zwar hatte er seinen Dämon aus seinem Körper geschickt, doch besaß er noch immer seine Kräfte.
Sacht berührte er mit den Fingerspitzen ihre Stirn und verschmolz mit ihrem Geist. Beth erschrak, als sie ihn spürte doch er schlang einfach nur seine Arme von hinten um ihren Körper und schloss ebenfalls die Augen. So waren sie Eins! Natürlich hatte es sie erschreckt, hatte er diese Gabe ihr doch niemals offenbart und doch wurde sie schon wieder ruhig, entspannte sich vollkommen.
Sanft strichen seine Finger über ihre Haut und er küsste liebevoll ihren Nacken. "Wir waren schon immer Eins, Beth! Deine Seele, war meine und meine Seele war die Deine! Für einander bestimmt, schon immer und bis in alle Ewigkeit! Uns konnte nichts auf Dauer trennen, selbst der Zorn deiner Mutter nicht oder andere Partner, die wir hatten. Immer wieder zog es uns zueinander hin, weil unsere Seelen und unsere Herzen miteinander verbunden waren. Nichts kann zwischen uns stehen, niemand vermag es uns zu trennen. Wir sind Ein Beth und so wird es immer sein!" Er sprach die Worte nicht laut, dass brauchte er gar nicht.
So wie sie jetzt miteinander verbunden waren, waren alle seine Gedanken auch die Ihren und umgekehrt. Es gab keine Geheimnisse mehr zwischen ihnen, keine Missverständnisse, keine Kluft. Nichts! Lange stand er einfach nur so mit ihr im Arm da, bis er sich langsam, vorsichtig, mit ihr ins Gras gleiten ließ und sie auf seinen Schoss zog, eng an seine Warme Brust.
Seine Hände legten sich auf ihren Bauch und er tat etwas, was er - außer in seiner Ausbildung - noch nie zuvor getan hatte. Er setzte ihr eine Art Hologramm in ihren Körper, in ihren Bauch! Dieses Spiel war etwas, was niemand sonst beherrschte und das war auch gut so, denn es konnte sehr gefährlich sein, wenn man es für böse Zwecke nutzte.
Doch Jason wollte Beth nicht weh tun, er wollte ihr etwas schenken, dass es ihr leichter machte, ihr ein Stück von dem gab, was sie nicht hatte haben dürfen. Behutsam setzte er ihr Phelans Seele in ihren Bauch, ließ sie ihn spüren, als wäre sie mit ihm schwanger, als wäre er wahrhaftig in ihrem Leib heran gewachsen...

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Sonntag 21. April 2013, 17:04
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Beitrag Re: Die Hightlands
Jenna.


Zärtlich klangen seine Worte in ihren Ohren nach, genauso zärtlich wie seine Lippen jetzt auf ihren lagen und er sie an sich zog. Für einen Moment schloss sie genüsslich die Augen, genoss seine Nähe bis er sich von ihr löste und sie langsam mit sich auf die Beine zog.
"So und nun kommen wir zu deiner Bestrafung, für deine Vernachlässigung deines Trainings, Fräulein!" sagte er gespielt ernst und richtete sich zu voller Größe auf. Fast hätte sie losgelacht, die Vorstellung war beinahe lächerlich! Er und sie bestrafen, womit? Seiner Nähe? Diese Strafe würde sie nur zu gern annehmen. Doch Jason projizierte seinen Wolfsdämon aus seinem Körper heraus - nichts, was er zum ersten Mal vor ihr tat, früher hatte er das oft getan um besser bei ihrem Training auf sie aufpassen zu können - und dieser erschien vor ihnen und legte sich an den Kinderwagen, in dem sein kleiner Engel schlief.
Einen Augenblick lang blickte sie zu ihrem kleinen Wunder, IHREM Baby - egal, was er sagte! Natürlich war es nicht einfach zu wissen, dass sie Phelan niemals unter ihrem Herzen getragen hatte und zu wissen, dass seine leibliche Mutter diesen wundervollen kleinen Jungen einfach so von sich gestoßen hatte, aber dennoch liebte sie ihn - wie ihren Sohn!
