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 Brasov! 
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Luna
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Beitrag Re: Brasov!
Raja!


Thursen fuhr mit ihr nach Brasov, irgendwann blieb er in einer kleinen Seitenstraße stehen und half ihr beim Aussteigen. "Keine Angst, es werden heute Abend keine Menschen in der Nähe sein und du kannst dich entspannen und leben!", sagte er sanft, schob eine Hand in seine Hosentasche und die andere legte er um sie. Dann führte er sie an dem Türsteher vorbei in das Innere der Bar. Er redete kurz mit der Frau hinter dem Tressen und drückte ihr ein wenig später ein Glas in die Hand, die Flüssigkeit war blutrot und genau das war es auch - Blut.
Er stieß mit ihr an und beide tranken einen Schluck. Ganz im Gegensatz zu dem was sie von Laurina "bekam", war dies noch war und definitiv nicht aus einer Konserve. Sie versuchte ihn an zu lächeln, es war schön hier und er war bei ihr, sie war froh dass er da war! Sie trat ein Stück von ihm weg, wollte sich umschauen und griff vorsichtig nach seiner Hand, hielt sie fest. Das Lächeln auf ihren Lippen wurde natürlicher, ganz anders als sonst. Es war seltener geworden dass sie lächelte seit dem sie das Haus des Professors verlassen hatte, doch seit dem sie Thursen kannte und die Nächte mit ihm verbrachte, wurde es öfter, natürlicher. Thursen zog sie zu einem Tisch am Rand und sie setzen sich, vor ihnen brannte eine rote Kerze und die Musik klang schwer in der Luft. Lange saß sie ihn einfach nur an, lächelnd.
"Es ist schön hier..", murmelte sie leise und griff wieder nach seiner Hand, strich sanft mit dem Daumen über seinen Handrücken. "...Ich bin froh.. mit dir hier zu sein." Ihre Stimme war leise, wahrscheinlich hatte er sie nicht einmal gehört.. doch das war auch egal, er war hier - bei ihr, das zählte. Hinter Thursen trat langsam ein Vampir hervor. Groß, muskulös, kurze blonde Haare und ein verschmitztes Lächeln auf den Lippen als er langsam auf sie zu trat. Er streckte ihr die Hand entgegen und beugte sich zu ihr. "Hallöchen Schönheit.. Mein Name ist William, Lust zu Tanzen?", fragte er sie und das Lächeln auf seinen Lippen wurde ziemlich selbstsicher. Sie überlegte ihm dankend abzulehnen doch Thursen nickte ihr zu, gab ihr seine stumme Zustimmung, und hob lächelnd sein Glas. "Gern!", sagte sie und griff nach der Hand des Vampirs, William. Auch wenn sie sich so gar nicht wie die Thursens anfühlte, hatte sie etwas vertrautes. Da war keine Wärme wie bei einem menschlichen Wesen, seine Hand war genauso kühl und glatt wie ihre. Sie lächelte und er zog sie ein Stück näher zu sich, legte einen Arm um ihre Taille und begann mit ihr zu tanzen!
Sie genoss es, genoss die Musik und den Tanz auch wenn sie sich wünschte, der Mann ihr gegenüber wäre nicht William sondern Thursen, doch er sah nicht mal zu ihr. Raja senkte den Blick, versuchte nicht dauerhaft an Thursen zu denken und sich auf das Gespräch mit William einzulassen. "Und dein Name?", fragte er leise, durch die Musik hindurch. "Raja..", sagte sie und sah ihn an. Seine Augen waren ganz anders als ihre, sie waren blutrot, er war ein reiner Vampir, nicht wie sie. Wieder zog William sie näher und schob seine Hand über ihren Körper zu ihrem Hintern. Raja schob seine Hand wieder hoch und ihr Lächeln war von ihren Lippen verschwunden.
"Ich glaube es ist besser, wenn ich jetzt zu meiner Begleitung zurück kehre...", murmelte sie, drehte sich um doch Thursen saß nicht mehr am Tisch. Sie schüttelte den Kopf und sah William wieder an. "Vergiss es ..", sagte sie und griff nach seiner Hand und tanzte wieder mit ihm, immer wieder schob sie dabei seine Hand von ihrem Hintern. "Komm schon Kleines.. lass uns von hier verschwinden.. die Nacht ist doch noch jung .. ", flüsterte er ihr zu, seine Lippen ganz dicht an ihrem Ohr und seine Lippen berührten ihren Hals, küssten sich langsam nach unten und sie versteifte sich, ihr Körper verkrampfte sich binnen weniger Sekunden sofort! "Thursen!", dachte sie stumm und schloss die Augen.

