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 Die Karpaten 
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Luna
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Beitrag Re: Die Karpaten
Nikolaj.



"Wahrscheinlich seid Ihr von weit aus höherem Stand als ich. Also macht Euch bitte darum keine Gedanken. Es freut mich, dass ich Euch helfen konnte mein Herr!" sagte sie und entzog ihm nun doch ihre Hand. Er lächelte. "Das glaube ich nicht, also ich bitte Euch, hört auf!
Sie schüttelte den Kopf. "Mein Herr, ich kann den Wald nicht einfach verlassen. Pina und Dara brauchen mich und außerdem lebe ich schon viel zu lange hier. Macht Euch keine Sorgen, dass ist wirklich nicht nötig." versuchte sie ihm höflich auszuweichen.
"Ganz wie Ihr meint, meine Liebe!", sagte er leise und nickte ihr zu. "Passt auf Euch auf, der Wald ist einfach nicht besonders sicher für eine Frau.. Lebt Wohl!", fügte er ruhig hinzu und verneigte sich noch einmal vor ihr, bevor er sich umdrehte und den Weg entlang lief, der ihn zu seiner Pension bringen würde, zu seinen Zigaretten und seinem heißgeliebten schwarzen Mustang.
Alles nur endlich weg aus diesem Wald, er war noch nie ein großer Fan von Wald und vor allem von Waldböden gewesen, Dreck war einfach nicht sein Freund. Er wollte einfach nur noch unter eine Dusche und sich dann vor den Fernseher legen oder schlafen - im Moment wäre Nahrung und Schlaf auch keine schlechte Option!
Es dauerte nicht lange, da hatte er endlich die Pension erreicht und war unter die Dusche gestiegen.
Es war das Beste für sie, wenn sie sich fern von ihm hielt und umso weniger er hier verweilte, umso schneller konnte sie ihn vergessen! "Warum mach ich mir eigentlich immer noch um diese Frau Gedanken!?", fragte er sich selbst und schüttelte den Kopf. "Weil du ein dämlicher Idiot bist und schließlich den ganzen Tag mit ihr im Wald verbracht hast, obwohl dein kleines Mädchen morgen Mittag kommt..!", schallte ihn eine tiefe Stimme in seinem Kopf und er schloss für einen Moment, unter dem heißen Wasser, die Augen und lehnte den Kopf gegen die kalten Fliesen an der Wand.
Irgendwann stieg er aus der Dusche und trocknete sich ab, schlüpfte in frische Klamotten. Auch, wenn diese, sich eigentlich nicht von seinem vorherigen Unterschied, sowie so ziemlich all seine Kleidung. Im Endeffekt bestand sein ganzer Kleiderschrank aus seiner Lederkluft, seiner Arbeitskleidung. Hier und da, hatte er noch ein paar Klamotten, die er trug, wenn seine Tochter bei ihm war, wenn er den Gelegenheit hatte, sich umzuziehen.
Doch das alles war jetzt erst einmal Nebensache, er drehte sich - nach dem er seine Sachen zusammengepackt hatte und gerade die Treppe nach unten lief - Tabak in ein neues Blättchen.
Er zündetet sie an und zog vor der Tür, nach dem er bezahlt hatte, genüsslich den Rauch in seine Lungen. Gott, eigentlich konnte er froh sein, das Vampire von all den menschlichen Krankheiten, wie zum Beispiel Lungenkrebs, erlöst waren sonst könnte er seine Lunge wahrscheinlich schon lange vergessen...
Als er aufgeraucht hatte, stieg er ins Auto und zog den Geruch des Leders tief in seine Lungen. Jetzt kam er endlich wieder nach Hause, aber er war schon froh erst einmal nicht mehr nach Wald und dem Blut nach dieses dreckigen Bastards zu riechen...

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Samstag 2. März 2013, 21:09
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Beitrag Re: Die Karpaten
Dilara.



