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 Dörfer 
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Luna
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Beitrag Re: Dörfer
Eine ganze Weile versuchte Kyriel den Worten, die sie gerade ausgesprochen hatte, einen Sinn zu geben aber er schaffte es erst als sie sich von ihm los riss und den Dolch in ihre Hand hielt. Sie glaubte, er hatte sie nur benutzt um endlich einen Körper zu bekommen.
Kyriel legte den Kopf in die Hände, schüttelte den Kopf und stand langsam auf. "Laurina.. glaubst du wirklich, dass ich bin wie Er?", fragte er sie leise, mit ruhiger Stimme. Er zwang sich dazu sich zu beherrschen, zwang sich dazu ruhig zu bleiben. Er schloss die Augen und trat vorsichtig einen Schritt auf sie zu, erst dann sah er sie wieder an.
Enttäuschung ließ sich in ihm nieder, nahm ihm all das Glück, was er noch vor Sekunden gespürt hatte und ließ in ihm eine dumpfen Schmerz zurück. Doch sie sollte ihre Antwort bekommen, sollte hören warum er einen menschlichen Körper hatte, warum er sie nun schmecken, riechen, fühlen und spüren konnte!
"Hör mir zu.. bis zum Ende und dann bring mich um, wenn du es noch immer wollen solltest!", sagte er leise und blickte sie an. "Wir entstehen, weil uns der Körper durch gewaltsame Art und Weise genommen wird und so leben wir körperlos, die meisten ihr ganzes Leben.. und das Leben eines Schatten ist lang, oft viel zu lang! Wir haben nur eine einzige Möglichkeit eine körperliche Hülle zu bekommen, den meisten bleibt sie allerdings verwehrt. Liebe, Laurina, Liebe - kein Kuss der Welt wäre stark genug, einen toten Körper "leben" zu lassen, sowas vermag wohl wirklich nur wahre Liebe..." Er drehte sich um, schloss die Augen und versuchte all die Gefühle die in ihm waren zurückzudrängen, einen momentlang nicht zu fühlen, nichts zu spüren. "Ich wollte einfach wissen, ob es wirklich sein kann! Ich wollte einfach wissen ob du wirklich dass selbe für mich fühlen kannst.. wie ich.. ich es empfinde!", murmelte er leise und drehte sich langsam wieder zu ihr um.
Er trat auf sie zu, bis er direkt vor ihr stand. Glaubte sie wirklich dass er Angst vor dem Tod hatte? Dass er Angst vor dem hatte, was er sich jahrelang so gewünscht hatte? "Und jetzt bitte... tu wonach dir immer dir beliebt! Küss mich, Stich zu .. Geh einfach .. es ist deine Entscheidung, Laurina!", flüsterte er und betrachtete sie. Noch immer stand die Wut in ihren Augen, noch immer kochte ihre Aura und noch immer umklammerte sie den Dolch.
"Glaubst du wirklich, ich hätte über 250 Jahre, mich gefragt wie es wohl ist, wenn es einfacher Kuss wäre der mir einen menschlichen Körper hätte schenken können? So leicht, funktioniert es wohl nur in Märchen.. die Realität sieht anders aus! Einem Schatten kann nur Liebe, dass schenken, was er vor seiner "Geburt" verloren hat!", murmelte er und wiederholte somit die Worte die er jahrelang gepredigt bekommen hatte. "Glaub mir ... und ich bin froh, dass du es warst ... ich bin froh, dass du die Frau bist.. in die ich mich..", doch weiter kam er nicht..

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Montag 13. August 2012, 01:10
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Beitrag Re: Dörfer
"Ihr Männer seid doch alle gleich!" entgegnete sie, sie war es so leid immer nur ausgenutzt zu werden. Lucian blieb ganz ruhig und beherrscht, seine Stimme zitterte nicht und klang ganz ruhig. So sprach er mit ihr, erklärte ihr wie ein Schatten einen Körper bekam und das die meisten Schatten für immer ohne Körper herum schweben mussten. Ihre Wut schwand nicht, seine ruhige Art verstärkte sie nur noch mehr. Warum hatte sie ihr Herz öffnen müssen? Warum? Immer hatte ihr Vater ihr gesagt sie solle vorsichtig sein, niemandem vertrauen und schon gar nicht jemanden so nah an sich heran lassen, dass er ihr Herz verletzten könnte. Er kam auf sie zu, völlig ruhig, ohne Angst immer näher. Laurina stand immer noch da mit dem Dolch in der Hand, bereit ihn ihm in sein verdammtes Herz zu rammen..