Dann wandte Jason sich wieder ganz ihr zu. "So was soll ich jetzt nur mit dir tun?" fragte er sich laut und grinste schalkhaft. Ihr fielen da einige Dinge ein.. Doch solange Er nur bei ihr war, war ihr alles andere ziemlich egal! Solange es ihm und Phelan gut ging, würde sie mit allem Leben können!
Er nahm ihr die Waffen ab, die sie bei sich trug und legte sie neben sich auf die kleine Steinmauer, die um die Terrasse verlief. Und dann führte er sie weit hinaus in das weite Grasland, der Hightlands hinaus. Irgendwann, ein ganzes Stück abseits des Hauses, blieb Jason mit ihr stehen und drehte sie zu sich herum. "Augen zu!" befahl er ihr streng, Jenna schloss die Augen - keinem anderen Menschen vertraute sie so wie ihm - und er wartete tatsächlich bis sie es tat.
Ganz sacht nur berührten seine Fingerspitzen ihre Stirn und es war, als würde sein Geist mit dem Ihrem verschmelzen. Beth zuckte heftig zusammen, als sie ihn spürte doch er schlang einfach nur seine Arme von hinten um ihren Körper.
Ja, es hatte sie völlig aus der Bahn geworfen, ihn so zu spüren.. Seinen Herzschlag, jeden seiner Atemzügen, seine Gedanken und Gefühle so klar, wie ihre eigenen! Und mit tiefer Gewissheit, wusste sie auch, dass er ihre Gedanken kannte, ihre Gefühle, ihren Herzschlag in seiner Brust genauso spürte wie sie und jeden ihren rasch gehenden Atemzüge. Sie waren Eins!
Langsam entspannte Jenna sich in seiner Nähe wieder und schloss die Augen, konzentrierte sich auf seinen Herzschlag, seinen Atem. Gott, dass hier war unglaublich.. Noch immer zitterte ihr Körper leicht doch immer entspannte sie sich, wie immer wenn sie in seiner Nähe war!
Sanft strichen seine Finger über ihre Haut und er küsste liebevoll ihren Nacken. "Wir waren schon immer Eins, Beth! Deine Seele, war meine und meine Seele war die Deine! Für einander bestimmt, schon immer und bis in alle Ewigkeit! Uns konnte nichts auf Dauer trennen, selbst der Zorn deiner Mutter nicht oder andere Partner, die wir hatten. Immer wieder zog es uns zueinander hin, weil unsere Seelen und unsere Herzen miteinander verbunden waren. Nichts kann zwischen uns stehen, niemand vermag es uns zu trennen. Wir sind Ein Beth und so wird es immer sein!" Er sprach die Worte nicht laut, dass brauchte er gar nicht.
Seine Worte - seine Gedanken - hallten ihren Kopf wieder, wie ihre eigenen und seine klare, warme Stimme so in ihrem Kopf zu haben, war wunderschön - sie genoss es!
Es gab keine Geheimnisse mehr zwischen ihnen, keine Missverständnisse, keine Kluft. Nichts! Lange stand er einfach nur so mit ihr im Arm da, bis er sich langsam, vorsichtig, mit ihr ins Gras gleiten ließ und sie auf seinen Schoss zog, eng an seine Warme Brust.
Sie genoss diesen Augenblick hier unheimlich, genoss es seine Nähe zu spüren, sowohl seine körperliche als auch seine geistliche, genoss seinen Herzschlag unter ihrer Hand und in ihrem Körper, die Bewegungen seiner Atmung an ihrem Körper und auch in ihrer Brust. Genüsslich schloss sie die Augen und schmiegte sich eng an ihn, genoss seine Nähe so schrecklich.
Das hier, war das, was sie schon IMMER gewollt hatte - IHN! Ja, geschwärmt hatte sie von ihm, wie alle im Schloss - jede Frau hatte ihn gewollt - und sie wollte sich gar nicht ausmalen, mit wie vielen von ihnen er ins Bett gestiegen war aber heute gehörte er ihr, gehörte zu ihr und erwiderte das, was sie für ihn fühlte!