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Donnerstag 6. September 2012, 20:12
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Beitrag Re: Brasov!
Thursen

Thursen kochte. William, er kannte ihn. War der Aufreißer Vampir des "Moonlight" und er grabschte Raja an. Sie wollte das nicht doch er ließ sie nicht in Ruhe. Er stand auf und stellte sich hinter William, sah wie Raja sich wand. Dann flüsterte er ihr seinen üblichen Spruch ins Ohr und legte seine widerwertigen Lippen an ihren Hals, küsste sich daran entlang. jetzt reichte es Thursen endgültig, er packte William im Nacken und riss ihn von ihr weg, er flog durch den ganzen Raum. "Fass sie nie wieder an William, nimm deine üblichen Schlampen und lass die richtigen, Niveauvollen Frauen in Ruhe!" rief Thursen ihm nach. River stand schon neben ihm. "Lass dich nicht provozieren Alter, du kennst ihn doch." sagte er und legte seine Hand beruhigend auf Thursens Schulter. "Ja ich weiß.." presste er zwischen den Zähnen hindurch. Dann trat er zu Raja und nahm sie sanft in die Arme. "Es tut mir leid Raja. Ich hätte dich mit ihm nicht gehen lassen dürfen, hätte besser auf dich aufpassen müssen." flüsterte er in ihr Ohr, hob sie hoch und verließ den Club. Vorsichtig ließ er Raja auf den Beifahrersitz des Mustang gleiten und brachte sie zurück aufs Schloss.

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Donnerstag 6. September 2012, 20:29
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Beitrag Re: Brasov!
Raja!


Es war mittlerweile spät geworden aber Raja war glücklich, freute sich dass erste Mal wirklich zurück zum Schloss zu kehren! Sie wusste, dass es nicht gut gewesen war Thursen einfach allein zu lassen, ihm nur mit ihrer schwachen Erklärung, von wegen ihr wäre der Augenblick zu viel und dass sie gehen müsste aber wieder kommen würde. Doch jetzt, nach ihrem Gespräch mit Josh, der Einzige der wirklich ansatzweise nach vollziehen konnte, was sie fühlte und dachte..
Er hatte in einem stundenlangen Gespräch versucht ihr zu erklären, wie sich Liebe anfühlt, wie man sich fühlt wenn man in der Nähe des Menschens ist in den man sich verliebt hat und wie es sich anfühlt wenn er geht.. Er hatte ihr alles gesagt, was er darüber wusste, hatte ihr von seiner Frau erzählt und der Liebe dies sie, auch jetzt noch nach über 400 Jahren und ihrem Tod verband. Sie hatten damals gerade geheiratet, sie war von ihm schwanger gewesen als er zum Vampir geworden war und sie verlassen hatte. Josh hatte nicht gewollt dass sie mit dem Monster leben musste, was er durch die Verwandlung geworden war.. Raja konnte ihn da nur zu gut verstehen, doch sie konnte ohne Thursen nicht leben, wollte es nicht! Sie brauchte ihn, wie ein Mensch die Luft zum Atmen.
"Josh.. Ich danke dir!", sagte sie und schlang ihm die Arme um den Hals. "Ich danke dir!" Sie wollte gerade von dem Dach als sie ihn sah. Thursen! In ihrem Körper breitete sich eine unglaubliche Freude aus, am liebsten wäre sie vom Dach gesprungen, in seine Arme hätte ihn geküsst, ihm leise gestanden dass sie, es wusste! Dass sie ihn auch liebte! Ja. Sie liebte Thursen! Doch was sie dann sah, verschlug ihr den Atem, ihr Körper spannte sich schlagartig an. "Raja? Ist alles in Ordnung?", fragte Josh sie, langsam deutete sie mit dem Finger auf, das was sie sah und drehte sich dann zu Josh. "Ist er dass? Dein Wolf? Wie schnell menschliche Wesen doch vergessen können!", murmelte er leise und zog sie in seine Arme. "Irgendwann wirst du ihn vergessen, Kleines! Keine Angst..." "NEIN! Ich will ihn aber nicht vergessen, niemals!", sagte sie hart und schob Josh von sich. "Gib mir deine Hand!", foderte Josh sie auf, griff nach ihrer Hand und versetzte sich mit ihr, in die kleine Gasse in der Thursen stand. Mit einer Frau in seinen Armen, nein. Es war keine Frau, sie war sie.. Eine Vampirin!
Josh löste seine Hand von ihr und trat auf Thursen zu. "So viel also zu deinem tollen Wolf, Raja!", sagte er laut, sauer und packte Thursen am Kragen. "Du kleiner dreckiger Bastard! Spielst du gern mit den Gefühlen einer Frau? Hast du sie jetzt endlich dazu bekommen, dich zu lieben .. kannst du ihr jetzt weh tun ja?"
Joshs Stimme war drohend, er knurrte fast. Seine Zähne hatten sich entblößt und seine Augen hatten sich verdunkelt. "Josh! Lass ihn runter! Verdammt, dass geht nichts an!", sagte sie leise doch Josh ignorierte sie und schlug Thursen mit der Faust mitten ins Gesicht. "Raja.. Verschwinde! Geh nach Hause.. Ich hab dir doch gesagt, der Typ ist nicht gut für dich! Du siehst doch wie sehr ich dich liebt, dann hätte er dieser Schlampe nicht die Zunge in den Hals geschoben! Verdammt sich die Schlampe des ganzen "Moonlight"s zu greifen ist nicht gerade ein Talent aber.. gut! Und du, dreckiger kleiner Wolf nimmst deine Finger von ihr! Ich werde nicht zu lassen, dass du ihr weiterhin weh tust! Sie hat vielleicht nicht richtig gehandelt dich einfach sitzen zu lassen aber dass, ist ja wohl mehr als das Letzte! Du hast sie das Letzte Mal gesehen!", sagte er hart, wieder schlug er ihm mit der Faust ins Gesicht und ließ ihn dann fallen, warf der Frau einen abwertenden Blick zu, verzog das Gesicht und drehte sich dann wieder vollkommen zu ihr. "Komm Raja.. Der Typ ist es einfach nicht wert, dass du ihm noch eine Sekunde deiner Zeit schenkst!", sagte er leise, legte ihr tröstend einen Arm um die Schultern und wollte sie weiterziehen, doch sie stand einfach nur da und starrte zwischen Thursen und der Vampirin hin und her. Hatte Josh Recht? Hatte er wirklich Recht und für Thursen war dass alles nur ein Spiel gewesen?