Das war doch jetzt nicht sein Ernst! War sie jetzt schon ein kleines Kind!?
"Neo, lass mich runter!", fuhr sie ihn aber er weder sah er sie wirklich an, noch rührte er sich. "Du willst mir also sagen, du hilfst IHM!?", sagte sie und Neo sah sie entschuldigend an.
"Ich weiß, ich weiß! Ich mag ihn nicht - das brauchst du mir nicht noch sagen! Aber es geht mir nicht um ihn, soll er sich doch von Cian die Fresse vollhauen lassen oder auch andersrum - mir egal! Obwohl... es ist schon ganz schön unfair, dass DER MEIN Spielzeug bekommt..", gab Neo ruhig von sich und als sie auch nur die leiseste Anstalt machte, sich aus seinen Armen lösen zu wollen, klammerte er seine Arme noch fester um ihren Körper.
"Männer - am besten man steckt euch alle in einen Sack und versenkt euch im Meer!", fluchte sie und schloss für einen Moment die Augen. Das durfte doch alles nicht war sein!
"Neo, bitte, lass mich runter! Ich verspreche dir auch, ich werde mich keinen Millimeter von der Stelle bewegen..", sagte sie und doch tat Neo nicht im geringsten der Gleichen. "Tut mir leid, Kleines, ich werde mich heute Abend mit Niemanden anlegen, nicht mal mit ihm! Obwohl ich es echt gerne tun würde.. Aber nein, ich habe versprochen mich zu benehmen..", sagte er und Dilara schüttelte den Kopf.
"Verräter! Schwanzgesteuertes Subjekt!", fluchte sie und schüttelte ungläubig den Kopf. "Ab und zu.. Ich gestehe mich der Anklage als Schuldig!", sagte er und grinste. Am liebsten hätte sie ihn geschlagen oder ihm irgendetwas in die Seite gerammt oder vielleicht noch besser zwischen die Beine, damit es seinen Verstand geraderückte!
"Entspann dich einfach und warte, bis er wiederkommt vorher werde ich dich ganz sicher nicht runter lassen! Aber eigentlich, sollte ich dich mit zu MIR nehmen...", deute er leise an und sah sie unsicher an. Er wusste schon, dass er eigentlich allein für den Gedanken normalerweise Schläge bekommen würde. "Ich werde mich nicht wehre, los geh schon! Ich will das Elend gar nicht sehen!", sagte sie und schloss die Augen.
Als Neo sie in seinem Haus - ENDLICH - runterließ, begrüßte Romina sie freudig und auch, wenn sie sich freute, die Kleine wiederzusehen, andere Umstände wären ihr lieber gewesen! Gott, sie würde Vincent eigenhändig umbringen, wenn Cian dies noch nicht getan hatte, was sie bezweifelte.
Obwohl.. nein! Der Tod wäre ja noch nett... sie würde ihn anders quälen! Oh ja..
Sie ließ sich mit Romina im Salon nieder und funkelte immer wieder Neo, der sie entschuldigend an lächelte....

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Samstag 2. März 2013, 21:48
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Beitrag Re: Die Karpaten
Lilith


