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 Die Karpaten 
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Luna
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Beitrag Re: Die Karpaten
Der Brief lag immer noch zwischen ihren zitternden Fingern und ihre Tränen tropften darauf. Seine Worte taten weh, aber sie wusste das ihr Schmerz nichts gegen seinen war. Sie hatte ihm das Herz gebrochen und das war nicht wieder gut zu machen. Laurina hatte ihm versprochen immer bei ihm zu sein und dass hatte sie gebrochen.
Langsam erhob sie sich und entließ den Vogeldämon, den Brief steckte sie in ihre Manteltasche. Rasch löschte sie das Feuer und verwischte ihre Spuren.
Es waren nur 2 Tage gewesen und eigentlich hatte Argonath von einem längeren Zeitraum gesprochen, doch sie konnte nicht noch länger fort bleiben. Ihre Kinder brauchten sie, sie hatte ihnen gegenüber eine Verantwortung-auch wenn sie ihren geliebten Mann verloren hatte.
Sie war daran selber schuld und sie würde keine Vorwürfe machen. Nein, sie würde ihn frei geben und hoffen dass er eine Frau fand, die ihm eine gute Ehefrau war und sich nicht einfach verpisste. Laurina schluckte die Tränen und den Schmerz herunter, ihre Kinder brauchten sie und sie durfte ihnen nicht zeigen, wie schlecht es ihr damit ging-und auch Kyriel nicht. Er würde frei sein und sie würde sich damit abfinden...
Rasch schwang sie sich auf Alastors Rücken und ließ ihn nach hause laufen..

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Freitag 1. Februar 2013, 16:24
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Beitrag Re: Die Karpaten
Lilith


Lilith rannte durch den Wald, indem sie lebte-schon seit so langer Zeit und rief nach ihren Wölfen. Verdammt, die Beiden blieben nie so lange weg, niemals und jetzt waren sie eine Nacht und einen ganzen Tag weggeblieben. Irgendwas war passiert, das konnte sie spüren und sie musste sie finden-waren sie doch alles was sie noch hatte.
Schon einige Male war sie in die Luft gestiegen seit es dunkel war und hatte versucht etwas aus der Luft zu sehen, doch auch das hatte nichts gebracht. Nicht zuletzt, weil sie im Dunkeln kaum etwas sehen konnte.
Jetzt rannte sie wieder über den kalten Waldboden-barfuß! Sie hatte nie Schuhe an, sie besaß seit ihrer Flucht einfach keine mehr und wahrscheinlich hätte sie auch ein neues Kleid gebraucht, aber hier draußen sah es niemand und sie störte sich nicht daran, dass es am Rock zerrissen war. Aber sie musste jetzt unbedingt Dara und Pina finden, sonst würde sie noch durchdrehen vor Sorge.
Als sie wieder zu rufen begann, hörte sie den Ruf von Dara, er klang ängstlich und gequält. Oh Gott, sie hatte es gewusst einem von ihnen war etwas passiert und die Andere beschützte sie.
Lili rannte schneller und sah ihre beiden Lieblinge an einem kleinen Bach. Dara saß neben einem großen Mann und heulte immer wieder kurz auf, wahrscheinlich weil sie Lilith Rufe gehört hatte und Pina lag flach auf der Erde, ihr Hinterlauf war in einer Schlinge gefangen und blutete. Der Mann versuchte sie zu befreien und sie winselte leise.
Sofort rannte sie den kleinen Abhang hinunter, sie durfte jetzt nicht an das menschliche Wesen denken, Pina brauchte sie und sie musste alles Andere jetzt einfach verdrängen.
Als sie bei ihren beiden Kleinen ankam wurde Dara ganz aufgeregt und plapperte los, doch Lili ignorierte sie einen Moment, sie würde sich das Alles später in Ruhe anhören.
Neben Pinas Kopf ging sie auf die Knie und strich ihrer Wölfin sanft durchs Fell. "Ist gut Süße, halt still dann bist du gleich frei!" murmelte sie der Wölfin leise zu.
"Danke! Danke dass Ihr meiner Kleinen helft." sagte Lili an den Mann gewand und beobachtete wie er sie von der Wildfalle befreie..

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Samstag 2. März 2013, 10:35
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Beitrag Re: Die Karpaten
Nikolaj.