Doch dann änderte sich seine Stimme, sie wurde wärmer und unsicherer. "Glaub mir ... und ich bin froh, dass du es warst ... ich bin froh, dass du die Frau bist.. in die ich mich.." Sollte das wirklich wahr sein? Wollte er sagen "..in die ich mich verliebt habe!"?
Laurina spürte wie ihr bei seinen Worten der Dolch aus der Hand fiel und sich ihre Arme um seinen Hals schlangen. Zärtlich küsste sie ihn, drängte sich an ihn und ließ ihre Finger über seinen Rücken gleiten. Lucians Arme umschlangen ihren schlanken Körper, hielten sie fest und barg sie liebevoll an seiner Brust.

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Montag 13. August 2012, 01:46
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Beitrag Re: Dörfer
Er hörte nur den Dolch fallen und sie schlang ihre Arme um seinen Körper, schmiegte sich an ihn und ließ ihre Finger über seinen Rücken gleiten. Zärtlich legte er seine Arme um ihren Körper, hielten sie fest.
"Ich wollte nicht dass du glaubst.. dass du ...", doch er redete nicht weiter, zärtlich strich er mit seinen Fingern über ihre Stirn und küsste genau diese! "..du bist... ich glaube ich .. ich liebe dich.."
Seine Stimme war fast tonlos, noch nie hatte er so viel Angst einen kleinen Satz wie diesen auszusprechen, noch nie hatte er sich so versteift, noch nie hatten ihn 3 Worte so einen Gefühlsrausch durchmachen lassen.. Wie auch, bis jetzt hatte er ja nicht wirklich einen Körper gehabt!
Kyriel presste beiden Lippen fest auf einander um sein Zittern zu verbergen, versteifte sich komplett. Jede Bewegung war steif und viel ihm schwerer als sie es so schon tat. Ihr Finger strichen ganz leicht über seine Haut, durch seinen ganzen Körper fuhr ein warmer Hauch, es war als würden ihre Finger nicht einfach nur über seine Wange streichen...
"Verdammt, Kyriel - reiß dich zusammen! Du bist keine 15 mehr .. die Zeit liegt lang hinter dir!", versuchte er sich selbst zur Ordnung zu rufen, versuchte sich dazu zu zwingen ruhig zu bleiben. Zärtlich beugte er sich zu ihr, küsste sie liebevoll und innig. Es war sinnlos.. er konnte dieses Zittern, die Anspannung, die Gefühle nicht einfach verbergen.. schon gar nicht vor ihr. Dass wurde ihm in diesem Moment ganz deutlich bewusst, sie wusste es trotzdem! Egal ob er es wollte oder nicht..
Sanft strich er ihr über die Schläfe, ihre Wange, ihren Hals und strich zärtlich über ihre Kehle. Zärtlich berührte er mit seinen Fingerspitzen ihre Lippen. Ein liebevolles Lächeln machte sich auf seinen Zügen breit als seine Finger wieder über ihre Kehle nach unten strichen.
Noch immer war er ziemlich steif aber irgendwie machte sie da noch ein anderes Gefühl in ihm. Kyriel konnte ein Gähnen nicht unterdrücken. Er wusste, dass Menschen dies oft taten, eigentlich ständig und überall. Egal ob im Café oder abends in einem Klub und eigentlich zu jeder Tages- und Nachtzeit! Doch warum... wusste er nicht. Verwirrt blickte er sie an, Laurina lachte.
