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 Dun Lagohaire 
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Beitrag Dun Lagohaire
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Dun Lagohaire!
Ist eine der ältesten Hafenstädte Irlands. Der James Joyce Tower im Ortsteil Sandycove ist wohl der berühmteste Martello-Turm an der irischen Küste.

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Samstag 16. Juni 2012, 09:57
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Luna
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Cormia.


Genervt schlenderte sie hinter Halas her. Im Grunde nervten sie sein ständiges Ausgehen! Warum konnte er sie nicht einfach dort in ihrem Zimmer lassen und ihr nur ab und an etwas zu Essen hinstellen.? Nein, natürlich nicht! Cormia stöhnte genervt und folgte ihm durch Dun Lagoaire zu seinem Lieblingscafé, zum Frühstücken. Er war schon vor gegangen, um sich noch Kippen zu besorgen, während sie sich angezogen hatte..
Doch als sie jetzt gerade in die Straße einbog, auf der das kleine Café lag, hörte sie einen Schuss und sah wie ihr Bruder, keine 30 Meter vor ihr, auf dem Boden zusammen sackte, in einiger Entfernung stand ein Mann mit einer Waffe. Cormia stockte im ersten Moment der Atem, bevor sie zu ihrem Bruder rannte und ihm die Hände schnell auf die Wunde presste.
Sofort traten Tränen in ihre Augen und sie hätte am liebsten Geschrien. Cormia nahm seine Hände presste sie auf die Wunde an seinem Oberschenkel und band sein Bein, mit einem ihrer Bänder, ab. "Halt durch, Halas! Komm schon!", flehte sie ihn förmlich an.
Ihr Bruder durfte sie einfach nicht verlassen, er war alles was sie doch noch hatte! Ihn zu verlieren würde ihren eigenen - wenn auch sehnlich erwünschten - Tod nur noch schneller kommen lassen. Nein, Halas durfte einfach nicht sterben!
Sie griff mit zitternd, blutverschmierten Händen, nach ihrem Handy, versuchte die Nummer eines Freundes zuwählen, als ihr Jemand das Handy aus der Hand nahm. Vor ihr stand der Mann, der ihren Bruder angeschossen hatte! Cormias Zittern und die Tränen wurden schlimmer und sie presste beide Lippen aufeinander..
In ihren Fingern brodelte die Hitze ihres Feuers.
"Bitte.. er darf nicht sterben!", hauchte sie leise, zitternd. Verdammt, Halas durfte nicht sterben und sie schaffte es einfach nicht, ihr Feuer zu entflammen.. Ihr Körper war zu schwach und das Zittern zu stark! "Bitte..", hauchte sie wieder und sah dem Mann dann ins Gesicht, in seine grau/violetten Augen..

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Samstag 1. Juni 2013, 09:37
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Mael