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Samstag 8. September 2012, 19:40
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Beitrag Re: Brasov!
Thursen

Raja war gegangen und auch wenn sie sagte sie käme wieder, hatte er gewusst dass sie es nicht tat. Lange war er durch den Wald gerannt, als Wolf, hatte versucht den Schmerz in seiner tierischen Gestalt zu verdrängen. doch dass hatte nicht geklappt und so hatte er sich mit dem Mustang nach Brasov aufgemacht. Vlad hatte ihn früher rein gelassen und Thursen hatte sich die Kante gegeben. Er hatte Erfahrung damit. Als er noch ein einfacher Mensch gewesen war hatte er oft getrunken und nach dem Tod seines Rudels hatte er es wieder sehr oft getan. Raja war fort und sein Leben hatte keinen Sinn mehr, wozu also einen klaren Kopf haben?
Irgendwann hatte sich ihm eine Vampirin genähert, mit ihm etwas getrunken und ihn angemacht. Sie sah nicht schlecht aus, war aber kein Vergleich zu Rajas atemberaubender Schönheit. Völlig betrunken wie er war, packte er sie, küsste sie wild und verließ mit ihr den Club. Ihm war alles egal und vielleicht könnte er sich so ablenken, wenigstens für kurze Zeit. Wieder küsste er das Vampir Weib, ging ihr an ihre Brüste und spürte ihre Erregung.
Plötzlich packte ihn jemand am Kragen und schrie ihn an. Der Alkohol hatte seine Sinne benebelt und seine Sicht verschleiert, doch es konnte nur ein Vampir sein. Er spürte einen Schlag im Gesicht, der ihm die Nase brach und der Mann schrie ihn weiter an. Thursen hörte Rajas Stimme, war sich aber nicht sicher ob es nur Einbildung war weil er nicht klar sehen konnte. Ein 2. schlag traf ihn und Thursen schmeckte sein eigens Blut, spuckte es aus. Sollte er ihn doch tot schlagen, so hätte sein Leid auch ein Ende. Der Mann ließ ihn zu Boden fallen und Thursen blieb einfach auf dem Rücken liegen und schloss die Augen. Vor ihm tauchte Rajas Gesicht auf, ihre seidigen, roten Haare fielen ihr sanft ins Gesicht und ihre Augen funkelten glücklich, ein Lächeln umspielte ihre Lippen. "Raja..." murmelte er vor sich hin. Er hatte sie verloren! Warum konnte er nicht einfach sterben? Er wollte diesen Schmerz, diese Einsamkeit nicht mehr spüren. "Raja..." flüsterte er wieder, streckte seine Hand nach ihr aus, denn das Bild vor seinen Augen entfernte sich von ihm. "Verlass mich nicht..." seine Stimme war so schwer und der Alkohol ließ sie so unwirklich und unverständlich klingen. Sie würde nie wieder kommen, er würde sie nie wieder in seinen Armen halten, sie küssen und ihre zarte Haut unter seinen Fingern spüren. Sein Arm fiel zu Boden und sein Bewusstsein schwand, alles wurde schwarz.

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Samstag 8. September 2012, 20:02
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Beitrag Re: Brasov!
Raja!


Raja sah zu ihm, er blieb einfach reglos auf dem Boden liegen. Flüsterte zwei Mal ihren Namen und streckte seine Hand nach ihr aus, murmelte etwas davon dass sie ihn nicht verlassen durfte! Irgendwann, noch bevor sie sich überhaupt regte, viel seine Hand wieder zu Boden. Raja riss sich von Josh los, sie war ihm wirklich dankbar für alles was er für sie getan hatte und dennoch, sie konnte Thursen nicht einfach allein lassen! Sie konnte ihn nicht einfach hier liegen lassen! "Es tut mir leid, Josh aber ihm gehört nun mal einfach mein Herz!", flüsterte sie und rannte zu ihm, kniete sich neben Thursen nieder. Seine Augen waren geschlossen, zärtlich strich sie über seine Wange. Nie hätte sie gedacht, dass tierisches Blut so eine Wirkung auf sie haben könnte. Doch dass war ihr egal, sie liebte ihn, brauchte ihn. Schnell zog sie ihre Jacke aus und wischte ihm mit ihren Ärmel das Blut aus dem Gesicht. "Thursen.. Ich bin hier! Hab keine Angst, ich bin bei dir! Ich lass dich nicht wieder alleine, nie wieder! Nur mach die Augen auf!", flüsterte sie ihm leise zu und beugte sich zu ihm runter. Ihre langen roten Haare fielen ihm ins Gesicht, schnell schob sie die Strähnen aus seinem Gesicht, hinter ihr Ohr und küsste ihn, liebevoll. Ihr Lippen berührten seine, zärtlich drängten sie sich an seine, doch er war völlig ohne Bewusstsein. Sein Blut war getränkt mit Alkohol, er stank unheimlich danach und nach dem billigen Parfüm dieser Schlampe! Doch sie war Raja egal, sie wusste, dass sie ihm nicht egal war und das zählte. "Josh.. bitte!", flüsterte sie leise und drehte sich zu ihm, mittlerweile war er dicht hinter sie getreten, eine Hand auf ihrer Schulter. "Na schön .. wenns sein muss bring ich dich und deinen Wolf hier weg aber wenn er nüchtern ist, gehört er mir!", sagte er mit fester Stimme und versetzte sich Mittels Rajas Gedanken in ihr Schlafzimmer.