Weg war er!
"Es ist besser so Lili!" murmelte sie zu sich selbst und machte sich langsam wieder auf den Weg zu ihren geliebten kleinen Wölfen. Dara und Pina waren ihre Familie, ihre Gesellschaftsdamen, ihre Beschützer, ihre Seelentröster, ihre Freunde-einfach ihr ganzes Leben!
Sie würde wieder in ihren Wald zurückkehren und zu ihrer Familie und ihr Leben weiter leben, wie bisher. Auch wenn sie Niko anziehend fand, so war doch einfach keine Beziehung-egal welcher Art-möglich. Lilith konnte außer Tieren keine anderen Wesen berühren und das wäre selbst unter platonischen Freunden einfach unmöglich. "Er ist ist auch nur ein Mann genau wie Drago. Genau wie Drago!" versuchte sie sich einzureden und wusste doch, dass es völliger Unsinn war.
Drago war ein abartiges Monster, brutal und mitleidlos und Niko war es nicht. Natürlich, er war ein kalter Killer, aber er hatte auch eine gute Seite. Er hatte Pina vor einem elenden Schicksal bewahrt und er liebte seine Tochter sehr, würde alles für sie tun und auch würde er einem Schwächeren niemals Leid zu fügen, da war sich Lili sicher.
Aber wenn sie sich einredete, dass er genauso ein Arsch war, würde sie ihn sich vielleicht besser aus dem Kopf schlagen können.
Hinter ihr knackte ein Ast und sie fuhr herum. Normalerweise nahm sie jedes Lebewesen um sich herum sofort wahr, doch anscheinend war sie zu sehr mit ihren Gedanken beschäftigt gewesen-nein, dass konnte nicht sein, deshalb blieben ihre blieb ihr Gespür für Seelen nicht aus. Lili wappnete sich und spähte in die Dunkelheit, breitete ihre Fühler aus, doch bevor sie etwas erreichen konnte, zwang sie eine Blockade in die Knie. Ein stechender Schmerz in ihrem Kopf, der dann wieder verschwand, doch ihre mentalen Fähigkeiten blieben blockiert.
"Was für ein Wunder! Meine verlorene Tochter lebt!" sagte eine tiefe, raue Stimme und ein schwarz gewandeter Mann kam auf sie zu, als sie sich gerade wieder aufrichtete.
Ihre Augen weiteten sich. Wie hatte er sie auf einmal gefunden? "Lilith das ist doch ganz einfach! Der Fluch mit dem ich dich belegt habe! Sobald dich jemand berührt und du die Schmerzen verspürst, kann ich dich ganz leicht orten. Kannst du dir vorstellen was für Sorgen ich mir gemacht habe. Und Drago erst! Er war am Boden zerstört, als du einfach verschwunden warst. Er bat mich dich zu finden, doch der Fluch reagierte nach den ersten Malen einfach nicht mehr und wir glaubten dich für tot. Doch jetzt stehst du hier vor mir und entehrst mich." sagte ihr Vater und sah sie aus seinen schwarzen Augen an.
"Ich habe dich nie entehrt Vater! Drago tat dies, in der Nacht unserer Hochzeit und glaubtest ihm mehr denn deiner eigenen Tochter. Er hat mich brutal geschändet und behauptet ich wäre unkeusch." erklärte sie und wieder kamen die Bilder der Nacht hoch, doch sofort wurden sie ihr Schmerzhaft abgeschnitten.
"Drago ist ein ehrenhafter Mann und du hast seine Ehre verletzt, genau wie die Meine. Und dafür werde ich dich heute verstoßen!" erwiderte ihr Vater und Lili begann zu zittern, als seine Hände sich um ihre Handgelenke legten und sie mit Seilen um einen Baum banden.
Mit dem Gesicht fest an den Baum gebunden konnte sie sich nicht mehr rühren und die mentale Fessel ihres Vaters machte auch das Materialisieren unmöglich. Lilith wusste was er tun würde und begann noch heftiger zu zittern.
Ihr Kleid wurde am Rücken zerrissen, sodass er nackt da lag. Sie konnte ihren Vater nicht sehen aber das brauchte sie auch nicht. "Das Tattoo hat mich einmal geehrt. Ich war stolz, dass du deine edle Abstammung mit solchem stolz auf deinem Körper trägst, selbst wenn du in der Gestalt deiner Mutter steckst. Doch nun beschämt es mich nur noch und ich werde es dir vom Körper schälen." erklärte er ihr und sie traf der erste Schlag.
Lilith schrie vor Schmerz auf. Er benutzte seine Lieblingspeitsche, die mit den 10 Knotenriemen. Bei jedem Schlag schrie Lili, sie konnte es einfach nicht unterdrücken und die Tränen flossen über ihre Wangen, ihr Blut tränkte den Waldboden um sie herum rot.
Lange schlug er sie, verteilte die Schläge auf dem gesamten Rücken und grub seine Peitsche immer tiefer in ihre Haut. Als er endlich von ihr abließ und die Seile löste, war ihr Körper schlaff, ihre Haut am Rücken war zerfetzt und der Boden Blut getränkt.
"Jetzt bist du nicht mehr meine Tochter!" hörte sie die Stimme ihres Vaters ganz nah an ihrem Ohr und seine Nägel gruben sich in ihren geschundenen Rücken. Wieder schrie sie vor Schmerz auf.
"Wir werden uns nie wieder sehen und du wirst hier draußen weiter in Schande leben!" fügte er hinzu. Dann war seine Blockade verschwunden und er ebenfalls. Verletzt blieb sie im Wald zurück, allein, hilflos. Aber wenigstens waren Pina und Dara zuhause in ihrem großen Nest, so konnte er ihnen wenigstens nichts antun.
Als ihre Augen zufielen, spürte sie wie ihr Körper sich dematrealisierte. Sie konnte die Augen nicht wieder öffnen, spürte nur etwas Weiches unter ihrem Körper und nahm einen entfernt bekannten Geruch wahr. Eigentlich war seine Gegenwart, der letzte Ort an den sie sich selbst geschickt hätte, doch sie hatte einfach keine Kraft mehr und ihr Bewusstsein schwand..