Da war sein Zielobjekt - ungeschützt und allein. Gott, wie er diese Scheiße hasste.. Er wollte diesen Mist einfach nicht mehr und doch wusste Mael, dass er es tun musste. Dieser junge Mann musste sterben, aus welchen verdammten Gründen auch immer wollte die Hexe, das der Mann starb und er würde es ausführen müssen.
Sein Mal am Hals brannte plötzlich und für einige Sekunden hatte er wieder keinen eigenen Willen. Es dauerte seiner Herrin also zu lange!
Als er wieder denken konnte, war es schon zu spät und der Mann lag blutend am Boden. Doch Gott sei Dank war es nur sein Oberschenkel! Seine Herrin verlor langsam an Kraft wie es aussah, wenn der Schuss unter ihrer Kontrolle so daneben ging. Aber es war ein Segen und Mael ließ seine Waffe schnell verschwinden.
Dann ging er auf den verletzten jungen Mann zu. Eine junge Frau mit flammend roten Haaren kniete neben ihm - weinend und flehend. Verdammt! So war das nicht geplant gewesen.
Die Frau hatte ihr Handy gezückt und er nahm es ihr rasch ab. Niemand durfte davon erfahren, sonst würde dieser Mann doch noch sterben. Sie sah, mit tränennassen Gesicht, zu ihm auf. "Bitte.. er darf nicht sterben!", hauchte sie leise, zitternd. Ihr, ohnehin viel zu schwacher, Körper zitterte stark und die Macht die sie versuchte einzusetzen kam nicht. "Bitte..", hauchte sie wieder und sah ihm direkt in die Augen.
Und Mael traf fast der Schlag. Er kannte diese Augen, hatte sie so oft in seinen Träumen gesehen. Sofort kniete er sich nieder und spürte das Brennen an seinem Hals. Seine Herrin rief ihn zurück, doch dieses Mal hatte es nicht die, von ihr, erwünschte Wirkung. Nein, er hatte sie auch endlich gefunden und damit entzog sich ihr der Bann - Mael und auch sein geliebter Sohn waren frei.
"Keine Angst, er stirbt nicht!" versuchte er die junge Frau zu beruhigen und zog ein Fläschchen heraus. Auch wenn seine Herrin eine schreckliche Frau war, so waren ihre Tränke zu seinem Schutz immer hilfreich.
Sie gab ihm immer Heiltränke mit, falls er selbst mal verletzt wurde - doch heute würde er diesen Mann heilen.
Mael riss die Hose des Mannes ein Stück auf und legte einen Schutzwall um sich, den Mann und die Frau. Niemand würde sie mehr sehen oder hören können - auch seine Herrin nicht mehr.
Er gab ein paar Tropfen des Tranks auf die Wunde des Mannes und sie verschloss sich augenblicklich. Dann wandte er sich der Frau zu. "Ich wollte ihn nicht töten, aber die Hexe, die mich gebannt hat. Was auch immer dein Bruder getan hat um sie zu verärgern, es hat ihr nicht gefallen. Bring ihn weg, weit weg. Ich komme nach und helfe euch euch zu verbergen!" erklärte er ihr sanft und strich ihr zart über die Wange. Die ganze Zeit hatte er ihre Gefühle von sich weg geschoben, doch jetzt konnte er es nicht mehr und ihr Schmerz, ihre unglaubliche Pein stürmte auf ihn ein.
Mael schloss einen Moment die Augen. Sie hatte schreckliches erleiden müssen und sie war dem Tode unglaublich nah.
Er würde sie retten, würde ihr Leid beenden. "Ich werde nicht zulassen, dass sie euch findet. Ihr habt einen kleinen Vorsprung, solange mein Schutzwall euch verbirgt und dann werde ich euch helfen. Geh jetzt!" wies er sie kurz an und half dem Mann auf die Beine. "Du solltest dir in Zukunft überlegen wen du verärgerst. Nächstes Mal hast du vielleicht nicht so viel Glück und jetzt beschütz deine Schwester!" erklärte er dem Mann und strich der kleinen Elfe noch einmal über die Wange.
Gott, ihre Haut war so unglaublich weich! Nie hätte er gedacht sie wirklich zu finden und nun hatte seine Suche endlich ein Ende. "Ich bin Mael!" ließ er sie noch wissen und verschwand dann.
Er musste Evan holen und sie mussten schnell verschwinden! Als er die Tür zu dem kleinen Mietshaus öffnete hörte er seinen Sohn schon und lief ihm entgegen. "Evan pack deine Sachen, schnell, wir verschwinden hier!" wies Mael seinen Sohn an und nahm sein ganzes Geld aus dem Versteck in der Küche.
Als Evan mit seiner Tasche die Treppe herunter kam, sah er seine Vater verwirrt an. Mael schloss seinen Sohn in die Arme und hob ihn hoch. "Hab keine Angst mein kleiner Krieger! Wir verschwinden jetzt und dann wird alles gut!" sagte er sanft und küsste die Stirn seines Sohnes. "Du hast sie endlich gefunden oder Dad?!" fragte Evan und Mael nickte.
"Ja, ja ich habe sie endlich gefunden Großer!" antwortete Mael, setzte seinen Sohn wieder ab und verschwand um seine Sachen zu holen. Unten legte er um sich und Evan einen Schutzwall und folgte dann der Spur seiner Erlöserin..