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Samstag 8. September 2012, 20:17
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Beitrag Re: Brasov!
Raja!


Raja lief gerade über den Marktplatz mitten in Brasov. Auf der anderen Seite des großes Platzes stand Josh, die Arme verschränkt und mit einem sanften Lächeln auf den Lippen. "Du hast sie gefunden?", fragte sie als sie langsam auf ihn zu trat, begrüßte ihn mit sicherem Abstand. Josh nickte. "Deine Eltern wie auch deine beiden jüngeren Brüder. Dein Vater Vladimir Koslow lebt zusammen mit deiner Mutter Marina leben mit deinen Jüngeren Brüdern Rafael und Sascha leben mitten in Frankreich. Sie müssen nach dem Mauerfall in der DDR aus Russland geflohen sein...", erklärte er ihr leise, sachlich. Raja lächelte, ihr Eltern waren glücklich!? Wollte er ihr damit sagen?
"Keine Angst, sie haben dich nicht vergessen! Deine Mutter betet, soweit wie ich es mitbekommen habe, noch immer jeden Tag für dich. Willst du sie sehen?", fragte er vorsichtig und sah sie an. Was? Im ersten Moment ergaben seine Worte in ihrem Kopf keinen Sinn, doch sie nickte. Natürlich wollte sie ihre Eltern sehen, ihre Brüder, wollte wissen was aus den Menschen geworden war, die sie nur ganz jung kannte, wollte ihre Brüder sehen und doch hatte sie ein schlechtes Gewissen, es war falsch. Sie hätte nicht gehen dürfen, Thursen nicht allein lassen sollen - schon gar nicht wegen Josh. Wenn er je erfahren würde, dass sie gegangen war, weil sie sich mit Josh getroffen hatte... Bitte nicht! Es würde nur für beide gefährlich enden! Noch einmal würde Thursen sich nicht so dumm auf Josh sturzen und sie wusste aber auch das Josh ihm beim nächsten Mal nicht einfach so davon kommen lassen würde, wie letzte Nacht! Josh streckte ihr die Hand entgegen, erst wollte sie seine Hand gar nicht nehmen - doch wie sollte sie dann nach Frankreich kommen? Gar nicht .. also griff sie widerwillig nach seiner Hand.

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Dienstag 11. September 2012, 19:06
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Beitrag Re: Brasov!
Thursen

Es hatte ihn viel Kraft gekostet nach Brasov zu laufen und auch seine Wunde schmerzte wieder, aber er musste sie einfach finden. Am Rande der Stadt hatte er sich verwandelt und ging als Mensch durch die Straßen. Er kam langsamer voran und auch seine Nase war nicht ganz so gut aber er durfte sich als Wolf in der Stadt nicht zeigen, es war einfach zu gefährlich. Nicht nur für ihn, sondern auch für die anderen Werwölfe und das "Moonlight". Thursen folgte ihrer Spur bis zum Marktplatz, wo sie sich mit einem anderen Geruch vermengte und dann auflöste. Er stutzte, wie konnte ihr Duft einfach so verschwinden, doch dann erkannte er den anderen Geruch und wusste es. Josh! Er musste sich mit ihr versetzt haben und dass ließ ihren Duft natürlich verschwinden. Wie konnte sie nur? Wie konnte sie sich nur wieder mit diesem Kerl treffen, wo er ihr doch jeder Zeit weh tun könnte? Thursen schüttelte den Kopf, nieder geschlagen ging er durch die Streßen zum Moonlight. Dort stand immer noch sein Mustang in einer Gasse, er stieg ein und fuhr zurück in Richtung Schloss Bran. Hatte sie ihn verlassen? Hatte sie es doch nicht so schrecklich gefunden Josh zu küssen? Hatte sein Kuss ihr gezeigt was sie wirklich wollte? Natürlich, Josh war ein Vampir genau wie sie und er konnte ihr mit Sicherheit etwas geben was er nicht konnte, aber dafür liebte er sie aufrichtig und wusste wie man sie berühren durfte. Josh wusste soviel nicht über sie, wusste nicht was für ein liebliches Geschöpf sie war und wie liebevoll man mit ihr umgehen musste. Wieder schüttelte er den Kopf, trat das Gaspedal voll durch und brauste davon.