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Samstag 2. März 2013, 22:45
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Beitrag Re: Die Karpaten
Lilith


Lilith lag in ihrem neuen Nest und die Tränen rannen schon die ganze Zeit über ihre Wangen. So schnell konnte das Glück einen wieder verlassen und niemand konnte es einem wieder geben-es war einfach verloren.
Und doch konnte sie sich nicht ganz von Nikolaj fern halten, schaffte es einfach nicht sich ganz aus seinem Leben heraus zu halten. Nein, seit gestern Abend verweilte sie in seinen Gedanken und hatte ihn-nachdem sie sich mehrere Stunden lang angesehen hatte wie er sich sinnlos voll laufen ließ-einfach ausgenockt. Verdammt, das brachte doch auch nichts! Schließlich war er zuerst gegangen und hatte sie mehr als nur einmal zurück gewiesen.
Doch auch wenn es so war, wusste Lilith das es ihre Schuld war. Sie war ungenügend-weniger noch.. Jetzt lag sie hier, starrte seit mehr als 12 Stunden in den Himmel, weinte und lauschte seinen Gedanken.
Zora hatte er noch bei Io gelassen, was in seinem Zustand auch einfach gut war. Wenn er wieder auf dem Damm war, würde seine Tochter es wieder gut bei ihm haben und er Ablenkung von all dem Mist, den sie ihm angetan hatte.
Gerade war Niko bei Liam und was er da mit seinem Oberhaupt besprach, war nicht gut-für beide nicht. Und das schlimmste war, dass Niko schon wieder am Abgrund stand und sie wusste, dass er sobald er da weg war wieder zur Flasche greifen würde. "Du verdammter Idiot! DU bist ein VAMPIR und kannst dich nicht betrinken.." murmelte sie leise vor sich hin und setzte ihm wieder einen Schock in den Kopf, der ihn wieder vollkommen außer Gefecht setzte.
Liam würde sich schon um ihn kümmern und auch wenn es Niko peinlich sein würde, war es gerade einfach die beste Lösung für ihn.
Sie wusste, dass das nicht richtig war und doch konnte sie einfach nicht anders. Lili schloss die Augen und versuchte den Schmerz in ihrer Brust zu verdrängen. Sie hatte kein Recht so zu empfinden, schließlich war sie selber Schuld an all dem.
Doch als sie eine Bewegung auf ihrem Nest spürte war sie sofort auf den Beinen und hatte ihre Gestalt gewechselt. Sie würde niemand mehr lahm legen, niemand würde ihr je wieder ihren Willen nehmen.
Vor ihr stand ihr Vater und hatte die Hände abwehrend erhoben. "Was willst du hier?" fragte sie ihn barsch und funkelte ihn an. In dieser Gestalt konnte selbst er ihr nichts anhaben.
"Bitte Lilith hör mich an bevor du mich angreifst." bat Luzifer sie und ihre Augen wurden schmal. "Warum sollte ich? Du hast mich auch nicht angehört, bevor du mir die Haut vom Rücken gepeitscht hast." hielt sie ihm entgegen und ließ Feuer in ihren Händen entstehen.
"Ich weiß! Und das tut mir schrecklich leid. Ich habe mich die letzten Wochen oft genug dafür verflucht, vor allem nach Dragos Ermordung und nachdem ich die ganze Wahrheit erfahren habe." erklärte ihr Vater ihr und sie sah ihn verwirrt an. "Drago ist ermordet worden?! Nicht dass er es nicht verdient hätte, aber wie ist dieses Glück passiert?" fragte sie ihn misstrauisch und beobachtete jede Regung ihres Vaters.
"Du weißt es nicht mehr?!" und es war keine richtige Frage, eher eine Feststellung.