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Samstag 1. Juni 2013, 10:21
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Cormia.


"Setz dich!", fuhr sie ihren Bruder an und drückte ihn auf die Couch. "Kannst du verdammter Idiot mir erklären, was du getan hast?", fuhr sie ihn weiter an und schloss für einen Moment die Augen. Dass konnte doch einfach nicht sein Ernst sein.
Wie oft hatte sie ihm gesagt, dass er vorsichtig sein soll? Dass er auf sich aufpassen sollte? "Cormia.. es ist okay! Ich bin erwachsen - ich beschütze dich, schon vergessen!?", fragte er sie und strich ihr liebevoll über die Wange. Sie schloss für einen Moment die Augen, atmete tief ein.
Allein wenn sie nur an die Berührung des Mannes dachte, zog sich in ihr alles zusammen und doch, war es etwas vertrautes gewesen - nein, nicht etwas, sondern er! Mael..
Cormia schüttelt den Kopf.
"Du magst ihn.. den Typen, Mael..", platzte es aus ihrem Bruder heraus und sie starrte ihn ungläubig an. Seine Gabe, Gefühle nahestehender Personen zu sehen, war manchmal ein Fluch! "Nein, wie kann ich einen Menschen mögen, den ich gar nicht kenne?", fragte sie ihn kopschüttelnd und zog sich ihren Cardigan über. Wie eigentlich immer war ihr schrecklich kalt und schon wieder spürte sie die Schwäche ihres Körpers, seinen fordern nach Schlaf und Essen.
Als es an der Tür klopfte, erhob Halas sich selbstsicher und ging zur Tür. Cormia verschwand in die Küche, sie hielt das riskante Leben ihres Bruders kaum aus. Sie hörte leise Stimmen und versuchte sich einfach abzulenken. Vielleicht würde der Mann auch nie wieder auftauchen und doch, diese Vertrautheit die zwischen ihnen geherrscht hatte, konnte doch nicht einfach von ungefähr kommen!
Cormia schloss für einen Moment die Augen und stützte sich am Tisch ab, es fiel ihr in letzter Zeit unglaublich schwer, sich lange auf den eigenen Beinen zuhalten.. Ihr Körper drohte ihrem eigenen Gewicht nachzugeben, als sich warme Arme um ihren Körper legten.
Langsam drehte sie sich um und wieder stand der Mann, mit den wunderschönen Augen vor ihr. Cormia lächelte aber löste sich sofort wieder aus seiner Berührung. Vertrautheit hin oder her, Berühungen waren die Hölle für sie!
"Es geht schon.. Danke!", sagte sie leise und senkte den Blick.
Den genau das war, es man ihr Jahre lang eingebläut hatte, das sie ihren Kopf vor Männern zu senken hatte..

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Samstag 1. Juni 2013, 10:38
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Mael