Nikolaj ging auf die Knie und beugte sich über die kleine, schwarze Wolfsdämonin, die vor ihm winselnd auf dem Boden lag. Eigentlich hatte er nur schnell wieder zu der kleinen Pension gewollt, bei der er sich vor 2 Tagen eingemietet hatte, nun wo sein Auftrag endlich erfüllt war und er seinem Oberhaupt Bericht über den toten Vampir abliefern konnte.
Doch das schmerz gequälte Winseln der kleinen, schwarzen Wölfin hatte ihn förmlich dazu gezwungen, hier zu Boden zu gehen. Vorsichtig drückte er sein Knie auf ihr Bein, um sie zum Still liegen zu bewegen, bevor er versuchte die Schlinge zu lockern.
Durch den Wald kam eine Frau, relativ jung, nicht reinmenschlich, auf ihn zugerannt und ging neben dem Kopf der schwarzen Wölfin auf die Knie und strich ihrer Wölfin sanft durchs Fell. "Ist gut Süße, halt still dann bist du gleich frei!" murmelte sie der Wölfin leise zu. "Danke! Danke dass Ihr meiner Kleinen helft." sagte sie leise.
Vorsichtig, um der kleinen Wölfin nicht noch mehr weh zutun, allein der Draht tat das auch schon, wenn sie sich nicht weiter. Nikolaj drückte fester mit dem Knie auf ihr Bein und riss dann den Draht auf, lockerte ihn soweit dass er ihn ihr problemlos - ohne ihr weiteren Schmerz zuzufügen - vom Fuß lösen konnte. Kaum das er den Draht von ihrem Bein gelöst hatte, nahm er das Knie von ihrem Bein. Liebevoll strich er der kleinen über die Flanken.
"Gut gemacht, Schönheit!", sagte Nikolaj leise. Doch als er der kleinen Wölfin gerade die Wunden und den Schmerzen nehmen wollte, wollte die junge Frau - ihrem Geruch nach zu urteilen ein Engel - sie gerade hochheben. Nikolaj griff dazwischen und streifte dabei ihre linke Hand, sofort zuckte die junge Frau zurück. "Verzeihung! Aber wartet einen Moment, ich werde ihr den Schmerz nehmen und dann müsst ihr sie nicht tragen..", sagte er ruhig, vorsichtig und besänftigend als er sah, wie sie ihn musterte.
Er legte die Hand über ihren verletzen Knöchel und heilte ihre Wunde, ihre Bein umfing ein zartes, weißes Licht und man konnte gut sehen, wie sich von Sekunde zu Sekunde die Wunden verschlossen und die kleine Wölfin sich entspannte, weil er Schmerz aus ihrem Bein wisch.
"So ist gut, Kleines!", sagte er und kraulte, mit der freien Hand, ihren Hals, ihren Kehle. Als ihr Knöchel wieder heil war, half er ihr wieder auf die Beine und sofort wedelte sie freudig mit ihrem Schwanz.
Langsam richtete er sich wieder auf. Auch wenn er eigentlich hier hergekommen war, um zu töten, würde er ganz sicher nicht dabei zugucken, wie sie der kleinen Wölfin - wenn die Männer, die die Falle gelegt hatten, wiederkamen - das Fell über die Ohren zogen...
Als er gerade nach seinem Mantel greifen wollte, wollte die junge Frau sich bei ihm bedanken! "Keine Ursache! Es wäre barbarisch gewesen, sie hier liegen zu lassen obwohl ich ziemlich sicher weiß, was mit ihr passiert, wenn die Typen wieder kommen, die die Falle hier ausgelegt haben..", sagte er und winkte ab. Gott, wie hätte er den seinem kleinen Mädchen wieder in die Augen sehen sollen, wenn er wüsste, dass er neben den üblichen Morden auch noch ein wehrloses Wesen auf dem Gewissen hatte?!
"Und ihr Beide, passt in Zukunft besser auf...", sagte er und strich der kleinen schwarzen Wölfin noch einmal durchs Fell...