"Er hat dir die Erinnerung daran genommen und er tat gut daran, dir diese Qual zu nehmen. Du bist wieder in deinen Wald zurück gekehrt, einen Tag nach dem ich dich verstieß und Dragos-entgegen meinen Befehlen-hat dir aufgelauert und deinen Leib erneut geschändet. Gott, wie ich es bereue dir nicht geglaubt zu haben, meine Tochter. Dein Gefährte kam zu deiner Rettung und nahm den Zorn seines Rates auf sich, nur um dich vor Drago zu retten. Doch er kam leider zu spät... Drago hatte dir bereits mehrere Stunden zugesetzt und als der Vampir dich endlich erreichte, konnte er nur noch deinen geschändeten Körper retten. Er brachte Drago um und nahm dich mit sich, wo dein Freund-der Tod-dich wenige Tage später fand und von Dragos Brut erlöste. Danach suchte er mich auf und berichtete mir ALLES! Und danach entschied ich, dass sich einiges ändern musste und ich gewährte dir eine sehr seltene Gnade.." erklärte Luzifer ihr und Lili spürte wie alle Kraft plötzlich aus ihrem Körper wich und sie die Gestalt ihrer Mutter verlor.
Dragos Brut? Hieß dass... Oh Gott! Und natürlich wusste Niko das Alles! "Kein Wunder, dass er mich nicht wollte und er dabei keine wirkliche Lust empfinden konnte.." murmelte sie vor sich hin und ihre Augen füllten sich mit Tränen. "Schhh.. ist ja gut, Kleines!" flüsterte ihr Vater ihr zu und seine Arme schlangen sich liebevoll-wie früher-um ihren Körper, zogen sie an sich.
"Er hat Jahrhunderte nur Brutalität erlebt und das wird sich alles einrenken, vertrau mir! Und wenn du und dein Kind nicht zu ihm zurück wollt, nehme ich dich mit nach hause!" sagte er und Lilith fuhr erschrocken hoch.
"Was willst du damit sagen? Mein Kind?" fragte sie ihn entsetzt und musterte ihn skeptisch.
"Natürlich, das kannst du noch nicht wissen.. Nachdem dein Freund bei mir wahr und mir dein Leid berichtet hatte, habe ich mich schrecklich gefühlt, weil ich meiner geliebten Tochter solch schreckliches angetan hatte und ich habe dir Fruchtbarkeit geschenkt, um wenigstens etwas wieder gut zu machen. Dein Vampir hat deinen Leib zwar geheilt, aber Dragos Missbrauch hat dich schwer verletzt und die Fehlgeburt seiner Brut noch mehr. Doch ich wollte nicht dass meine Tochter noch weiter darunter leiden musste. Als sein Samen dann vor einigen Tagen in dir floss, trug er Früchte. Und ich werde alles tun um dir und deinem Kind Schutz und Glück zu schenken. Ich will wieder gut machen, was ich dir antat. Lilith, es tut mir so schrecklich leid, was ich tat. Bitte glaub mir, dass wollte ich niemals! Komm nach Hause, dort hast du ein paar Tage Ruhe und kannst deinem Vampir dann die freudige Nachricht überbringen." erklärte ihr Vater ihr und sie konnte es einfach nicht fassen.
Schwanger?! Sie? Warum ausgerechnet jetzt? Jetzt wo sie alles kaputt gemacht hatte..
"Er wird es nicht wollen! Nikolaj hat bereits eine Tochter und ich bin nicht genügend, was ich-nachdem was du mir gerade erzählt hast-nur zu gut verstehen kann. Niemand will ein gebrauchtes und kaputtes Spielzeug haben. Ich werde mit dir gehen, vielleicht kann er dann wieder ein normales Leben führen..." murmelte sie erklärend und nahm die Hand ihres Vater, die er ihr entgegen streckte und mit einem Schnippen waren sie verschwunden...