Vorsichtig klopfte Mael an dem Haus an, wo ihre Spur endete. Selbst hier draußen konnte er ihr Leid spüren und ihre Schwäche. Verdammt, sie würde sehr bald sterben, wenn sie nicht aß.
"Du musst sehr nett zu ihr sein Evan, sie ist sehr schwach!" erklärte er seinem geliebten Sohn und dieser nickte wissend. Evan war sein Ein und Alles und genau das wusste sein Sohn auch, ließ er es ihn doch immer spüren wann er nur konnte. Der junge Mann, den er angeschossen hatte öffnete ihnen die Tür und ließ sie ein.
Er setzte Evan wieder auf seine eigenen Beine. "Das ist mein Sohn Evan!" erklärte Mael auf den skeptischen Blick des Mannes hin.
"Hallo! Ich bin Halas und meine Schwester, Cormia, ist in der Küche. Du bist ein Blutdämon, richtig?!" fragte der Mann und Mael nickte. "Ja, genau wie Evan!" setzte er hinzu. "Dacht ich mir.." murmelte Halas und wies ihm dann den Weg in die Küche.
"Warte hier bei Halas, Evan!" wies er seinen Sohn an und natürlich folgte er. In der Küche fand er die kleine Schönheit, doch sie schwankte leicht und ihr Körper schien unter ihrem Gewicht fast zusammen zu brechen. Verdammt, sie war auf keinen Fall reisefähig. Sanft schlang er ihr die Arme um den Körper, um sie zu stützen und sofort spürte er wieder ihre Pein. Berührungen waren die Hölle für sie!
Er würde ihr diese Angst nehmen, sie sollte vor nichts und niemandem mehr Angst haben.
Cormia lächelte aber löste sich sofort wieder aus seiner Berührung. Mael lächelte sanft und nahm eine unbedrohliche Haltung ein. "Es geht schon.. Danke!", sagte sie leise und senkte den Blick. Er kannte dieses Verhalten gut und er hasste es, wenn eine Frau so unterworfen wurde.
Mael deutete die Berührung nur an - ohne ihre Haut wirklich zu berühren - und legte seinen Finger unter ihr Kinn, bat sie ihn anzusehen. Nur langsam nahm sie seine Geste wahr und hob ihren Blick wieder. "Senke niemals deinen Blick, das hast du nämlich nicht nötig! Sieh den Menschen immer in die Augen, da siehst du ihre Absichten und ihre Seele, so kannst du sie dir viel schneller vom Leib halten!" erklärte Mael ihr sanft und ließ seine Hand wieder sinken.
"Unterwirf dich niemals und schon gar keinem Mann. Niemand beherrscht dich Schönheit, nur du allein bestimmst über dich und dein Leben!" lächelnd sah er sie an, als er Evan hinter sich die Küche betreten hörte. Der kleine Scheißer! Konnte er nicht mal hören, wenn er was sagte? Nein, warum denn auch.
Evan trat vor Cormia und verneigte sich. Kleiner Schleimer! "Es ist mir eine Ehre Miss Cormia!" sagte der Kleine und richtete sich wieder auf. Mael lächelte Stolz. Ja, er hatte seinen Sohn doch gut erzogen!
"Das ist Evan und er kann nicht hören, wenn man ihm was sagt!" stellte Mael seinen Sohn vor und dieser grinste. "Ihr dürft meinen Dad nicht ernst nehmen Miss, ich bin sehr wohlerzogen dank ihm!" sagte er noch und verschwand dann lachend aus der Küche.
"Verzeih ihm, er ist erst 9 und er ist manchmal noch etwas vorlaut!" entschuldigte er seinen Sohn und reichte Cormia dann seine Hand. "Würdest du mir und den beiden anderen Herrn die Ehre erweisen, mit uns zu essen? Ich schicke Evan einkaufen und koche etwas, bevor ich mich um einen geeigneten Platz kümmer wo ihr sicher seid - du und dein Bruder!" fragte Mael sie und lächelte sanft..

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Samstag 1. Juni 2013, 11:15
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Cormia.