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Dienstag 11. September 2012, 19:41
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Beitrag Re: Brasov!
Thursen

Thursen saß mit Raja in seinem Mustang, sie fuhren gerade bei Vlad und seinem Vater vor und er parkte am Straßenrand. Die letzten 2. Tage waren anstrengend gewesen, er hatte für Kyriel etwas erledigen müssen und so war ihr Paristrip verschoben worden, zwangsweise. Er hatte Vlad angerufen um bei ihm genug Blut für Raja zu besorgen, dass sie in Paris nicht auf dem Trockenen saß. Vlad erwartete sie schon und begrüßte ihn freudig, reichte auch Raja die Hand und bat sie in den Salon, der Villa. Bei Rajas Anblick hatte er kurz gestutzt, sich aber sofort wieder gefangen.
Im Salon setzte Raja sich und Vlad bot beiden zu trinken an. Raja bekam ein Glas mit frischem Blut, genau wie Vlad selbst und Thursen reichte er ein Glas Wodka.
"Thursen ich muss dich dringend sprechen, es geht um Raja!" erklang Vlads Stimme in seinem Kopf. Thursen mochte Vlad aber manchmal nervte ihn seine Gabe mit anderen in Gedanken zu kommunizieren und dessen Gedanken bei Bedarf auch zu manipulieren, zwar würde Vlad seine manipulative Gabe niemals einsetzten nur weils ihm Spaß machte und schon gar nicht bei Freunden aber es nervte trotzdem.
Für einen Moment ignorierte Thursen ihn und fragte locker: "Wie geht es deinem Vater? Ist er wieder bei seinem Rudel?!" "Ja, ihr Rudelführer wurde im Frühling ermordet, er hat das Rudel jetzt übernommen und verbringt wieder viel Zeit bei ihnen. Aber dass liegt nun mal in seiner Natur, genau wie in deiner. Der Club läuft auch eigentlich von allein, sodass es nicht schlimm ist wenn er nicht da ist." sagte er in dem gleichen Plauderton und wandte sich dann an Raja, lächelte sie an. "Es ist mir eine große Freude, die Frau kennen zu lernen die meinen alten Freund so viel Glück schenkt." er gab ihr einen flüchtigen Handkuss und erhob sich dann wieder. "Leider muss ich dir Thursen jetzt für einen Augenblick entführen. Wenn du noch etwas trinken möchtest bedien dich nur." erklärte Vlad ihr charmant, verbeugte sich vor ihr und zog Thursen nach nebenan in sein Arbeitszimmer.
Erlegte sofort los! "Wenn ich gewusst hätte, dass sie es ist hätte ich dich schon lange sprechen wollen." Thursen sah ihn verwirrt aber neugierig an. Dr. Professor Alexej Petrov! Er ist ihr Erschaffer! Der Rat hat ihn in dem Vergangenen Jahr aufgespürt und wollte ihn aus dem Verkehr ziehen, da er mit seinen Experimenten unsere Geheimhaltung gefährdete. Leider fanden wir ihn zu spät, er war schon tot als wir ihn aufgespürt hatten. Wir nahmen seine Leiche mit und alles was mit seinem größten Experiment zu tun hatte. Wir vernichteten alle Spuren, die auf sie hindeuteten und fanden Tagebücher des Professors, wo er in allen Einzelheiten und mit Fotos, seine grausamen Tests mit ihr festhielt. Thursen, sie, deine Raja, ist sein Experiment. Er hatte sie auserwählt, er wollte eine Methode finden die ihn selbst unsterblich und unbesiegbar machte, nur ohne den Blutdurst eines Vampirs und sie war sein Versuchsobjekt. Ich habe die Tagebücher gelesen, es ist grauenvoll. Aber leider war er nicht allein.." "WAS?" unterbrach Thursen ihn entsetzt. "Der Professor hatte ein Kollegen und führte, seine Tests mit Raja, mit ihm gemeinsam durch. Sie nahmen sie sich abwechselt, manchmal Tage lang ohne große Pausen. Sie wollten damit testen, wie lange ihr Körper großen Qualen durchhielt ohne das Bewusstsein zu verlieren. Sie ließen sie Wochenlang hungern und stellten ihr, um ihre Beherrschung zu testen, dann Kinder, Säuglinge oder Schwangere in das Zimmer. Oder