Seine Hände legten sich ganz sanft auf ihren Bauch. Und sie lächelte sanft, bis sie merkte, was er da tat. Ihre Augen weiteten sich und sie hielt ganz still. Sie wusste, dass das hier nicht wirklich real war, dass es etwas war, was er ihr gab - ihr zeigte und doch, begannen ihre Tränen über ihre Wangen zu laufen...
Beth lächelte als sie die zarten Bewegungen in ihrem Körper, ihrem Bauch, spürte. Es war Phelan, dessen war sie sich ganz sicher, sie hatte war genommen wie er sich einen Moment ganz auf seinen Sohn konzentriert hatte. Es waren erst nur zarte Bewegungen, kaum spürbar und doch, flossen die Tränen in Strömen über ihre Wange. Sie kannte dieses Gefühl und es ließ sie ganz still da liegen, bis die Bewegungen in ihrem Bauch so deutlich war, dass sie die Bewegung auch von außen spüren konnte. Gott, ihr kleiner Engel..
Er hatte schon immer die sanfte Ruhe seines Vaters gehabt, diese mächtige und doch unglaublich weiche Art sich zu Bewegen und die Tränen flossen nur noch stärker über ihre Wangen! Wie hatte seine Mutter ihn nur weggeben können? Wie hatte sie ihn nur nicht lieben können? Schon vom ersten Abend an, hatte der Kleine etwas unglaublich beruhigendes gehabt, genau wie sein Vater! Seine Nähe entspannte sie, machte ihr Hoffnung und ließ sie Kraft schöpfen. Vorsichtig nahm sie Jasons Hand und legte sie direkt unter die Stelle, unter der das Hologramm kräftig gegen ihren Bauch trat und es deutlich zu spüren war - auch für ihn!
Einen ewigen Moment lang sah sie ihn einfach nur mit ihrem tränennassen Gesicht an, bevor sie ihre Lippen zärtlich auf Seine drängte. Erst lagen ihre Lippen nur sanft auf seinen, zärtlich und liebevoll, doch je länger sie diesen Kuss hinaus zog, desto leidenschaftlicher und hingebungsvoller, inniger, wurde er. Sie drängte ihren Körper enger an seine Brust, genoss es ihn auf alle möglichen Arten zu spüren und die wundervollen Tritte in ihrem Bauch, die ihr immer wieder Tränen in die Augen trieben..
Sie liebte ihn und den kleinen Jungen, IHREN SOHN, so schrecklich sehr!
Für einen kurzen Augenblick löste sie sich von seinen Lippen, ihr Atem ging schneller und ihre Finger zittern als sie liebevoll mit ihren Fingerspitzen über seine Wange strich, ihre Lippen nur wenige Millimeter von Seinen entfernt.
"Ich liebe dich!", sagte Beth leise und schmiegte sich noch enger an ihn, legte seine Hand so auf ihren Bauch das er jeden einzelnen Tritt spürte, jede kleine Faust..

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Sonntag 21. April 2013, 18:27
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Beitrag Re: Die Hightlands
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Lange saß er mit Beth einfach nur so da, genoss den Moment und das Gefühl der Tritte seines Sohnes in ihrem Bauch. Auch wenn es nur ein Hologramm war, wenn es nur eine Illusion war, so war es doch einfach unglaublich!
Doch sie mussten langsam zurück zu ihre ihrem kleinen Engel, denn Phelan war schon viel zu lang alleine und bald dran mit seiner nächsten Flasche. Auch wenn er dank seines Dämons genau wusste, dass es seinem Sohn gut ging, so mussten sie doch einfach wieder zurück zu ihm!
Beth regte sich langsam in seinen Armen, natürlich hatte sie seine Gedanken schon wahrgenommen und auch sie wollte zu ihrem kleinen Engel zurück, ihn in ihre Arme nehmen. Jason lächelte sanft und löste die Illusion auf, doch ließ er alles Andere so bestehen. Früher hatte ihn dieses Kunststück viel Kraft gekostet, doch mit Beth war das anders. Es war einfach natürlich, so mit ihr verbunden zu sein und es schien an seinen Kräften keinerlei Wirkung zu haben.