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Samstag 2. März 2013, 11:16
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Beitrag Re: Die Karpaten
Lilith


Der Mann drückte fester mit dem Knie auf ihr Bein und riss dann den Draht auf, lockerte ihn soweit dass er ihn ihr problemlos - ohne ihr weiteren Schmerz zuzufügen - vom Fuß lösen konnte. Lilith war ihm unheimlich dankbar, dass er ihre kleine Maus gerettet hatte. Wenn sie nur daran dachte, was die Menschen mit Pina gemacht hätten stiegen Tränen in ihr auf.
Kaum hatte er den Draht von ihrem Bein gelöst, nahm er das Knie von ihrem Bein und strich er Pina liebevoll über die Flanke. Lili wuschelte ihrem Liebling durchs Fell. Pina winselte immer noch leise, sie hatte schreckliche Schmerzen und Lili würde sie jetzt ganz schnell nach hause bringen, um sie zu heilen.
"Gut gemacht, Schönheit!", sagte der Mann leise. Vorsichtig wollte Lilith Pina auf die Arme heben, die kleine brabbelte irgendwelche entschuldigen, doch sie hörte ihr nicht mehr zu, als der Mann dazwischen griff und dabei ihre linke Hand streifte. Sofort zuckte Lili zurück! Der Schmerz war schrecklich und weil sie ihn solange nicht mehr gespürt hatte, war es noch schlimmer. Er konnte nichts dafür und trotzdem entschuldigte er sich sofort.
"Verzeihung! Aber wartet einen Moment, ich werde ihr den Schmerz nehmen und dann müsst ihr sie nicht tragen..", sagte er ruhig, vorsichtig und besänftigend. Dieser Mann-auch wenn er ein Vampir war-war ein guter Mensch!
Er legte die Hand über Pinas verletzen Knöchel und heilte ihre Wunde, ihre Bein umfing ein zartes, weißes Licht und man konnte gut sehen, wie sich von Sekunde zu Sekunde die Wunden verschlossen und die kleine Wölfin sich entspannte, weil der Schmerz aus ihrem Bein wich.
Lili traten schon wieder Tränen in die Augen. Er heilte einfach so die Wunde und ihrer Kleinen ging es sofort besser.
"So ist gut, Kleines!", sagte er und kraulte, mit der freien Hand, Pinas Hals, ihre Kehle. Als ihr Knöchel wieder heil war, half er ihr wieder auf die Beine und sofort wedelte sie freudig mit ihrem Schwanz. Langsam richtete der Mann sich wieder auf.
Lilith richtete sich auch auf. Sie musste ihm einfach danken und sie wollte ihm auch für Pina danken. "Keine Ursache! Es wäre barbarisch gewesen, sie hier liegen zu lassen obwohl ich ziemlich sicher weiß, was mit ihr passiert, wenn die Typen wieder kommen, die die Falle hier ausgelegt haben..", sagte er und winkte ab.
"Lili los! Er hat mich gerettet, ich kann ihm doch nicht danke sagen.." bettelte Pina.
"Und ihr Beide, passt in Zukunft besser auf...", sagte er und strich Pina noch einmal durchs Fell... Pina sie an, schubste sie an und Lili streckte dem Mann die Hand entgegen.
"Pina möchte sich bei Euch bedanken, doch dass kann sie nur wenn ich für sie übersetze. Also, sie sagt: Vielen Dank, für Eure Hilfe! Das war sehr nett!" übersetzte Lili verlegen. Der Mann sah sie an und Lili zog langsam die Hand wieder zurück. "Verzeiht!" murmelte sie und strich ihren beiden Rabauken durchs Fell. "Auch wenn die Beiden eigentlich schon erwachsen sind, benehmen sie sich wie Kinder und bringen sich ständig in Schwierigkeiten. Ich werde besser auf sie aufpassen und tiefer mit ihnen in den Wald gehen. Ich danke Euch, dass Ihr Euch um Pina gekümmert habt. Wenn es irgendetwas gibt, wie ich es Euch vergelten kann sagt es nur.." bot sie an und überlegte gleichzeitig, fieberhaft, wie weit sie wohl noch in die Wälder gehen musste, damit niemand sie mehr fand.
Es war in den letzten Jahren immer schwieriger geworden und sie hatten immer tiefer in die Wälder fliehen müssen. Bald würden sie sich wahrscheinlich nirgends mehr verstecken können, was nicht nur für Pina und Dara gefährlich war, sondern auch für Lilith selbst.
Sie musterte den Mann und seine Kleider. Noch nie hatte sie solche Kleidung gesehen und auch das Teil in seinem Gesicht war eigenartig, diente aber offensichtlich dem Schutz seiner Augen-die schrecklich empfindlich waren, wie Lili deutlich spüren konnte. Man hatte ihm die Augen vollkommen kaputt gemacht, sodass er kein Licht mehr vertrug. Vielleicht konnte sie ihm so danken?! Vielleicht konnte sie seine Augen mit ihrer Gabe dauerhaft vor dem Licht schützen..
"Eure Augen sind krank!" sagte sie vorsichtig und versuchte sie durch das Ding zu erspähen. "Ich könnte sie für Euch schützen, dann braucht Ihr dieses eigenartige Ding dort nicht mehr.." bot sie ihre Hilfe an und streckte ihre Hand vor ihm aus. Sie konnte die Elemente und die Natur kontrollieren und sie konnte das Licht um seine Augen einfach abschirmen, sodass sie für immer im Dunkeln lagen und er wieder richtig sehen könnte..