vergewaltigten sie, wenn sie durch Tage langes hungern geschwächt waren, wie lange sie es aushielt. Thursen sie haben sie über Jahre gefoltert und missbraucht, dass sie nicht wahnsinnig ist oder gar tot ist ein Wunder. Der Rat hat, nach der Einsicht der Tagebücher, beschlossen dass Raja zu schützen ist. Sie hat schreckliches erleiden müssen, wenn ihr Hilfe braucht oder sonst irgendwas, sagt es und der Rat wird tun was in seiner Macht steht." erklärte Vlad ihm. Thursen ließ sich auf einem Sessel nieder. Wie konnte sie seine Nähe überhaupt ertragen? Wie seine Berührungen oder gar wenn er mit ihr schlief? "Wer war der Andere?" fragte Thursen, ohne aufzublicken. "Peter Androskov! Wir suchen schon nach ihm, aber er ist abgetaucht nachdem sein Kollege gestorben war. Vielleicht hat er geglaubt ihr kleines Spielzeug hätte sich endlich gewehrt. Leider hat Raja es nicht getan, sie hätte es auch nicht gekonnt. Wir haben ihn untersucht, er war voll mit Eisenkraut und so hatte er sie auch bei seinen Tests Bewegungsunfähig gemacht." sagte Vlad und legte seinem Freund eine Hand auf die Schulter. "Ich weiß dass du Rache für sie willst und der Rat wird sie dir gewähren und auch ihr wenn sie das will. Androskov war noch um ein Vielfaches grausamer als Petrov. Raja war oft lange bewusstlos und schwer verletzt wenn er mit ihr fertig war." Vlad nahm ein Buch von seinem Schreibtisch, schlug es auf und zeigte Thursen ein Foto. Thursen sah es nur eine Sekunde lang an und schloss dann gequält die Augen. Rajas zierlicher Körper, geschändet und blutend, mit Eisenketten an ein Gitterbett gefesselt über sie gebeugt ein Mann, Mitte 30. Thursen sah es vor sich, wie Raja litt, flehte und dieser Widerling noch tiefer und brutaler in sie eindrang, ihr noch mehr Schmerzen zufügte und sich daran aufgeilte. Seine finger hatten sich in die Sessellehnen gekrallt und der Wolf in ihm erwachte. Er schlug die Augen auf und wusste das sie Gold/Gelb glühten.
"Wir werden ihn kriegen Thursen und er wird sich noch wünschen er hätte Raja niemals zu Gesicht bekommen, geschweige denn auch nur Hand an sie gelegt." sagte Vlad und sah seinen alten Freund ruhig an. "Du musst dich jetzt zusammen reißen Thursen. Wir müssen es Raja sagen, sie muss es wissen und sie darf deine Wut, deinen Schmerz und Hass nicht sehen, dass würde es für sie noch schlimmer machen." erklärte Vlad und versuchte ihn zu beruhigen. Wieder schloss Thursen die Augen, drängte den Wolf in sich zurück, stoppte sein Zittern und beruhigte seinen Herzschlag. Dann erhob er sich und ging mit Vlad wieder in den Salon, wo Raja wartete. Er sah in ihre leuchtenden Augen und ihr Lächeln als er den Raum wieder betrat. Nach allem was Männer ihr angetan hatten, freute sie sich dennoch ihn zu sehen, genoss es wenn er sie streichelte, küsste. Sie war unglaublich stark, die stärkste Frau, die er je kennengelernt hatte. Chiva hatte über 1 Jahrhundert gebraucht um einen Mann wieder an sich rann zu lassen, geschweige denn mit ihm zu schlafen und selbst dann hatte sie es nur als Wölfin gekonnt. Sie hatte sich mit ihm und Aron gepaart um den Forbestand des Rudels zu sichern. Liebevoll hatte sie sich um ihre Welpen gekümmert und alle wussten dass sie nie wieder Mensch werden würde, sie hatte die Schmerzen nie überwinden können. Und hier saß Raja, seine Verlobte, die Tausendmal so schreckliches durchgemacht hatte, wenn nicht mehr, wie Chiva und lächelte ihn an, ließ sich von ihm küssen und schlief mit ihm.
Langsam setzte er sich neben sie und zog sie in seine Arme, küsste sie zärtlich, ganz behutsam.
"Raja?!" begann Vlad und Thursen wusste was jetzt kommen würde.