Liebevoll hob er sie hoch und ging mit ihr zurück zu seinem Haus. Er hatte sein Hemd ausgezogen und es Beth umgeschlungen, als der Wind über die Hügel gekommen war, damit sie nicht fror.
Als sie die Grenzen der Terrasse erreichten, zog er seinen Dämon wieder in sich zurück und setzte Beth neben dem Kinderwagen wieder auf ihre eigenen Füße. Die Verbindung die er zu ihrem Geist geschaffen hatte, wurde immer natürlicher und schien langsam aber sicher einfach von allein bestehen zu bleiben. Wenn dies wirklich so war, würde er sie nie wieder verlieren können. Er wüsste immer wo sie war und wie es ihr ging und sie umgekehrt genauso.
Jason schloss die Augen, er hatte nicht gewusst das sowas mit dieser Gabe möglich war, hatte sie auch nie wirklich eingesetzt und außer seinem Meister - der dieses Geheimnis mit ins Grab genommen hatte - wusste auch niemand davon.
Er lächelte und küsste sanft Beths Nacken, schlang seine Arme von hinten um ihren zierlichen Körper, als sie Phelan behutsam aus seinem Wagen genommen hatte.
"Komm Liebste, bringen wir unseren kleinen Sonnenschein wieder ins Warme!" sagte er sanft und hielt ihr die Tür auf, bevor er selbst mit dem leeren Kinderwagen hinterher ging.
Sofort ging er in die Küche und bereitete die Milchflasche für seinen Sohn vor, der jeden Moment aufwachen würde und nach seiner Mahlzeit verlangen würde. Langsam ging er mit der Flasche ins Wohnzimmer und reichte sie Beth, bevor er es ihr noch bequemer machte und sich dann zu ihr setzte. Sanft zog er sie an sich und beobachtete sie, wie sie ihren kleinen Sohn liebevoll fütterte..

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Sonntag 21. April 2013, 19:43
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Sanft hielt sie ihren Sohn im Arm, fütterte ihn und schmiegte sich eng an Jasons Brust. Noch immer flossen vereinzelte Tränen über ihre Wange! Nie hätte sie geglaubt, dass sie je hier sitzen würde, in seinen Armen - so! Für einen langen Moment schloss sie die Augen und dachte daran zurück, wie es früher gewesen war.
Sie hatte das Training gehasst, die ersten Tage - und ihn! Ihr Vater war dagegen gewesen und deswegen hatte er sich immer wieder mit ihrer Mutter gestritten und sie hatte es gequält und genau das, hatte sie auch Jason spüren lassen! In allem was sie getan hatte, hatte sie ihn ihre Abneigung spüren lassen. Doch er hatte nicht locker gelassen und irgendwann hatte sie angefangen ihn zu mögen, schließlich hatte ihr und ihrem eitlen Gemüt - das sie damals einfach noch gehabt hatte - doch zu denken gegeben, dass jede Frau diesen durchaus gut aussehenden Mann hatte haben wollen, aber er im Endeffekt nur wegen ihr im Schloss geduldet wurde.
Und sie versuchte ihren Vater umzustimmen, sie das Training weiter machen zu lassen, weil sie anfing seine Nähe zu genießen. Doch ihr Vater hatte sich erst überzeugen lassen, als ihre Mutter schon ihre Entscheidung - seinen Tod - gefällt hatte. Nach dem verschwinden ihres Vaters war Jason der Einzige gewesen den es wirklich interessiert hatte - obwohl sie damals nur geglaubt hatte, dass er sich dazu verpflichtet gefühlt hatte - wie es ihr ging und sie hatte angefangen ihm zu vertrauen! Schlussendlich, als sie erfahren hatte, dass ihr Vater kaltblütig ermordet waren war, 2 Jahre nach dem er einfach verschwunden war, hatte sie sich die ganze Nacht in Jasons Schlafgemächern versteckt, bis er am Morgen zurück gekommen war, er hatte sie getröstet und sich um sie gekümmert.. schon damals war sie bis über beide Ohren in ihn verliebt gewesen!