Sie starrte ihn einen Augenblick lang an. Es war eigenartig, wie vertraut er mit ihr umging und wie wenig sie seine Nähe doch störte. Nein, im Gegenteil sogar, sie störte sie nicht auch wenn auch seine Berührungen auf ihrer Haut brannten und ihr fast die Tränen in die Augen trieben.
Sie schüttelte jeden Gedanken daran ab, es war nicht gut, sich so tief in solche Gedanken zu vergraben. Nicht für Sie!
Der Kleine war gerade wieder aus dem Zimmer verschwunden.. Sie würde Halas den Kopf abreißen! Niemand nannte sie noch Cormia - außer er! Wie gern würde sie ihn einfach in Stück reißen, jedes Mal wieder wenn er sie so nannte, allein der Klang dieses Names, wenn ihr Bruder aufgeregt war, ließ sie zusammen zucken. Sie hasste diesen Namen und ihre Vergangenheit!
Sie sah Mael einen Moment an, blickte in seine klaren grau/violetten Augen und wandte sich dann von ihm ab. "Tut mir leid, ich hab noch etwas zu erledigen..", murmelte sie und wollte gerade aus der Küche verschwinden als Halas das Zimmer betrat und ihr ihre Kamera entgegen hielt.
"Das meine Liebe, vergiss mal ganz schnell! Du bist doch fertig oder etwa nicht!?", fragte er sie und deutete auf ihren Laptop, der direkt auf der Anrichte stand. "Das geht dich gar nichts an und nein, im Gegensatz zu dir gibt es Menschen die schaukeln sich nicht nur die Eier für all das hier!", fuhr sie ihn leise an, nahm ihm ihre Kamera ab und verschwand aus der Küche.
Im Wohnzimmer saß der kleine Junge und lächelte, als sie das Zimmer betrat. Cormia schob jeden Gedanken an das Theater ihres Bruders und die Flucht vom Thema Essen beiseite und wollte gerade schon noch oben verschwinden, als der kleine Junge sich erhob. "Miss Cormia, geht ihr?!", fragte er sie ängstlich, der Klang in seiner Stimme beunruhigte sie fast augenblicklich und sie schob die Kamera auf den Tisch und bevor sie sich zu ihm umwandte.
"Ich hab leider noch ein bisschen zutun, Evan! Und bitte, nenn mich einfach nur Cormia!", bat sie ihn sanft und doch verlor der Blick des Jungen nicht die Verletzlichkeit, die sie schon in seiner Stimme gehört hatte. Cormia lächelte sanft und streckte die Hand nach dem Jungen aus.
Sie würde den Teufel tun und zu lassen, dass der Junge ging, während es ihrem Bruder anscheinend schon wieder so gut ging, dass er sich so aufführen konnte. Nein, sie würde den Jungen - Evan - einfach mit nach oben nehmen. "Hast du schon mal einen Tiger gesehen?", fragte sie den Kleinen als er endlich ihre Hand ergriff.
Mit großen Augen schüttelte Evan den Kopf.
"Nein.. Mi..Cormia!", bremste er sich selbst und sie strich ihm sanft über die Wange. "Komm mit, ich zeig dir einen!", versprach sie dem kleinen und führte ihn zur Hintertür, kaum öffnete sie die Tür kam der große Tiger, der hier in ihrem Garten lebte, schon an gewackelt.
Skar setzte sich vor sie und stupste sie vorsichtig gegen die Hand, Evans Augen wurden nur noch größer.
"Evan, darf ich dir vorstellen, das ist Skar!", erklärte sie dem kleinen Jungen, der hinter ihr doch einen Schitt zurückging. Gut erzogen - er wusste, das Tiger im Normalfall kleine Kuscheltiere waren!