Kyriel wusste nicht ob sie lachte weil er gegähnt hatte oder weil er sie verwirrt angeschaut hatte.. im Endeffekt war es auch egal, solange sie bei ihm war. "Erzählst du mir, warum du lachst ... ich mein, gähnen tuen doch Menschen ständig oder!?", er verstand nicht wirklich warum sie lachte doch es stimmte ihn irgendwie glücklich, auch wenn er sich wahrscheinlich gerader zur absoluten Lachnummer machte... Zärtlich küsste er sie, drängte seine Lippen liebevoll auf ihre und zog sie enger an sich heran. Seine Finger fuhren liebevoll über ihren Hals während er sie zärtlich küsste, liebevoll und leidenschaftlich.

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Montag 13. August 2012, 02:09
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Beitrag Re: Dörfer
"Ich wollte nicht dass du glaubst.. dass du ...", begann Lucian, doch er redete nicht weiter, zärtlich strich er mit seinen Fingern über ihre Stirn und küsste genau diese! "..du bist... ich glaube ich .. ich liebe dich.."
Er liebte sie? SIE? Völlig perplex sah sie ihn an und dann küsste er sie wieder. Zärtlich erwiderte sie seinen Kuss und drängte sich an ihn. Als er sie frei gab flüsterte sie leise: "Ich liebe dich auch!" Lucian war gant steif, als könne er sich nicht mehr richtig bewegen. War er so überrascht, so verblüfft? Oder widerte es ihn an? Nein, er hatte eben selbst gesagt er liebte sie, er war einfach nur überrascht. Und dann gähnte er herzhaft. Laurina lachte laut auf, so wie er guckte könnte gerade ein Einhorn vor ihm aufgetaucht sein.
"Erzählst du mir, warum du lachst ... ich mein, gähnen tuen doch Menschen ständig oder!?" fragte er und sah noch verwirrter aus. "Ja die Menschen gähnen sehr oft. Aber du weißt nicht warum sie das tun, habe ich recht?!" fragte sie, grinste breit als er den Kopf schüttelte und erklärte es ihm. "Sie gähnen wenn sie müde sind! Dein Körper will schlafen!"
Sanft löste sie sich von ihm, entfachte ein Feuer und beschwor Alastor wieder herauf. Er erschien prompt und bezog Posten. Lächelnd sah sie Lucian an, er würde unbedingt was warmes zum Anziehen brauchen, jetzt wo er frieren konnte. Sie zog eine Decke aus ihrer Tasche, setzte sich zu ihm und schlang die Decke um ihn. "Hier, dein Körper darf nicht frieren." erklärte sie und kuschelte sich zu ihm. Er würde wahrscheinlich bald einschlafen, sie brauchte eigentlich noch nicht schlafen aber wer weiß vielleicht täte es ihr auch gut und die Alpträume würden ja vielleicht auch mal fort bleiben. Schließlich hatte Lucian schon so viel anderes vertrieben, vielleicht klappte es auch mit den Träumen... Sanft strich sie ihm über die Wange und küsste ihn dann so stürmisch, dass sie beide nach hinten umkippten. Laurina lachte und kuschelte sich eng an seine Brust. Sein Herzschlag und sein Atem waren so schön ruhig und gleichmäßig, dass auch sie gähnte und sich zu ihm unter die Decke kuschelte. Langsam fielen ihr die Augen zu. Sie war doch eben noch nicht müde gewesen und außerdem brauchte sie nicht so viel Schlaf wie Menschen. Aber ihre Augen waren schwer und sie schlief auf seiner warmen Brust ein.

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Montag 13. August 2012, 02:30
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Beitrag Re: Dörfer
Das letzte was Kyriel wirklich mit bekommen hatte, dass sie ihn geküsst hatte und sie beiden dann im Gras gelandet waren. Laurina hatte sich zu ihm unter die Decke gekuschelt, die sie ihm vorher gereicht hatte und dann war er eingeschlafen! Tief und ruhig, mit wunderschönen Bilder..!

Kyriel gähnte. Es war noch früh am Morgen als er die Augen wieder aufschlug. Laurina lag noch immer in seinen Armen, eng an seine Brust gekuschelt. Auf ihrem Gesicht lag ein Lächeln, sie schien so viel ruhiger zu schlafen, jetzt und hier... ganz anders als das letzte Mal als er sie aus einiger Entfernung beobachtete hatte. Zärtlich, mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen, strich er über ihre Wange und küsste ihre Stirn. Es war als würde ihn der Augenblick beflügeln. Gern wäre er zur nächsten Telefonzelle gerannt, hätte dort Tanias Nummer gewählt und ihr alles erzählt - doch ohne Geld, ging auch dies nicht und wahrscheinlich gab es in diesem kleinen Dorf nicht mal eine Telefonzelle!