Gott, wie sehr hatte sie schon damals jede Frau gehasst, die bei ihm gelegen hatte, wie sehr sich gewünscht, an ihrem Platz zu liegen, wenn auch nur für eine einzige Nacht!
So war es ihr lange Zeit gegangen, 26 Jahre lang und auch danach - auch wenn sie dann nicht mehr von genau jeder Frau gewusst hatte..
Irgendwann war sie aus dem Schloss ausgezogen hatte sich lange Zeit in der Welt herumgetrieben, immer auf dem Sprung - nie eine feste Bindung, dafür war sie damals gar nicht fähig gewesen, viel zu sehr hatte sie diesen einen Mann gewollt, Jason gewollt! Doch vor 23 Jahren lernte sie dann Matt kennen und er hielt lange um ihre Hand an, machte ihr Komplimente und Geschenke und irgendwann, nach einer der vielen Nächte in der sie genau gewusst hatte, dass er wieder mit einer anderen Frau zusammen war, hatte sie Matts Bitten nicht mehr abgeschlagen, ihm gesagt, dass er ihr wichtig wäre, dass war er auch aber nur als Freund, nicht als Mann.. Nicht wie Jason, nie.
7 Jahre lang waren sie "glücklich" gewesen, sie hatte sich einfach in dieses Leben gefügt, hatte Matt glücklich gemacht bis er dann irgendwann gestorben war, kurz vor seinem Tod hatte sie Jason das letzte Mal gesehen, bis er vor ein paar Tagen mit Phelan wieder vor ihrer Tür gestanden hatte.. und verdammt, auch wenn sie immer versucht hatte es sich auszureden, sie liebte ihn noch immer und würde es immer tun..!
Sie lächelte sanft und stellte die Milchflasche dann auf den Tisch und ließ ihren kleinen Engel ein Bäuerchen machen. Die ganze Zeit, während sie den kleinen Engel gefüttert hatte, hatte sie sich völlig in ihren Gedanken verloren.
Im Grunde sollte sie Phelans leiblichen Mutter wahrscheinlich noch dankbar sein, dass sie den Kleinen nicht hatte haben wollen, sonst hätte sie Jason wahrscheinlich nie wieder gesehen.. Oder? Sie wusste es nicht und sie wollte sich auch gar nicht vorstellen, was noch aus ihr geworden wäre, wenn er nicht aufgetaucht wäre und sie wie immer aus ihrem eigenen Mist gezogen hätte..
"Wärst du eigentlich je wieder gekommen, wenn der Kleine nicht gewesen wäre? Ich mein, du wusstest, dass Matt tot war... Ich weiß, dass du in regelmäßigen Abständen Geld auf das Konto gezahlt hast.. Wer sonst..", murmelte sie leise und wickelte den Kleinen wieder in seine Decke ein, bevor sie ihn Jason in die Arme legte und ihn zärtlich küsste..

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Sonntag 21. April 2013, 20:34
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Beitrag Re: Die Hightlands
Jason


Lange schwieg Beth und langsam machte Jason sich große Sorgen. Ihre Gedanken waren so voller Schmerz.. Dadurch, dass er sich ihr niemals offenbart hatte, hatte sie schrecklich leiden müssen. Das hatte er nie gewollt, niemals!
Beth lächelte sanft und stellte die Milchflasche dann auf den Tisch und ließ ihren kleinen Engel ein Bäuerchen machen. Endlich schienen ihre Gedanken sich wieder richtig konzentrieren zu können und aus ihren Erinnerungen zurück zu kommen.
"Wärst du eigentlich je wieder gekommen, wenn der Kleine nicht gewesen wäre? Ich mein, du wusstest, dass Matt tot war... Ich weiß, dass du in regelmäßigen Abständen Geld auf das Konto gezahlt hast.. Wer sonst..", murmelte sie leise und wickelte den Kleinen wieder in seine Decke ein, bevor sie ihn Jason in die Arme legte und ihn zärtlich küsste.