"Du brauchst keine Angst haben, Kleiner! Ich hab Skar schon seit dem er ein Baby ist.. Damals war er als Jungtier in einer Jägerfalle hängen geblieben und seit dem, wohnt er bei uns! Nimm mal den Ball und wirf ihn..", sagte sie und reichte Evan Skars roten Ball.
Evan warf den Ball soweit er konnte und Skar rannte dem Ball, wie ein junger Welpe hinterher. Wie immer, wahrscheinlich würde er nie ganz erwachsen werden - immer das verspielte Kind bleiben was er war, vielleicht blieb er das aber auch nur, weil es genau das war, was sie brauchte! Ablenkung von all dem Ernst in ihrem Leben. Immer wieder brachte Skar Evan den Ball und immer wieder warf der Kleine den Ball soweit erkonnte. Schlussendlich hatte der Junge jeden Angst vor Skar verloren und spielte mit ihm Fußball.
Cormia setzte sich in die wenigen Sonnenstrahlen die durch die dicken Wolken auf die Erde schienen und schloss für einen Moment die Augen. Sie genoss das gespielte Knurbbeln von Skar und das Lachen des Jungen, es hatte etwas leichtes, fröhliches und schenkte ihr selbst ein Lächeln.
Sie hatte sich auf die Treppe gesetzt und erst, als sie leise Schritte direkt auf sich zukommen hörte öffnete sie die Augen wieder. Sie wollte schon ansetzen und ihrem Bruder sagen, dass er verschwinden sollte, als bemerkte dass es ja gar nicht ihr Bruder war, der dort neben ihr stehen blieb.
"Keine Sorge, Skar liebt Kinder..", sagte sie leise und erhob sich langsam. Es war schön Skar so ausgelassen toben zu sehen, sie selbst hatte dazu schon lange nicht mehr die Kraft und die Motivation. Sie genoss es, den jungen Tiger noch einmal so glücklich und frei zu sehen.
"Ich sollte mich jetzt aber wirklich wieder an die Arbeit setzen..", sagte sie und wollte gerade wieder ins Haus gehen, als Mael sein Hand sanft um ihr Handgelenk legte. Ohne es wirklich zu wollen oder verhindern zu können flammte die Hitze durch ihren Körper und die Flammen stießen sich heraus, verbrannten seine Hand.
Cormia starrte entsetzt auf seine Hand. "Das.. es tut mir leid! Verdammt, dass war nicht meine Absicht..", sagte sie leise und zehrte ihn ins Haus, hinter sich her. In der Küche nahm sie ein der Küchentücher und tränkte es in kaltes Wasser, wickelte es dann um seine Hand.
Sie sah immer wieder entschuldigend zu ihm auf und fluchte innerlich. Verdammt, seit wann entflammte sich ihr Feuer denn bitte von allein? Dass hatte es doch noch nie getan, egal wie groß ihr Schmerz gewesen war.. Ja, als Kind hatte sie ihre Eltern des öfteren verbrannt, solange sie ihre Gabe nicht im Griff gehabt hatte, aber das war jetzt über 2 Jahrhunderte her..
"Das tut mir schrecklich leid.. normalerweise passiert mir so etwas nicht..", entschuldigte sie sich noch einmal bei ihm und wandte sich dann ihm ab. Es war das Beste, wenn sie sich ein bisschen aus seiner Nähe fernhielt - das war doch nicht normal, nie hatte sie Jemand so aus der "Ruhe" gebracht, dass ihr Feuer sich selbstständig machte..