Verdammt das Leben war gar nicht so einfach wie er sich das gedacht hatte.. aber er war glücklich. Er hätte Stunden hier liegen können, ohne sich zu bewegen.. sie einfach nur betrachten und doch, er wusste dass er sie irgendwann allein lassen musste...
Er brauchte Antworten und vor allem musste er aus diesen Klamotten raus, brauchte Geld und Gewissheit. In all den Jahren hatte er oft genug in Filmen gesehen wie sie Menschen Nachrichten hinterlassen hatten und alles okay gewesen war.. aber dass wollte er nicht! Er wollte dass sie ihn ansah, dass er ihr richtig erklären konnte warum er sie für ein paar Stunden allein ließ und er wollte ihr noch einmal sagen, dass er sie liebte!
Doch er wusste, was er jetzt im Augenblick für sie tun konnte.. Vorsichtig zog er seinen Arm untern ihrem Körper hervor und legte seine Lippen endlos schöne Sekunden auf ihre Stirn, küsste sie. Dann löste er sich gänzlich von ihr. Hätte wahrscheinlich problemlos in das nächste Haus einbrechen können und dort etwas zu essen auftreiben können aber nein, diese Möglichkeit verschlug er schneller als sie gekommen war. Der Wald würde reichen müssen! Er zog sein Hemd aus und legte es in ihre Arme als stumme Gewissheit dass er wieder kommen würde und dann lief er langsam in den Wald. Eigentlich hatte er keine Ahnung, was sie essen würde, schließlich war sie nicht einfach ein Mensch...
Da tapste er nun im Wald rum, wahrscheinlich sah er ziemlich fehl am Platz aus so wie er durch den Wald lief, hier und da pflückte er ein paar Beeren und biss rein. Einige spuckte er sofort wieder aus, andere schluckte er sogar runter. So sammelte er also Beeren..
Um ihn rum bewegte sich der ganze Welt. Dort liefen ein paar Mäuse über den Waldboden, hier und da saß ein Vogel auf einem Baum und sag ein Lied und dort weit oben in den Gipfeln der Bäume saß ein Vogel und schien ihn förmlich zu fixieren.. "Komischer Vogel..", murmelte er leise, wandte sich von dem Vogel ab und sammelte weiter Beeren. Als er sich wieder bei Laurina ankam war sie schon wach, schaute sich gerade um. Erleichterung schien sich in ihr breit zu machen als sie ihn durch die Bäume treten sah. Auf Kyriels Zügen lag ein strahlendes Lächeln, er wollte ihr gerade zeigen warum er sie hier allein gelassen hatte als sie ihm in die Arme rannte und ihre Arme fest um seinen Körper schlang.
Natürlich, ungeschickt wie er mit seinem neuen Körper noch wahr, viel ihm alles runter aber dass war egal, schließlich war sie bei ihm. Zärtlich küsste er sie, bedeckte ihre Wange und ihren Hals mit seinen Küssen.
Er lächelte sie an, strich zärtlich über ihre Wange und küsst sie wieder, nur flüchtig aber es reichte aus um dass Kribbeln in seinem Körper wieder neu anzufachen. "Guten Morgen Schönheit!", flüsterte er ihr ins Ohr und lächelte. "...na, gut geschlafen?"
Wieder hatte Kyriel das Gefühl stundenlang mit ihr einfach nur dastehen zu können, solange er nur in ihre Augen sehen konnte!

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Montag 13. August 2012, 08:17
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Beitrag Re: Dörfer
Den Ganzen Tag verbrachten sie am gleichen Ort wie die Nacht. Sie genossen die Zeit zusammen, küssten sich und lachten miteinander. Für Lucian war noch so vieles neu und er stellte sich total tollpatschig an.