Jason schloss die Augen, eigentlich hatte sie das nie raus bekommen sollen. Er zog seinen Kleinen enger an sich und küsste Beth zärtlich. "Ich hatte gehofft du merkst es nicht.. Ich wollte dir einfach helfen Beth! Ja, irgendwann wäre ich auch gekommen aber konnte einfach nicht.." sagte er leise und schloss die Augen.
Er hatte es einfach nicht geschafft.. Schon als Matt noch gelebt hatte, war es eine Zerreißprobe für ihn gewesen. Jede Berührung, jeder Kuss von ihm hatten ihn rasend gemacht, hatten ihn vor Sehnsucht und Schmerz jedes Mal Dummheiten machen lassen.
"Ich habe gedacht du hättest ihn wirklich geliebt, was nur bestätigt hatte, was ich schon immer geglaubt habe zu wissen - dass du mich niemals lieben könntest. Und als du ihn verloren hast, konnte ich dir einfach nicht unter die Augen treten. Ich hatte Angst deinen Schmerz um den Verlust eines anderen Mannes zu sehen und das konnte ich einfach nicht. Aber dich allein lassen konnte sich auch nicht..." erklärte er ihr leise, "Ich zog mehr in deine Nähe, kaufte ein Haus - dieses Haus - ganz in deiner Nähe, ich überwies das Geld und jede Nacht und wann immer es ging, ließ ich meinen Dämon um deine Hütte wache halten. Ich habe dich niemals vergessen, habe dich immer geliebt und es war nur eine Frage der Zeit, bis ich zu dir gekommen wäre. Wenn Phelan nicht gewesen wäre, hätte ich etwas anderes gefunden, um zu kommen. Es hat mich wahnsinnig gemacht, als du damals Matt das Jawort gegeben hast. Ich wusste er würde gut für dich sorgen, aber ICH wollte Derjenige sein, der für dich sorgte und an dessen Seite du Ja sagtest.." schloss er und zog sie enger an sich.
Jetzt war sie bei ihm! Niemand konnte sie ihm wieder wegnehmen..
Langsam erhob Jason sich und brachte seinen Kleinen ins Bett. Dann zog er Beth hinüber zum Bett und kuschelte sich mit ihr hinein.
"Ich liebe dich so sehr!" flüsterte er ihr sanft ins Ohr und küsste sie leidenschaftlich, innig. Sanft ließ er seine Fingerspitzen über ihren Bauch streichen und küsste sie zärtlich, liebkoste ihre samtweiche Haut..

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Sonntag 21. April 2013, 21:18
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Beitrag Re: Die Hightlands
Jenna.


Vorsichtig hob sie ihren Sohn aus seinem Bett, bevor sein Gequengel noch seinen Vater wegen konnte. Jason schlief friedlich, tief in die Kissen gekuschelt und man sah deutlich wo sie gelegen hatte, halb auf seiner Brust, fest an ihn geklammert. Seine Nähe machte die schlimmen Alpträume besser und half ihr einen ruhigen Schlaf zu finden, wenigstens für ein paar Stunden, bis der Morgen kam, dann brachen die Träume trotz seiner Nähe durch..
Sie war froh, dass er so tief schlief und heute Nacht nichts von den Träumen mitbekommen hatte, dennoch hatte sie die schlimme Ahnung, dass er sie dennoch kannte. Für einen Augenblick küsste sie behutsam die Stirn ihres Sohnes und schmiegte den kleinen Schatz eng an ihre Brust, bevor sie leise nach unten ging und in der Küche seiner Flasche vorbereitete.
Immer wieder blickte sie in die bedeckten Wolken und zog ihren Engel fest an ihre Brust, ja auch wenn Phelan nicht ihr leiblicher Sohn war, war er es nach gestern dennoch irgendwie. Beth liebte diesen kleinen Jungen schrecklich sehr - er war einfach ihr Sohn, egal ob er es nun wirklich war oder nicht. Auf ihrem Handgelenk überprüfte sie die Temperatur der Milch, bevor sie die Milch ihrem kleinen Engel anbot, der sie wesentlich freudiger nahm, als die Milchpulver-Pampe seines Vaters. Während der Kleine trank, betrachtete sie ihn eine ganze Weile völlig in den Gedanken an ihn verloren.