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Samstag 2. März 2013, 12:03
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Beitrag Re: Die Karpaten
Nikolaj.



"Auch wenn die Beiden eigentlich schon erwachsen sind, benehmen sie sich wie Kinder und bringen sich ständig in Schwierigkeiten. Ich werde besser auf sie aufpassen und tiefer mit ihnen in den Wald gehen. Ich danke Euch, dass Ihr Euch um Pina gekümmert habt. Wenn es irgendetwas gibt, wie ich es Euch vergelten kann sagt es nur.." bot sie an und Nikloaj schüttelte den Kopf. "Macht Euch, meinetwegen keine Umstände...", sagte er und schüttelte den Kopf als er sah, wie sie ihn musterte.
Er hielt einen gesunden Abstand, wie immer. Er kam nicht mal seiner eigenen Rasse all zu nah, es sei den es war seine Tochter oder gewisse andere Frauen.. Aber das hier, hätte eigentlich gar nicht passieren dürfen und war eine sinnlose Zeitverzögerung.
Nun hatte er schon viert Tage hier oben vertrottelt und er hatte eigentlich keine Zeit mehr hierum zu bummeln. Nein, er musste endlich seinen Bericht abliefern und dann wollte er einfach nur noch ins Bett und seinen Samstagabend-Termin, den er immer hatte, wenn sein kleines Mädchen nicht da war!
"Eure Augen sind krank!", sagte sie vorsichtig und Nikolaj verzog eine Augenbraue. Was wurde das jetzt, Medizin-Stunde?! Wenn sie heilbaren wären, hätte er seine Augen schon lange selbst geheilt. Er hatte sich selbst schon in Tanjas Hände begeben, in der Hoffnung, sie könnte es wenigstens besser machen. Doch das einzige, was sie verbessern hatte können, war das er überhaupt noch irgendwas sah. Und doch, konnte er im Sonnenlicht seine Augen vergessen - dort, war er dann vollkommen auf sein Gehör und sein Vampirsinne angewiesen, ohne die, wäre er wahrscheinlich schon lange durchgedreht. "Ich könnte sie für Euch schützen, dann braucht Ihr dieses eigenartige Ding dort nicht mehr.." bot sie ihre Hilfe an und streckte ihre Hand vor ihm aus.
Nikolaj schüttelte den Kopf. "Man lernt damit zu leben..", sagte er leise und schloss für einen Moment die Augen. Er würde sich ganz sicher nicht in ihre Hände begeben! Er war einmal dumm genug gewesen, einem "Menschen" zu vertrauen und dass hatte ihm die ganze Scheiße hier überhaupt erst eingebrockt.
"..macht Euch mal keinen Kopf. Es hätte Menschen gegeben, die hätten es mir sehr übel genommen, hätte ich sie hier einfach liegen lassen..", sagte er leise und zog sich seinen Mantel über. Er musste endlich gehen!
Er war schon viel zu lange hier, gerade wenn er Morgen wirklich seinen kleinen Engel für ein paar Stunden beschäftigen wollte, aber so wie er gerade aussah und sich fühlte, würde er das nicht schaffen.
"Verzeiht mir, Mademoiselle, aber ich muss..", sagte er und verneigte sich vor ihr, so wie er es vor Jahrhunderten gelernt hatte....