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Samstag 15. September 2012, 11:58
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Beitrag Re: Brasov!
Raja!


Thursen hatte Raja solange überredet mit zu Vlad zu kommen, bis sie schlussendlichen seinem Willen, lächelnd, nachgeben hatte. Und nun saß sie im Salon, allein. Thursen war mit Vlad im Nachbarzimmer verschwunden. Die Zeit ohne ihn, kam ihr vor wie eine Ewigkeit, er fehlte ihr schrecklich obwohl er kaum eine Viertel Stunde mit Vlad verschwunden war. Warum hatte sie sich auch nur dazu überreden lassen? So hätte sie jetzt wahrscheinlich in der Bibliothek verbracht oder im Wald aber nein, sie hatte sich von ihm dazu überreden lassen..
Sie schloss die Augen, dachte nach. Dieses Zimmer erinnerte sie stark an die Bilder, die ihr der Professor immer gezeigt hatte, erinnerte sie daran, was der Professor und Peter mit ihr angestellt hatten als die Tür auf ging und Thursen wieder den Raum betrat, sie öffnete die Augen und lächelte ihn an. Sie war froh seine Nähe wieder zu haben, ihn wieder bei sich zu haben. Er kam zu ihr, setzte sich neben sie. Aber irgendetwas stimmte mit ihm nicht, allein die Art wie er sie in seine Arme nahm und küsste, fasst so als hätte er Angst ihr weh zutun, sie zu verletzten.. Doch noch bevor sie ihn fragen konnte, erklang ihr Name aus Vlads Mund.
Sie drehte sich zu ihm und er begann, nach dem Thursen sie noch enger an sich gezogen hatte, zureden. Nach den ersten beiden Sätze, wusste sie das auch Thursen wusste wovon Vlad da sprach, dass er vom Professor, seinen Tod, ihren Qualen und all dem, was im Haus des Professors gelaufen war wusste, wahrscheinlich auch von Peter. Er saß völlig verkrampft neben ihr. In ihr brach eine Welt zusammen, ihr ganzer Körper zog sich zusammen, Tränen traten in ihre Augen und sie wollte einfach nur weg. Sie wollte nicht mehr hören dass Vlad alles wusste, dass er wusste wie sehr sie gelitten haben musste und wollte nicht mehr hören dass sie nur ein Spielzeug für den Professor und Peter gewesen war, nicht hören dass auch Thursen dass wusste. Sie schloss die Augen und versuchte sich einfach auf etwas anderes, als Vlads Worte, zu konzentrieren. Ihr ganzer Körper zitterte und doch hörte sie etwas, etwas, was nicht sein konnte. Es war als würden zwei kleine, schwache Herzen in ihr klopfen aber dass konnte nicht sein! Sie konnte nicht .. doch sie schloss die Augen fester und konzentrierte sich vollkommen auf das schwache Klopfen in ihrem Körper, es waren zwei Herzen, dessen war sie sich sicher, aber es waren nicht die Herzen der beiden Männer mit denen sie in diesem Raum saß, es war in ihr! Sie war schwanger!
Es fiel ihr wie Schuppen von den Augen und dann drang Vlads Stimme wieder an ihr Ohr, sie nahm die Tränen auf ihren Wangen war, spürte das Zittern wieder, merkte wie sehr sie sich während seiner Worte verkrampft hatte. "Raja .. wir wissen dass es schwer für dich war und wenn wir gewusst hätten, was er alles tut hätten wir ihn schon viel eher aus dem Verkehr gezogen, dich von ihm erlöst! Hab keine Angst vor ihnen, du wirst deine Rache bekommen wenn du dass wünschst!", sagte Vlad mit ruhiger Stimme, verständnisvoll. Doch Raja wollte dass alles nicht mehr hören, wollte nicht mehr hören wie er über den Professor sprach und wie Thursen hinter ihr mit seinem Zorn kämpfte, sie riss sich aus Thrusens Armen, blickte ihn noch einmal entschuldigend an und verschwand dann aus dem Salon. Schnell rannte sie aus dem Haus und hielt vor der großen Tür der Villa an, schloss die Augen und hörte wieder, diesmal fester die beiden Herzschläge in ihrem Bauch. Sie lief schnell durch die Straßen von Brasov, hetzte fast. Sie hatte nur ein Ziel, Josh! Raja musste zu ihm, sie wollte wissen ob er es auch hörte, ob er es wahrnehmen konnte... Oder bildetet sie sich das doch alles bloß ein?
Sie spürte das Brennen in ihrer Kehle, spürte die schmerzende Sonne auf ihrer Haut und dann sah sie Joshs Haus auch schon und ihn, der gerade das Haus verlassen wollte. "Josh! Warte!", schrie sie ihm entgegen und er sah auf, blieb sofort stehen und streckte beide Arme nach Raja aus. Kurz vor ihm blieb sie stehen. "Josh .. komm mit, wir müssen hier weg! Ich muss allein mit dir sprechen!", sagte sie mit fester Stimme und zog ihn mit sich, in sein Haus zurück. "Liebes, was ist den in dich gefahren? Wo ist den dein toller Wolf? Warum sprichst du nicht mit ihm?", fragte Josh sie zweifelnd. Doch sie ließ sich in seinen Armen sinken, spürte wie erschöpft ihr Körper war, wie sehr sie all das zu Boden riss, ihr den Boden unter den Füßen nahm. "Ich glaube .. ich bin schwanger..", flüsterte sie kaum hörbar, schon gar nicht für menschliche Ohren. Josh riss die Augen auf und beugte sich zu ihr, legte den Kopf auf ihren Bauch und spitzte die Ohren. "Dass kann nicht sein! Du bist ein Vampir.. du kannst nicht .. sie sind doch nicht etwa von diesem Wolf? Raja diese Dinger müssen raus! Du wirst sonst sterben, endgültig, wenn du sie zur Welt bringst, fressen sie sich durch deinen Körper! Sie müssen raus!", sagte er hart und löste sich von ihr, Josh begann auf und abzulaufen während sie noch immer zitternd, auf seine Worte nickte. Thursen würde es nicht ertragen, sie zu verlieren - also mussten diese Dinger in ihr Sterben! "Wann?", fragte sie leise und schloss die Augen. "Bald.. Ich werde dich heute Abend abholen, gegen 22 Uhr..", sagte Josh und griff nach seinem Handy. "..aber jetzt muss ich erstmal diese Dinge klären.. Hab keine Angst! Dir wird nichts passieren!", sagte er sanft, küsste ihre Wange und verschwand dann. Sie verließ sein Haus und trat auf die Straße, in die Sonne. Sie atmete tief durch, sie war schwanger und es würde sie ihr Leben kosten, wenn sie die Kinder bekam. Thursen würde sie verlieren und alles, was sie zurück lassen würde, wären Kinder die ein Leben voller Blutgier und Verlangen haben würden und dennoch legte sie eine Hand schützend auf die Mitte ihres Unterleibes, es waren schließlich nicht irgendwelche Kinder sondern die, ihres kleinen Wolfes, des Wolfes den sie abgöttisch liebte. Langsam lief sie zurück, Thursen lief vor dem Haus auf und ab, er sah aus als würde er jeden Moment einen Amoklauf begehen. Bevor er sie sah, strafte sie die Schultern und nahm die Hand vom Bauch. Er würde niemals erfahren dass sie von ihm schwanger waren, niemals würde er von ihnen wissen. Sie würde sie einfach entfernen lassen und ihr leben, glücklich, weiterleben mit ihm, ihrem Wolf! Langsam trat sie, mit gesenktem Kopf, auf ihn zu. "Es tut mir leid .. ich wollte dir keine Sorgen bereiten aber ich.. ich hab .. ich hab es einfach nicht ...", stammelte sie vor sich hin und blieb mit etwas Abstand vor ihm stehen. "Ich hab es einfach nicht mehr ertragen ..", beendete sie ihren Satz schnell und schloss die Augen, wollte nicht sehen dass er ging, verschwand.