Jetzt packte Laurina gerade ihre Sachen zusammen und Lucian löschte die Glut des Feuers. Sie wollten heute noch aufbrechen. Laurina hatte sich letztlich doch überreden lassen zu diesem Joe zu gehen, doch würde sie ihn bestimmt nicht um Hilfe bitten. Lucian könnte in Erfahrung bringen, was immer er musste und sie würde mit ihm gehen.
"So fertig! Können wir?" fragte sie und drehte sich zu ihm um. Alastor stand neben ihr und wartete darauf sie zu tragen. Lucian nickte und nahm sie in seine Arme, dann zog sie ihn zu Alastor und schwang sich auf dessen Rücken. Verdutzt sah Lucian sie an.
Laurina lachte. "Nun komm schon, steig auf!" forderte sie ihn auf und streckte ihm ihre Hand entgegen.

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Montag 13. August 2012, 19:37
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Beitrag Re: Dörfer
Da stand er nun vor diesem riesigen Tier und das erste Mal hatte er wirklich Schiss vor einem Dämon. "Da rauf?", fragte er noch immer ziemlich schockiert. Nein.. nein! Doch nicht auf dieses riesige Vieh...
"Ich kann mich immer noch verwandeln... ich glaub ein bisschen Bewegung könnte mir ganz gut tun...", murmelte er und sah sie an.
Wenn er nur daran dachte auf diesen Dämon zusteigen, stellten sich ihm alle Nackenhaare auf und sein ganzer Körper wurde steif. Doch als er in ihre Augen sah, wusste er dass er gar nicht von ihr getrennt sein wollte, dass es doch eigentlich nicht mehr als eine Ausrede gewesen war..
"Na gut...", murmelte er leise und schwang sich hinter ihr auf ihren Dämon und legte die Arme um ihren Körper, schmiegte sich eng an sie und küsste ihre Wange.
Langsam setzte sich der Dämon in Bewegung und auf Laurinas Gesicht lag ein Lächeln. Kyriel verkrampfte sich förmlich mit jedem Schritt, den er tat, mehr.
Zärtlich küsste er ihre Wange und schloss die Augen, versuchte zu verdrängen dass er nicht selber ging.. sondern von diesem riesigen Tier getragen wurde. "Füllt sich das Reiten auf einem Pferd genauso an?", fragte er sie verwirrt, wenn ja, würde er sich sicher niemals auf ein Pferd setzten, egal wie begeistert Menschen von Pferden sein mochten. "Oder ist das etwas noch schlimmer? Und wie ist es zu tauchen? Wie fühlt es sich an wenn man sich übergeben muss? Warum fahren Menschen mit diesen schrecklichen Dingern? Autos? Wieso tragen Menschen freiwillig Farben wie Pink oder Neon? Wieso müssen Menschen Schlafen? Wieso gehen Menschen miteinander ins Bett, wenn sie sich nicht lieben? Wieso müssen Menschen aus Klo gehen? Und was um alles in der Welt ist dieses Zeug was eigentlich jeder Mensch trinkt, Kaffe? Heißt dieses Zeugs so? Was ist der Sinn in all dem? Hat die ganze Scheiße überhaupt einen Sinn, also Mensch sein... mein ich..", immer mehr Fragen sprudelten aus ihm heraus, ohne das er sie aufhalten konnte, ohne dass es ihm peinlich erschien.
Doch dann begann Laurina zu lachen und die Verwirrung in ihm wurde nur noch größer. "Was hab ich den getan?", fragte er sie und sah sie noch verwirrter an als erst.
Warum lacht sie den? Hat sie sich den nie über solche Dinge Gedanken gemacht?

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Montag 13. August 2012, 20:57
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Beitrag Re: Dörfer
Laurina sah Lucians Zögern und musste lächeln, er versuchte sich raus zu reden, schaffte es nicht und saß hinter ihr auf. Er schmiegte sich eng an sie, schlang die Arme um sie und küsste zärtlich ihre Wange. Alastor murrte, weil Lucian sich so steif machte doch das war für ihn ganz noraml schließlich jagte er sonst Dämonen und nun sollte er einem vertrauen.
Schwierig! Dann stellte er ihr eine Flur von Fragen und Laurina musste lachen.