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Samstag 1. Juni 2013, 12:25
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Mael



"Sie hat Angst! Lass ihr Zeit, sie versteht das noch nicht.." erklärte Halas ihm, nachdem Cormia die Küche verlassen hatte.
"Ja, ich weiß! Ich habe nicht vor sie zu bedrängen, ich möchte das es ihr gut geht!" erklärte Mael ihm und nickte wissend. Auch wenn sie nicht mehr im Raum war, konnte er ihren Schmerz spüren und vor allem die Nähe des Todes. Er hasste seine Gabe und gerade bei ihr schien sie besonders stark zu sein.
"Sie ist es, oder? Deine Erlöserin?!" fragte ihn Halas und Mael starrte ihn an. Der Kleine wusste unglaublich gut bescheid. "Ja, sie ist es! Und ich werde alles daran setzten, dass der Tod von ihr weicht, genau wie ihr Schmerz. Ich werde nicht zulassen, dass sie stirbt oder ihre Pein sie zerfrisst." erklärte er und nickte Halas zu.
"Bitte entschuldige mich.." sagte er noch und folgt dann Cormias spur nach draußen in den Garten. Doch was er dort sah ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren.
Evan spielte mit einem ausgewachsenen Tiger und schien nicht einmal Angst vor dem Tier zu haben.
"Keine Sorge, Skar liebt Kinder..",erklang Cormias Stimme leise und sie erhob sich langsam. Anscheinend war es ein Haustier von ihr. Ungewöhnliches Haustier!
"Ich sollte mich jetzt aber wirklich wieder an die Arbeit setzen..", sagte sie und wollte gerade wieder ins Haus gehen, doch Mael ergriff sanft ihr Handgelenk und wollte sie noch nicht gehen lassen.
Plötzlich schossen Flammen aus ihrer Haut und verbrannten seine Hand. Verdutzt starrte er die kleinen Brandblasen an. Normalerweise war er gegen jede Art von Feuer immun..
Cormia starrte entsetzt auf seine Hand. "Das.. es tut mir leid! Verdammt, dass war nicht meine Absicht..", sagte sie leise und zehrte ihn ins Haus, hinter sich her. In der Küche nahm sie ein der Küchentücher und tränkte es in kaltes Wasser, wickelte es dann um seine Hand.
Sie machte ein unheimliches Gewese um die kleinen Verbrennungen. Doch wenn sie das Tuch abwickeln würde, wäre alles verschwunden. Keine Narben, einfach weg als wäre nie was gewesen.
Sie sah immer wieder entschuldigend zu ihm auf und er lächelte sanft. Das war wirklich nix schlimmes für ihn und er hatte schon weitaus schlimmere Verletzungen gehabt.
"Das tut mir schrecklich leid.. normalerweise passiert mir so etwas nicht..", entschuldigte sie sich noch einmal bei ihm und wandte sich dann ihm ab.
Mael wickelte das Handtuch von seiner Hand ab und zeigte sie ihr. "Schau, es ist schon nichts mehr davon da. Du brauchst dich nicht entschuldigen, ich hätte besser aufpassen müssen und dich nicht so überrumpeln dürfen. Normalerweise bin ich auch immun gegen jedes Feuer, also mach dir einfach keine Gedanken. Es wird mir nie wieder etwas anhaben können, denn jetzt kenn ich auch dein Feuer und bin auch dagegen immun." erklärte er ihr sanft und lächelte.
"Da Evan jetzt beschäftigt ist, werde ich sehen was ihr noch hier habt. Hilfst du mir?" fragte er sie lächelnd und streckte ihr wieder seine Hand entgegen, ließ sie selbst entscheiden ob sie die Berührung wollte oder nicht..

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Samstag 1. Juni 2013, 13:39
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Cormia.


Sie sah ihn einfach nur an, die Brandblasen waren weg und dennoch, verdammt was war den nur mit ihr los? Das war doch sonst nicht ihre Art. Sie schüttelte kaum merklich den Kopf und deutete dann auf den Kühlschrank. "Du wirst nicht viel Glück haben.. Der dürfte wie alles, leer sein!", sagte sie und zuckte mit den Schultern.
Umso weniger im Haus war, umso weniger kam Halas auf die Idee sie zum Essen zu nötigen! Nein, dann zwang er sie alle 2 Tage mit ihm "auszugehen" damit sie überhaupt etwas aß.
"Irgendwo müsste aber eigentlich noch Gemüse sein und Fleisch, beides Dinge die dem Herren, roh nicht ganz munden und sein Talent zu kochen.. na ja..", Cormia schüttelte den Kopf. Nein, wie hätte er es den auch lernen sollen? So verzogen und verhätschtelt er geworden ist!? Nie hat er irgendwas tun müsssen, hatte es schön und einfach Zuhause gehabt und war erst ausgezogen, als er sich auf die Suche nach ihr gemacht hatte - hätte er es doch nur gelassen..
Die Bilder durchfuhren sie wieder, sie sah Richard, spürte seine Hände auf ihrem zierlichen, geschundenen Körper und die widerlichen Kerle, die dafür bezahlten sie benutzt zu dürfen.
Sie spürte auch, wie ihr Körper sich verwandelte, ihre Augen sich färbten genau wie ihre Haare. Cormia riss sich aus diesen Gedanken. Sie durfte sich nicht von den Gefühlen und der Angst, den Gedanken und Erinnerungen leiten lassen! Als sie die Augen endlich wieder aufmachte, ihr Körper zitterte noch immer schrecklich - wie immer nach diesen Bildern und Erinnerungen - schlangen sich urplötzlich Halas Arme um ihren Körper, schützend.
Sie lehnte sich gegen ihn und ließ es zu, dass er ihr die Hand auf die Stirn legte, ihren Körper beruhigte. "Wieder gut?", fragte er vorsichtig und Cormia nickte schwach.
"Geht schon..", sagte sie leise und lächelte. "..aber ich glaube du solltest einkaufen gehen, schließlich kannst du sonst ja auch alles leeren! Sieh zu!", sagte sie und Halas grinste. "Wie? Du entschließt dich zu Essen? Krank? Soll ich gleich einen Arzt rufen oder noch besser deinen speziellen Freund!?", fragte Halas flaxend und küsste behutsam ihre Stirn.
"Ich geh ja schon, aber sei vorsichtig, Herzblatt!", sagte er leise und verschwand dann aus der Küche, im Gehen nahm er seine Jacke noch mit und verschwand dann aus dem Haus.
"Keine Sorge, es ist alles in Ordnung..", murmelte sie leise, mehr zu sich selbst als zu irgendwem und straffte dann die Schultern, bevor sie sich wieder zu Mael drehte.
"Er wird Evan nichts tun, er ist es gewöhnt als Kuscheltier und Spielzeug benutzt zu werden.. Er wächst seit er klein ist mit Kindern auf! Er ist viel gewöhnt, du brauchst dir keine Sorgen machen!", erklärte sie ihm ruhig und ließ ihren Blick auf ihren kleinen Liebling fallen, er spielte immer noch mit Evan, fröhlich.
Cormia lächelte sanft und legte ihre Hand kaum merklich auf sein..