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Samstag 2. März 2013, 13:05
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Beitrag Re: Die Karpaten
Lilith


Er schüttelte den Kopf. "Man lernt damit zu leben..", sagte er leise. Vermutlich waren seine Augen schon sehr lange so krank und er hatte einfach gelernt damit umzugehen. Doch wenn sich nicht bald jemand darum kümmerte, würde er wahrscheinlich bald gar nichts mehr sehen können.
"Ihr werdet bald vollständig erblinden, Herr, vielleicht sucht Ihr einen qualifizierteren Heiler auf als mich. Und trotzdem gilt mein Wort: Solltet Ihr je etwas brauchen, ich stehe in Eurer Schuld und ich stehe Euch zur Verfügung.." erklärte sie ihm ruhig. Sie musste verrückt geworden sein.. Wenn sie ihm nur noch einmal zu nahe kommen und ihn berühren würde, würde sie von den Schmerzen wahrscheinlich zu Boden gerissen werden. Und trotzdem, sie stand in seiner Schuld weil er ihre kleine Maus gerettet hatte und sie wollte in niemandes Schuld stehen.
"..macht Euch mal keinen Kopf. Es hätte Menschen gegeben, die hätten es mir sehr übel genommen, hätte ich sie hier einfach liegen lassen..", sagte er leise und zog sich seinen Mantel über.
"Ihr seid ein guter Mensch!" sagte sie und schenkte ihm ein dankbares Lächeln. "Lili ist verliebt! Lili ist verliebt! Lili ist verliebt!" sangen die beiden Rabauken und Lilith wurde knall rot. "Halten den Mund ihr kleinen Quälgeister und seht zu dass ihr nach hause kommt, bevor ich euch erwische.." schalte sie die Beiden, doch sie tollten einfach nur weiter um sie herum. "Mistfiecher!" dachte sie boshaft, lächelte aber liebevoll als die Beiden bei diesem Gedanken von ihr tot umfielen.
"Sie sind unmöglich, bitte verzeiht.." sagte sie an den Mann gewand und verneigte sich. Dafür das sie seit Ewigkeiten keinem menschlichen Wesen mehr begegnet war, machte sie ihre Sache doch eigentlich ganz gut...
"Verzeiht mir, Mademoiselle, aber ich muss..", sagte der Mann plötzlich und verneigte sich vor ihr. Französisch? Er sieht gar nicht aus wie ein Franzose, aber wahrscheinlich hatte sich in der Welt da draußen viel verändert und Franzosen hatten es tatsächlich geschafft endlich Männer zu werden.
"Lebt wohl.." sagte Lili lächelnd und wandte sich dann um. "Kommt ihr Chaoten!" rief sie den vierbeinigen Monstern zu und rannte neben ihnen her, verschwand im Wald. Dieser Fremde hatte ihre Maus gerettet und sie war ihm was schuldig, aber eigentlich hoffte sie ihn nie wieder sehen zu müssen, denn das konnte gefährlich werden-verdammt gefährlich.
Und auch wenn sie Dara und Pina gerade dafür getadelt hatte, hatte ihre Behauptung doch etwas wahres gehabt. "Verdammt, Lili du bist doch verrückt. Mit nur einer Berührung könnte er dich in die Knie zwingen und das nicht mal beabsichtigt, also schlag ihn dir sofort aus dem Kopf!" schalte sie sich selbst und lief weiter. Sie würde heute Nacht ein neues Nest bauen müssen und damit hatte sie genug zu tun. Doch natürlich hörte sie nicht auf sich und folgte seiner Spur trotzdem mit ihrem feinen Ortungsgespür...

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Samstag 2. März 2013, 14:42
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Beitrag Re: Die Karpaten
Nikolaj.