Und doch schaffte sie es einfach nicht still zu sitzen, nachdem ihr kleiner Junge fertig war mit Essen und lief mit ihm durchs Haus. Und wieder fiel ihr ins Auge wie viel anders doch das Zimmer war, in dem Jason sie untergebracht hatte. Selbst sein eigenes Schlafzimmer war nicht mit so viel Schnick Schnack aufgestattet, wie das ihre - auch seinem Wohnzimmer fehlte dieser Schliff. Das Zimmer war wunderschön, gar keine Frage! Einfach ein Traum.. und doch, machte sie der Unterschied sie stutzig!
Vielleicht bildete sie sich das alles aber auch nur ein und in den anderen Räumen lag es einfach weniger im Detail..?
Sie ging wieder zurück ins Wohnzimmer und wickelte ihren kleinen Engel fest in seine Decken ein, bevor sie ihn in den Kinderwagen legte und mit ihm nach draußen ging. Jason hatte gestern ganz Recht gehabt, sie hatte ihr Training entsetzlich schleifen lassen und das würde sie jetzt wieder ändern. Phelan schlief seelenruhig im Kinderwagen und sie nahm ihn mit zu ihrer Übungsplatz. Sanft strich sie ihrem kleinen noch einmal über die Wange bevor sie nach ihrem Pfeil und dem Bogen griff und begann ihre Übung präziser auszuführen als gestern, jeder Schuss wurde besser. Schon nach nach dem 2. Pfeil traf sie direkt in die Mitte!
Mit einem zufriedenem Lächeln auf den Lippen, nahm sie einen neuen Pfeil und versenkte auch diesen! Gott, sie konnte es noch mit genau der selben Perfektion! Immer wieder blickte sie zu Phelan, der ganz friedlich in seinem Kinderwagen schlief. Nach dem alle zwölf Pfeil in dem Baum steckten, begann sie sie raus zuziehen und strich über die Rinde des Baumes, nahm ihm die Beschädigungen seiner Haut. Sie steckte die Pfeile wieder in den Köcher und begann von vorn!
Solange Jason schlief, wollte sie die Zeit dafür nutzen. Gott, früher war das ihr erster Handgriff gewesen. Nach dem sie angezogen gewesen war, hatte sie sich Pfeile und Bogen geschnappt und war runter in die Trainingshallen, egal ob Jason dort war, oder nicht..
Und doch, ging ihr der Gedanke an das Zimmer nicht aus dem Kopf!
Es war so perfekt.. schon bei dem ersten Moment in diesem Zimmer hatte sie sich wohl gefühlt. Erst hatte sie es nur auf ihn geschoben aber mittlerweile wusste sie, dass es auch an dem Zimmer gelegen hatte - es war einfach vollkommen.. Sie schüttelte den Kopf und riss sich aus dem Gedanken, als sich warme Arme von hinten um ihren Körper schlangen und zärtlich ihren Hals und ihren Nacken küssten.
Lächelnd wandte sie sich zu ihm um und schlang ihm die Arme um den Hals, küsste ihn leidenschaftlich und hingebungsvoll. Gott, sie liebte ihn so schrecklich sehr..!
"Na ausgeschlafen?!", fragte sie ihn grinsend und küsste ihn noch einmal, innig. Beth schmiegte ihren zierlichen Körper enger an seine Brust und schlang ihm die Arme um den Körper.
"Aber erzählst du mir, wieso das Zimmer in dem du mich schlafen lässt, so viel anders ist als der Rest deines Hauses?", fragte sie ihn leise und kuschelte sich eng an seine Brust, wiegte vorsichtig Phelan in seinem Wagen, der leise quengelte..

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Montag 22. April 2013, 10:44
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