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Samstag 15. September 2012, 12:52
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Beitrag Re: Brasov!
Thursen

Er spürte Raja neben sich zittern, sah wie ihr die Tränen unter den geschlossenen Augenlidern hervor rannen. Thursen flehte Vlad in Gedanken an aufzuhören, ihr das nicht anzutun, nicht die Bilder in ihr wach zu rufen, doch Vlad sprach weiter. Er schloss die Augen und wieder sah er Rajas gepeinigten Körper vor sich, wie zitternd und weinend unter diesem Dreckskerl lag. Plötzlich riss Raja sich aus seinen Armen. Er schlug die Augen auf und sah gerade noch wie sie ihn entschuldigend anblickte und verschwand.
"RAJA!" rief er hinter ihr her, wollte ihr folgen, doch Vlad hielt ihn zurück.
"Thursen lass sie, gib ihr einen Moment. Sie wird wieder kommen und dann musst du bei Verstand sein um für sie da sein zu können." erklärte er ihm, doch Thursen hielt es hier drinnen nicht mehr aus. Er rannte nach draußen, entfernte sich aber nicht von der Haustür, lief nur davor, wie ein Irrer auf und ab. Thursen wusste nicht wie lange er da so auf und ab lief, sah immer nur Rajas Schmerz vor sich, ihre Angst. Sie würden von hier weggehen, würden sich Zeit nehmen und er würde sich um Raja kümmern. Dann endlich tauchte sie wieder auf, lief langsam die Straße entlang auf ihn zu. Erleichterung machte sich in ihm, breit. Ihr war nichts geschehen.
"Es tut mir leid .. ich wollte dir keine Sorgen bereiten aber ich.. ich hab .. ich hab es einfach nicht ...", stammelte sie vor sich hin und blieb mit etwas Abstand vor ihm stehen. "Ich hab es einfach nicht mehr ertragen ..", beendete sie ihren Satz schnell und schloss die Augen. Thursen überwand mit einem langen Schritt den Abstand zwischen ihnen und nahm sie sanft in seine Arme, hob sie hoch und trug sie wieder nach drinnen. Sie sollte sich sicher fühlen, sollte wissen dass sie nicht allein war und er bei ihr war egal was passierte. Vorsichtig, behutsam legte er sie im Salon auf das kleine Sofa. Sanft strichen seine Finger ihr die Haare aus dem Gesicht und er legte seinen Kopf vorsichtig auf ihren Bauch. Wie sollte er ihr nur ihren Schmerz nehmen? Konnte er dass überhaupt? Nein, er konnte ihr nicht den Schmerz nehmen, er konnte nur für sie da sein und ihn ein wenig linder. Ein leises, flattriges Klopfen riss ihn aus seinen Gedanken. Er ließ seinen Blick durch den Raum wandern. Niemand war hier, nur Raja und er, Vlad war gegangen um Ina zu holen. Er war der Meinung gewesen eine Frau könnte Raja jetzt vielleicht mehr Sicherheit geben. Thursen hielt den Atem an um so wenig Nebengeräusche zu haben wie nur möglich. Und da war es wieder das leise Klopfen zweier winziger Herzen. Er presste sein Ohr vorsichtig fester an Rajas Bauch und blickte sie dann erschrocken an. Das Klopfen kam aus ihrem Bauch. Dass konnte nicht sein... Oder doch? Er hatte daran gedacht, ja, als er ihr Tattoo gesehen hatte aber eigentlich nicht für möglich gehalten. Nie hatte er wirklich über Nachwuchs nachgedacht, weder mit Raja noch mit einer Anderen. Werwölfe pflanzten sich für gewöhnlich nur in tierischer Gestalt fort, mit den Wölfinnen ihres eigenen Rudels. Doch in Rajas Bauch hörte er 2 Herzen ganz deutlich schlagen und er wusste dass auch Raja es gehört haben musste und Vlad ebenfalls. Wie lange wusste sie es schon? Konnte sie überhaupt schon so weit sein? Warum hatte sie es ihm nicht gesagt?
Behutsam legte Thursen sein Ohr wieder an ihren Bauch, lauschte dem Herzschlag seiner Kinder und Rajas Atem. Es war ein Wunder, anders konnte es nicht sein. Die Frau, die mehr als alles andere auf dieser Welt liebte, die er bald heiraten wollte, trug seine Kinder sich. Bei diesem Gedanken musste er lächeln.
"Raja, Liebste?!" sagte er sanft, beugte sich über sie und küsste ihre Stirn. "Warum hast du mir nicht gesagt, dass unsere Kinder unter deinem Herzen ruhen?" fragte er leise, lächelte und legte seine Lippen wieder sacht an ihre Stirn. Er war so glücklich, konnte es noch gar nicht fassen. Vielleicht würde jetzt doch alles gut werden und Raja konnte ein ganz normales Leben führen. Sie könnten eine Familie haben und normal leben, wie jedes andere Paar auch.

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Samstag 15. September 2012, 13:27
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