Einen Augenblick lang sah er der Kleinen nach. Irgendetwas schien sie zu beschäftigen und noch schlimmer, wahrscheinlich versteckte Sie sich hier im Wald vor irgendwem und doch, sollte es ihm im Grunde egal sein, was die Kleine hier machte. Nikolaj hatte seine Mission erfüllt und er konnte endlich wieder nach Hause und zurück, zurück zu seiner Tochter, seinem Auto und seinem heißgeliebten Tabak! Hätte er gewusst, dass er hier solange verbringen würde, hätte er sich mehr eingesteckt doch er hatte gehofft schneller zu sein und hatte nur einen kleinen Teil seines Tabaks mit sich genommen, der Rest lag in der Pension und in seinem Haus. Und obwohl es ihm egal sein sollte, was die junge Frau hier trieb, machte er - ausgerechnet er - sich Gedanken um die Kleine.
Es war nicht gut, sie hier allein zu lassen - ganz sicher nicht - aber er würde ganz sicher nicht ihr Kindermädchen spielen und sie hier wegbringen, wahrscheinlich würde sie nicht mal mit ihm mit gehen! Aber ob ihr klar war, je tiefer sie in den Wald ging, dass er nur noch gefährlicher wurde!?
Ach verdammt! Wenn er sie hier zurück ließ, würde er wahrscheinlich nicht nur sie auf dem Gewissen haben, sondern auch die beiden Wölfe - wovon er einen gerade erst gerettet hatte. Aber nein! Er hatte keine Zeit ihr nach zu laufen oder sich um sie zu kümmern...
"Solltest du je Hilfe brauchen, such nach mir! Und lauf nicht zu tief in den Wald, krasota! Er ist gefährlich..", ließ er seine Gedanken zu ihr schweifen und gab ihr somit die Chance, ihn zu finden und gab einen großen Teil seines Schutzes auf. "Ach und ... nein, ich bin kein Guter Mensch - alles aber das ganz sicher nicht! Mörder sind niemals gute Menschen!", fügte er seinen ersten Worten hinzu und hoffte, dass es für sie genug Abschreckung sein würde, WEIT WEIT WEG von ihm zu bleiben - so wie es gut für sie wäre! Gott, er sollte der Kleinen nicht die Chance geben, ihm zu folgen - alles aber nicht das! Er schüttelte den Kopf und schloss für einen Moment die Augen.
Er hatte es ja immer gewusst, dass sein Augenlicht irgendwann nicht mehr sein würde und doch, hatte er gehofft, dass er wenigstens seine Tochter aufwachsen sehen durfte.. Das es wenigstens solange dauern würde, bis sie Erwachsen war und eine Frau - nicht mehr auf ihn und seinen Schutz angewiesen! Aber eigentlich hätte er es doch besser wissen müssen, wann funktionierte schon mal etwas so, wie er es gerne hätte....
Verdammt, er musste sich aus diesen Gedanken losreißen, es würde ja doch nichts ändern, wenn er sich jetzt darüber den Kopf zerbrach. Irgendwie würde es schon einen Weg geben, dass er sein kleines Mädchen trotzdem aufwachsen sah und wenn er eben in den Köpfen seiner Mitmenschen lesen musste, nur um ihr Gesicht zu sehen.
Und dann blickte er noch einmal in die Richtung, in die sie verschwunden war bevor er sich auf seinen eigenen Rückweg begab, den er schon vor Stunden - nein, Tagen - hätte antreten müssen...!

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Samstag 2. März 2013, 16:27
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Beitrag Re: Die Karpaten
Lilith


Lilith lief weiter durch den Wald, aber nicht ohne ihn zu verfolgen-zumindest mit ihren Sinnen. Gott, dass konnte doch nicht wirklich ihr Ernst sein, kein Wunder das ihre Wölfe sie schon verhöhnen.
"Lili dann geh doch zu ihm zurück, davon das du ihn beschattest wird es auch nicht besser." sagte Dara und hielt sie an. "Du hast doch keine Ahnung Dara. Was soll ich ihm denn sagen? Hallo du schöner Blonder, ich glaube ich habe mich in dich verguckt? Das klingt ja selbst für euch lächerlich und das will schon was heißen. Und mal ganz davon ab, könnte ich ihn ja nicht mal berühren ohne um zu fallen. Nein, Schluss damit jetzt!" sagte sie laut und drängte sich an Dara vorbei.
"Wenn du dich zusammen reißen würdest könntest du die Schläge doch einfach ignorieren.." meinte Pina und Lili verdrehte die Augen.
Nein, sie konnte keinen Kontakt zu menschlichen Wesen haben und damit hatte sie bis jetzt ganz gut leben können und das würde sie auch weiterhin. Der Fluch würde sich niemals auflösen und sie würde einfach damit leben müssen.
"Solltest du je Hilfe brauchen, such nach mir! Und lauf nicht zu tief in den Wald, krasota! Er ist gefährlich..", richteten sich die Gedanken des Fremden plötzlich direkt auf sie. Gott, das hatte außer ihrem Vater noch keiner gewagt. Er war wirklich mutig oder dumm. Und sein Russisch war echt gut, also doch kein Franzose, aber ein Sprachgenie. Das Schönheit, hätte er sich allerdings sparen können. Nein, hätte er nicht, ihr Herz flatterte wie die Flügel eines Kolibris als er das sagte. "Ach und ... nein, ich bin kein Guter Mensch - alles aber das ganz sicher nicht! Mörder sind niemals gute Menschen!", fügte er seinen ersten Worten hinzu und sie lachte leise.
Ja, sie hatte diese Seite in seinen Gedanken schon gesehen, aber er hatte ein gutes Herz und das machte diese schlechte Eigenschaft wieder wett. Außerdem kannte sie genug Killer und wusste das sie zahm wie Kätzchen sein konnten, wenn man ihnen das Richtige vor die Nase setzte und bei ihm scheinen das wehrlose Tiere zu sein, was sie nur befürworten konnte.
"Macht Euch um mich mal keine Gedanken.." ließ sie ihn wissen und lachte wieder. Heimlich beobachtete sie seine Gedanken weiter, allerdings wünschte sie sich schnell, sie hätte es nicht getan denn sie machten sie schrecklich traurig und Tränen füllten ihre Augen. Gott, er hatte eine kleine Tochter und er wünschte sich sie aufwachsen zu SEHEN, wie jeder Vater-wie alle Eltern! Sie konnte ihn nicht einfach so seinem Leichtsinn überlassen, nicht wenn seine kleine Tochter auch davon betroffen wäre. "Erschreckt Euch nicht!" ließ sie ihn wissen und matrealisierte sich direkt vor ihn. Das war vielleicht nicht die beste Methode aber manche musste man einfach zu ihrem Glück zwingen.
Lilith sog das Licht um ihn herum ab und nahm ihm dieses Ding von der Nase. Alle Anderen würden ihn weiterhin so sehen können wie bisher, aber für ihn gab es nun kein Licht mehr was seine Augen zerstörte..
"Macht die Augen auf, es schmerzt Euch jetzt nicht mehr!" erklärte sie ihm und breitete vorsichtshalber ihre Schwingen aus um sich auf Abstand vor ihm zu bringen. Vampire waren nicht immer ganz einfach, aber auch sie waren Lebewesen, die es zu schützen galt..