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Mittwoch 20. März 2013, 17:50
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Beitrag Re: Die Karpaten
Nikolaj.



Langsam stieg er aus seinem schwarzen Mustang. Es gefiel ihm nicht, sein Auto so nah bei diesen widerlichen Mistkerlen abzustellen aber eigentlich würde das eine schnelle Sache sein - rein, abschlachten und wieder raus! Zuhause würde er dann wieder unter die Dusche springen und sich das Blut der Bastarde vom Körper waschen!
Es tat gut, einfach nicht nach denken zu müssen, sondern zu handeln - schließlich war er genau dazu ausgebildet worden! Er war nun mal ein brutaler und widerlicher Killer und verdammt ja, er war auch noch stolz auf seine Jahre lange Ausbildung - irgendwo! Auch wenn er für Igor nur Mittel zum Zweck gewesen war, brachte es ihm heute sein Geld und seiner Tochter ein gutes Leben.
Morgen früh, würde er seinen kleinen Engel wieder in seinen Armen halten und es war an der Zeit, das vorher ein paar dreckige Mistkerle starben.
Nikolaj genoss die freudige Erwartung die durch seine Adern rauschte und grinste als er langsam nach seiner Waffe griff. Seine Finger umklammerten den die Waffe und er schloss für einen Moment die Augen, genoss die kalte Nachtluft, bevor er auf die kleine Waldhütte zustiefelte.
Er riss die Tür auf und betrat die Hütte. "Die Party ist vorbei..", sagte er grinsend und knallte einen der 5 Vampire - die eindeutig der Gier näher waren als allem anderen - ab! Und er genoss es, wie das Blut spritzte.
"Na kommt zu Daddy - schließlich will ich hier meinen Spaß haben!", verkündete er den restlichen Idioten, die natürlich ihrer Gier so nah, sofort auf ihn los gingen. Und schneller als er den einen los wurde, hatte einer der Anderen ihm einen Dolch in die Hüfte gerammt. Der Schmerz durchfuhr ihn und war ihm jedoch völlig egal, er hatte in seiner Zeit bei Igor - durch die Hand seines Schöpfers - wesentlich schlimmere Schmerzen und Qualen erleiden müssen und im Gegensatz zu dem, was er durchmachte seit dem er Lilith verloren hatte, war der Dolch in seiner Hüfte nur ein schlechter Witz.
Er knallte einen weiteren der Typen ab, bevor er begriff, was der Typ, der seelenruhig in der Ecke stand tat.
Verdammte Scheiße! Der Typ zündete doch tatsächlich mitten im Wald eine Bombe. Noch bevor Nikolaj reagieren konnte oder den Typen los werden konnte der ihm an der Kehle hing und sein Blut wollte, ging das Scheißding hoch. Die Wucht der Explosion schleuderte ihn durch den Wald. Er knallte gegen einen Baum und spürte wie mehrere Splitter, der Fensterscheibe die direkt neben ihm gewesen war, durch seine Haut sich in sein Fleisch bohrten und sich einer seiner Klingen in seinen Oberschenkel bohrte.
Der Schmerz war widerliche und er wollte sich gerade auf die Beine stemmen als er der Vampire, der warum auch immer überlebt hatte, wieder auf ihn zu sprang und ihm den Dolch, in seiner Hand, gegen die Kehle presste.
Nikolaj grinste, bevor er den Dolch aus seinem Bein zog und ihm dem Drecksack in die Brust. "Stirb Mistkerl!", murmelte er unter Schmerzen und spürte wie der Mistkerl ihm den Dolch, mit letzter Kraft, in den Unterleib rammte. Er stöhnte auf, der Schmerz durchbohrte ihn und er schloss für einen Moment die Augen. Blut strömte aus jeder noch so kleinen Ritze seines Körper und selbst in seinem Mund sammelte sich Blut, er spuckte es aus und wollte sich auf die Beine stemmen, wollte zu seinem Wagen - dort drin befanden sich immer 2 oder 3 Blutpacks im Handschuhfach, dank Vlad!
Doch er wusste, dass er es nicht mehr zum Wagen schaffen würde. Er verlor zu schnell zu viel Blut und das letzte Mal das er getrunken hatte, war einfach viel zu lange her - Sonntag!
"Verdammte Scheiße!", fluchte er. Ja, er hatte leichtsinnig gehandelt - er hätte auf Liam hören sollen und mit Jaqen gehen sollen aber das hatte sein beschissenes Ego nicht zu gelassen. Er hatte Schmerz gewollt aber den Tod!? Er wollte Lilith nicht allein lassen, wollte nicht das sein Kind allein aufwuchs und Zora ohne ihren Daddy Erwachsen werden musste!
SEINE KINDER durften doch nicht einfach ohne ihn erwachsen werden! Er wollte doch für sie da sein, sich um die Beiden kümmern und Lilith.. Nein, er durfte hier doch nicht einfach sterben - doch!
Er würde jetzt hier sterben - in diesem beschissenen Wald, weil er einfach nicht auf sein Oberhaupt - seinen "Bruder" - hören hatte wollen!
"Es tut mir so leid.. Lilith, pass gut auf dich und den kleinen Engel auf - kümmer dich um unsere beiden Kleinen!", murmelte er und schloss die Augen. Der Schmerz raubte ihm langsam aber sicher die Kraft, schwächte seine Sinne und stumpfte sie ab.
"Ich liebe euch.. meine kleinen Engel, Lilith!", hauchte er vor sich hin, mit dem letzten klaren Gedanken den er fassen konnte und dann wurde es vor seinen Augen schwarz...