"Was hab ich den getan?", fragte er sie und sah sie noch verwirrter an als erst.
"Nichts!" lachte sie, "Du bist nur so trocken und stellst Fragen, die für jeden Anderen ganz normal sind. Ich weiß für dich ist das Alles neu, aber es ist trotzdem lustig. Also dann wollen wir mal!" Sie lachte noch mal und setzte dann eine gespielt ernste Stimme auf. "Das Reiten auf einem Pferd ist anders, sanfter, weil es gleichmäßiger läuft und den Rücken nicht so stark beugt und streckt. Es würde dir wahrscheinlich nicht so viel aus machen. Wir besuchen meinen Vater mal und dann bring ich dir das Reiten auf einem Pferd bei. Tauchen ist, naja, es ist nass... Ich war selber noch nie aus Spaß tauchen nur wenn ich unbedingt musste und das war nicht so toll. Es ist doof weil man die Luft anhalten muss und nach einer Weile hast du das Gefühl zu ersticken, wenn du nicht auftauchst. Also für mich ist das nichts.. Übergeben ist einfach nur eckelig, du würgst dein Halb verdautes Essen wieder hoch und spuckst es aus. Einfach nur widerlich!!! Autos sind ihr Fortbewegungsmittel, ich mag sie auch nicht sonderlich und mein Dämon ist eh fiel schneller als so ein Ding, aber man sitzt trocken. Die Menschen brauchen die Autos einfach, viele brauchen große und teure Autos, weil sie sich dann besser und mächtiger fühlen. Sind sie aber nicht, alles nur heiße Luft. Sie brauchen Autos einfach um sich zu bewegen und gut darzustellen. Ich kann dir nicht sagen warum Menschen sowas tragen, aber es ist mir auch egal und ich darf mich darüber nicht beschweren denn meine Haare und Augen sind von Natur aus Violett. Menschen schlafen, ich übrigens auch nur nicht so oft, weil ihr Körper diesen Ruhezustand braucht um sich wieder zu erholen, sie müssen jeden Tag mehrere Stunden schlafen sonst werden sie krank." sie machte eine Pause, die nächste frage konnte und wollte sie ihm nicht beantworten. Laurina hatte immer noch Angst darüber zu sprechen. Sex war ein Thema was ihr immer noch zusetzte. Dann lächelte sie und machte mit der Nächsten weiter. "Menschen gehen aufs Klo, weil ihr Körper nicht alles verwerten kann was sie zu sich nehmen. Giftstoffe und das was der Körper nicht braucht muss wieder raus und das passiert eben über Urin und Stuhl." wie konnte er sie nur sowas fragen, ganz rot fuhr sie fort. "Kaffee? Kaffee ist cool, ich trink ihn gern, bekomm ihn aber schwer. Ich arbeite nicht und habe daher kein Geld. Seit ich damals gegangen bin, existiere ich nicht mal mehr richtig. Es gibt sogar ein Grab von mir... Kaffee enthält Koffein und das hält einen Menschen länger Wach aber auch nicht wirklich lange, es schmeckt einfach, mit genug Zucker und Milch, und es hat was mit Gesellschaft zu tun. Die Menschen sitzen zusammen und trinken Kaffee, reden und lachen gemeinsam. Was der Sinn ist kann ich dir nicht sagen... Vielleicht gibt es keinen.. Oder warum passieren dann überall so schreckliche Dinge? Was ist der Sinn darin? Warum darf eine Familie ihre 13 Jährige Tochter an einen Mann verheiraten, der mehr als doppelt so alt ist wie sie selbst? Und warum hat er das Recht sie sich zu nehmen wann er es will, zu schlagen und sie zu demütigen?" Wut kochte in ihr auf und sie bereute ihre letzten Worte, sie hätte sie nicht sagen dürfen. "Vergiss den Rest einfach wieder..." murmelte sie und trieb Alastor zur Eile.

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Montag 13. August 2012, 21:40
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Beitrag Re: Dörfer
Lange schwieg Kyriel, hörte ihr zu und versuchte zu verstehen, was sie sagte.. versuchte zu verstehen, warum Menschen Dinge taten. Doch ihre letzte Worten gingen ihm nicht aus dem Kopf, auch wenn sie gesagt hatte er solle sie vergessen.