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Samstag 2. März 2013, 17:41
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Beitrag Re: Die Karpaten
Nikolaj.



"Erschreckt Euch nicht!" ließ sie ihn wissen und matrealisierte sich direkt vor ihn. Einen Moment zog er die Augenbrauen zusammen, Moment mal ... das konnten nur mächtige Engel - verdammt mächtige Engel aber warum versteckte sie sich dann hier im Wald!?
Sie griff nach seiner Sonnenbrille und setze sie ihm ab, fast automatisch schloss er die Augen. So wie er es eigentlich schon immer getan hatte. Es gab nur verdammt wenige Menschen die seine Augenfarbe kannte, geschweige den ihm wirklich schon mal in die Augen sehen konnten. Der Einzigen, der er es selbst im hellsten Sonnenlicht nicht verwehren konnte - egal, wie schrecklich der Schmerz war -, war sein kleiner Liebling.
"Macht die Augen auf, es schmerzt Euch jetzt nicht mehr!" erklärte sie ihm und er spürte wie sie ihre Flügel ausbreitete, wahrscheinlich vorsichtshalber um sich im Notfall vor ihm zu schützen! Wenigstens achtete sie darauf, wenn sie schon so dumm war, sich ihm wieder zu nähern!
Und doch trat er vorsichtig auf sie zu, nahm ihr die Sonnenbrille aus der Hand, bevor er auch nur irgendetwas anderes tat und wandte sich von ihr ab. Und erst dann, als er sich wirklich sicher war, dass sie ihm nichts ins Gesicht sah - er hasste es, wenn er einen Menschen direkt ins Gesicht sah und Der-/Diejenige ihm, es brachte ihm seine Vergangenheit wieder in den Sinn und das, war das letzte was er wollte.
Langsam schlug er die Augen auf und auch wenn der Schmerz einfach weg war, die Bewegung seine Augen nicht mehr schmerzte oder das "Licht" das hier und da durch die Bäume fiel, so setzte er doch seine Sonnenbrille wieder auf als er sich zu ihr um drehte.
Vor ihr, neigte Nikolaj den Kopf und schloss wieder für einen Moment die Augen. "Ich danke Euch, aber hört auf mich zu Siezen! Ich glaube nicht, dass ich Eurem Stand entsprechen, Madam!", sagte er und griff vorsichtig nach ihrer Hand, schließlich hatte er nicht vor ihr Angst zu machen - obwohl, das für sie wahrscheinlich das Beste wäre -, und hauchte ihr einen Kuss auf den Handrücken - so wie er es früher einmal gelernt hatte, von Igor auch wenn... Er verbot sich jeden weiteren Gedanken daran, dass hatte jetzt keine Bedeutung!
"Mein Name ist Niko.. und ich würde Euch, Mylady, nur sehr ungern hier im Wald zurück lassen! Das hier, ist einfach kein Ort, für eine Frau - auch, wenn ich nicht glaube das ihr Euch nicht selbst schützen könnt aber..", sagte er und betrachtete einen Moment lang ihre tiefgrünen Augen, sie hatten die klare Farbe von Smaragden, bevor er lächelte.
"..es ist einfach kein Ort an dem ihr Euch herumtreiben solltet..", fügte er hinzu und fragte sich, warum er das eigentlich tat. Müsste sie ihm nicht eigentlich egal sein!? Und doch, war sie es nicht! Der Gedanke, sie hier allein zurück zu lassen, gefiel ihm absolut nicht...