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Donnerstag 21. März 2013, 21:34
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Beitrag Re: Die Karpaten
Lilith


Sie würde zu spät kommen, verdammt sie war einfach zu langsam-hatte einfach zu lange gewartet und darauf vertraut, dass er das allein schaffte. Doch verdammt dass hatte er dieses eine Mal nicht, dieses Mal war er einfach zu leichtsinnig gewesen.
Ihr Vater ging neben ihr und sie erreichten den Ort des Geschehens. Sofort kniete Lilith neben ihm nieder. Verdammt, er sah so schrecklich aus und dass war alles ihre Schuld. "Es tut mir so leid.. Lilith, pass gut auf dich und den kleinen Engel auf - kümmer dich um unsere beiden Kleinen!", murmelte Nikolaj und schloss die Augen. Er schien sie gar nicht mehr wahr zu nehmen, so stark waren seine Schmerzen.
"Ich liebe euch.. meine kleinen Engel, Lilith!", hauchte er vor sich hin und Lilith liefen die Tränen über sie Wangen. Sie wollte ihn heilen, doch ihr Vater hielt sie zurück. Wütend sah sie ihn an!
"Du darfst deine Kräfte, während der Schwangerschaft nicht einsetzen! Das weißt du doch Liebes. Wir nehmen ihn mit und unsere Heiler werden ihn versorgen, sie können das genauso gut wie du. Vertrau mir, ich lass nicht zu, dass er stirbt!" erklärte Luzifer ihr und legte seine Hand an ihre Schulter.
Lili strich Nikolaj sanft über die Wange. "Ich rette dich, Liebster.." hauchte sie ihm zu und zog ihn an sich, bevor ihr Vater sie und Niko mit sich nahm...

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Donnerstag 21. März 2013, 21:57
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Beitrag Re: Die Karpaten
Conan.



Verdammte Scheiße! Fast 7 Tage war es jetzt her und noch immer suchte er nach Resa! Das konnte doch nicht wahr sein.. Er wusste, was es bedeuten würde, wenn irgendwer herausbekam, dass sie wieder der Blutgier verfallen war.. Dieses Mal würde selbst Liam keine Gnade walten lassen können - er musste sie, schon allein wegen Fenrir, finden und beschützen! Conan hatte lange mit Liam gesprochen, bevor er nach Resa suchen gegangen war - er hatte sich von Liam das Versprechen geben lassen, dass er solange wie möglich die Füße still hielt und ihn versuchte das Regeln zu lassen. Aber Conan wusste auch, wie hoch die Gefahr war das Resa nun endgültig verfallen war und er einfach keine Chance hatte, seine geliebte Frau zurück zubekommen. Auch wenn zwischen ihnen nicht alles perfekt gelaufen war und er sich in den letzten Wochen seit der Geburt seines Sohnes einen Scheiß um die Beiden gekümmert hatte und er wusste, dass er verdammt nochmal daran Schuld war, dass seine Frau der Gier so nah war. Und ihrer Spur zu folge, war sie der Gier näher als allem anderen..
Für einen Moment schloss er die Augen und sog den Blutduft der in der Luft lag tief in seine Lungen.
Er roch Resa, ganz deutlich... Sie war irgendwo hier in der Nähe, er musste jetzt vorsichtig sein, wenn er nicht als ihre nächste Mahlzeit enden wollte! Conan hasste sich dafür, dass er sie so vernachlässigt hatte und das sie seinetwegen so leiden musste!
Und dann sah er sie, sie saß auf dem Boden und hatte die Augen geschlossen, dass hieß sie hatte ihn noch nicht wahrgenommen aber man sah ihr die Zeichen der Gier schon viel zu deutlich an. Langsam, vorsichtig, trat er auf sie zu und schloss für einen Moment die Augen und straffte dann die Schultern. Er hatte nur diese eine Chance..
"Resa..", sagte er leise und ging in etwas Abstand, von ihr, auf die Knie.
Als er sie wieder ansah blickte er in tiefrote Augen und wusste nicht mal, ob sie ihn wirklich erkannte oder ob sie einfach nur Beute in ihm sah.
"Resa, Engel.. Sieh mich an! Ich bins..", sagte er leise und streckte die Hand nach ihr aus, er hoffte einfach dass Resa ihn erkannte - sie musste ihn sehen und nicht nur das Blut, das durch seine Adern floss..