Wie sollte er sowas einfach vergessen? Doch erst dann verstand er warum er vergessen sollte... es ging hier nicht um irgendwen, sondern um sie!
Sie wurde mit 13 einfach verheiratet, hatte sich all dies von ihrem Mann gefallen lassen müssen .. und wahrscheinlich, war er es auch nach dem sie suchte!
Kyriel wusste, dass es keinen Sinn hatte mit ihr darüber zu sprechen, sie würde ihm in diesem Punkt wahrscheinlich sowieso aus dem Weg gehen.. aber vielleicht konnte er sie ein wenig ablenken?
"Verdammt.. Kyriel! Dir fallen doch sicher noch ein paar mehr Fragen ein, mit denen du sie löchern kannst!", fuhr er sich selbst stumm an. Für einen Moment schloss er die Augen und schon schossen ihm tausende weitere Fragen durch den Kopf.
"Warum weinen Menschen? Wieso essen Menschen Tiere? Sind Männer grundsätzlich Arschlöcher? Ich auch? Wofür gibt es Besteck? Wieso ziehen sich Menschen an? Sie werden doch nackt geboren...", ihr Lachen ließ ihn einen Moment stocken, auch wenn er nicht verstand warum sie lachte, konnte er sich ein Lächeln nicht unterdrücken. "Lach nicht! Ich meine dass ernst.. ich versuch doch nur.. all dass zu verstehen..", murmelte er und küsste sie, liebevoll und innig. "Warum ist die Haut der Menschen nicht wie die eines Drachen, undurchdringlich? Warum verletzten sie sich? Und wieso sind Frauen einmal im Monat - 7 Tage lang - einfach nicht zu ertragen? Wieso müssen Menschen Sex haben um Kinder zubekommen? Wofür um alles in der Welt, wenn ihr euch so fortpflanzt, warum braucht ihr dann Kondome? Dass er gibt doch keinen Sinn! Ist nicht genau dass eure Zeil? Die Fortpflanz? Teilen nicht allein deswegen Menschen ihr Bett mit einander?"
All dass verwirrte ihn, er verstand nicht wieso Menschen alles so kompliziert machen mussten, wobei es doch so einfach sein konnte?! Er lächelte als er Laurinas leuchtende Augen sah und blickte verlegen zur Seite, wahrscheinlich kam er ihr gerade wie der letzte Trottel der Welt vor.. Zärtlich strich er mit seinen Fingern über ihre Wange, hörte ihr aufmerksam zu, saugte jede ihrer Antworten wie ein Schwamm in sich auf... versuchte die neue Welt die sich da um ihn herum auftat, zu verstehen!

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Montag 13. August 2012, 22:12
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Beitrag Re: Dörfer
Laurina hatte seine Fragen beantwortet und danach kein Wort mehr gesprochen. Die letzte Frage hatte sie völlig aus der Bahn geworfen. Sie kannte das was sie Lucian erzählt hatte nur aus den Erzählungen ihres Vaters, aus der Zeit wo er mit ihrer Mutter zusammen war. Die ganze Nacht hatte sie in einer art Starre verharrt, alle Gedanken, die jetzt und hier waren, hatte sie verloren und war in ihrer Vergangenheit gefangen. Ihre Augen waren geschlossen, würden aber auch offen keine Lebenszeichen anzeigen, sie wären dunkel, leer und Ausdruckslos. Sie spürte und sah ihren Mann vor sich, fühlte seine Schläge und seine Hände überall. Laurina sah die Nächte, spürte es als würde es jetzt gerade passieren, in denen sie mit ihm das Bett teilen musste.
Laurina schrie und erwachte aus ihrer Starre. Lucian saß nahe bei ihr, mit schrecken in seinen wunderschönen Augen. "Verzeih mir..." murmelte sie und senkte den Blick. Was sie wohl alles getan hatte ohne es zu merken? Hatte sie geschrien? Mit Sicherheit! Und um sich geschlagen? Bestimmt!

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Dienstag 14. August 2012, 12:09
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