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Samstag 2. März 2013, 18:31
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Beitrag Re: Die Karpaten
Lilith


Er trat vorsichtig auf sie zu, nahm ihr die Sonnenbrille aus der Hand, bevor er auch nur irgendetwas anderes tat und wandte sich von ihr ab. Lilith senkte vorsichtig den Blick, damit er sich nicht beobachtet vorkam und setzte mit den Füßen wieder auf dem Boden auf. Als er sich wieder zu ihr umwandte hatte er dennoch dieses Ding wieder auf. Wahrscheinlich war er es anders einfach nicht mehr gewohnt und fühlte sich wohler wenn ihm niemand in die Augen sehen konnte und so hielt auch Lili ihren Blick nicht direkt auf seine Augen gerichtet.
Vor ihr, neigte Nikolaj den Kopf und Lili fühlte sich an ihr Zuhause erinnert. Einst wurde sie mit Respekt behandelt, ja Ehre und nun war sie nicht mehr wert als der Dreck unter ihren nackten Füßen. Doch sie war glücklich hier, zusammen mit ihren beiden Wolfsdämonen.
"Ich danke Euch, aber hört auf mich zu Siezen! Ich glaube nicht, dass ich Eurem Stand entsprechen, Madam!", sagte er und griff vorsichtig nach ihrer Hand und hauchte ihr einen Kuss auf den Handrücken. Und sofort wurde sie von einem heftigen elektrischen Schlag getroffen. Doch Lili rührte sich nicht, ließ sich nichts anmerken und konzentrierte sich nur auf das Gefühl seiner Finger, die sich sanft um ihre geschlossen hatten. Auch wenn immer mehr und immer heftigere Schläge auf sie niedersausten, blieb sie still stehen und zog auch ihre Hand nicht zurück.
Nein, seine Finger auf ihrer Haut fühlten sich so gut an und dafür würde sie die Schmerzen hundert Jahre lang ertragen.
"Wahrscheinlich seid Ihr von weit aus höherem Stand als ich. Also macht Euch bitte darum keine Gedanken. Es freut mich, dass ich Euch helfen konnte mein Herr!" sagte sie und entzog ihm nun doch ihre Hand, weil der Schmerz einfach zu stark wurde. Doch sie achtete darauf, dass sie keine Form verletzte und es ganz beiläufig aussah. Niemals durfte jemand davon erfahren und sie musste sich einfach besser fern halten von menschlichen Wesen.
"Mein Name ist Niko.. und ich würde Euch, Mylady, nur sehr ungern hier im Wald zurück lassen! Das hier, ist einfach kein Ort, für eine Frau - auch, wenn ich nicht glaube das ihr Euch nicht selbst schützen könnt aber..", sagte er und Lili spürte seinen Blick auf sich und sah wie er lächelte. Sein Lächeln war unglaublich schön und verlieh seinen harten Zügen für einen Augenblick etwas warmes.
"..es ist einfach kein Ort an dem ihr Euch herumtreiben solltet..", fügte er hinzu, doch Lili schüttelte den Kopf. "Mein Herr, ich kann den Wald nicht einfach verlassen. Pina und Dara brauchen mich und außerdem lebe ich schon viel zu lange hier. Macht Euch keine Sorgen, dass ist wirklich nicht nötig." versuchte sie ihm höflich auszuweichen.
Nicht auszudenken, was passieren würde wenn sie den Wald verließ und noch mehr menschliche Wesen um sie herum waren, die sie berührten. Nein, dass ging einfach nicht! Der Wald war jetzt ihre Heimat und dass würde er auch bleiben..

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Samstag 2. März 2013, 19:51
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