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Sonntag 5. Mai 2013, 21:00
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Beitrag Re: Die Karpaten
Resa


Resa ließ sich an dem Baum herunter gleiten und spürte kurz darauf den Waldboden unter sich.
Immer wieder sprang ihr Zustand hin und her, immer wieder versuchte sie nach Hause zu kommen, doch sie schaffte es nicht.. Wenn sie gerade wieder klar war im Kopf war und auf dem Weg Richtung Brasov war, übermannte sie die alte Gier wieder und sie fand sich irgendwo anders wieder.
Resa schloss gequält die Augen. Sie würde nie wieder nach hause kommen und selbst wenn, würde dort nur der Tod auf sie warten. Auch wenn Liam viel lockerer und gütiger war, würde er keine andere Wahl haben als ihr das Leben zu nehmen. Sie dachte an Fenrir und an Con - ihre kleine Familie! Niemals hätte sie sie verlassen dürfen, sie hätte einfach weiter hungern müssen und es aushalten müssen, bis sie mit Con alles geklärt hätte.
Doch dass hatte sie nicht und nun hatte sie nicht nur ihre Familie enttäuscht und verraten, sondern auch ihre Birgen und den Rat..
Eine vertraute Stimme erklang ganz in der Nähe und Resa stöhnte innerlich auf. "Resa..", sagte er leise und ging in etwas Abstand, von ihr, auf die Knie.
Langsam öffnete Resa die Augen. Er sah sie nicht an und sie wusste dass ihre Augen blutrot wagen. Und dann richtete sich sein Blick doch auf sie und er starrte sie an. So hatte er sie das letzte Mal auch gefunden und nun musste er sie schon wieder so sehen..
"Resa, Engel.. Sieh mich an! Ich bins..", sagte er leise und streckte die Hand nach ihr aus. Verdammt, wenn jetzt die Gier zurück käme würde sie Con auch noch verletzen müssen.
"Con geh weg! Komm nicht näher, bitte, ich habe mich nicht unter Kontrolle. Gerade geht es, aber im nächsten Augenblick bin ich wieder eine Bestie. Bitte ich will dich nicht verletzen.. dass wäre das Schlimmste, wenn ich dir und Fenrir auch noch etwas an täte.." flüsterte sie mit rauer Stimme. Ihre Stimme war nicht mehr wirklich die Ihre und sie wusste, dass sie sich enorm verändert hatte.
Sie war wieder das Monster von früher...

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Sonntag 5. Mai 2013, 22:16
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Beitrag Re: Die Karpaten
Conan.


"Con geh weg! Komm nicht näher, bitte, ich habe mich nicht unter Kontrolle. Gerade geht es, aber im nächsten Augenblick bin ich wieder eine Bestie. Bitte ich will dich nicht verletzen.. dass wäre das Schlimmste, wenn ich dir und Fenrir auch noch etwas an täte.." flüsterte sie mit rauer Stimme. Conan schüttelte den Kopf und rutschte noch ein Stück zu ihr. Sanft nahm er ihre Hand und strich zärtlich darüber.
"Engel.. vertrau mir, wir schaffen das, aber du musst jetzt einfach mit mir mitkommen.. Keine Sorge, der Kleine ist in Sicherheit.. und ich trage daran ja wohl genauso viel Schuld wie du! Lass mich das mit dir durchstehen!", sagte er leise und erhob sich, half ihr auf die Beine.
Es würde ein qualvoller Tod werden, wenn sie ihn biss, schon allein, weil der Dämon in seiner Brust sich dagegen stemmen würde und es für ihn dadurch umso schmerzhafter werden würde! Aber er war daran genauso Schuld wie Resa und er durfte sie jetzt einfach nicht im Stich lassen.
Sein Sohn war im Schloss, bei seiner Stiefmutter und seiner Halbschwester, die sich rührend um ihn kümmerten. Im Grunde waren die Beiden auch die einzigen, denen er seinen Sohn anvertraut hätte.. Erst hatte er ja an Flo gedacht und dann hatte er daran gedacht, wie es ihr gehen würde, wenn sie erfuhr was mit Resa war und bei Liam war ihm der Gedanke daran gleich wieder vergangen - sein Sohn würde ganz sicher keinen Tag bei diesem Typen verbringen, wenn er es vermeiden konnte!
Für einen Moment schloss er die Augen und zog Resa sanft an sich und küsste ihre Stirn. "Wir schaffen das, gemeinsam - irgendwie..", sagte er leise und hob sie sanft hoch!
Er würde sie nach Hause bringen und er würde ihr helfen, helfen damit klar zu kommen und zu vergessen - sie würden das irgendwie gemeinsam schaffen!

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Sonntag 5. Mai 2013, 22:41
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