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Samstag 1. Juni 2013, 14:07
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Mael


Sanft schloss Mael seine Finger um ihre Hand, als sie sich entschieden hatte ihre Hand in seine zu legen und lächelte sanft.
"Evan hat ein Händchen für Tiere, auch wenn ich ihm mit Mühe beigebracht habe, dass nicht alle Tiere zum kuscheln da sind!" erklärte er ihr sanft und führte sie wieder hinaus in den Garten. Wenn Halas erst einkaufen musste, würde es noch eine ganze Weile dauern, bis er würde kochen können.
Langsam führte er sie hinaus, wo Evan immer noch mit dem Tiger spielte. Der Ausblick war hier unglaublich. Man konnte das Meer sehen und es war einfach wundervoll, endlich wieder frei zu sein. Auch sein Dämon war zufrieden! Er hatte sie erkannt, erkannte aber auch ihre Schwäche und verhielt sich ruhig - er würde niemals etwas verlangen was ihr schaden könnte.
"Es ist wunderschön, wie die Sonne auf das Meer scheint.." murmelte er vor sich hin und genoss einen Augenblick den wunderschönen ausblick.
"Ihr habt hier ein schönes Zuhause, du und dein Bruder! Fühlst du dich wohl hier?" fragte Mael sie und wandte sich ihr wieder zu. Auch sie sah aufs Meer hinaus. "Wollen wir ein wenig am Meer spazieren gehen? Evan und dein Tiger können uns ja begleiten!" fragte er und als sie zögernd nickte, führte Mael sie langsam Richtung Meer.
"Evan komm mit deinem neuen Freund mit uns, wir gehen ans Meer!" rief er seinem Sohn zu und , der sprang neben dem Tiger her an ihnen vorbei und an den Strand.
Langsam führte er Cormia den Strand entlang und achtete darauf, sie nicht zu sehr anzustrengen.
An einem der Felsen hielt er inne und ließ sie sich setzen, als er ihre Erschöpfung spürte. Sie sah ihrem Tiger und Evan beim spielen zu und Mael hob einen gelb/orangen Stein auf, der in angespültem Seetank lag. Es war ein großer Bernstein, in dem ein Moskito eingeschlossen zu sein schien.
Lächelnd setzte er sich zu Cormia, ließ aber einen gewissen Abstand, um sie nicht zu bedrängen und hielt ihr den Bernstein mit flacher Hand hin. "Er bringt Glück!" erklärte er ihr und legte ihn behutsam in ihre Hand..

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Samstag 1. Juni 2013, 14:44
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Cormia.


Sie saß eine Weile ganz still auf dem Stein und im Grunde war sie Mael dafür dankbar das er sie sich hinsetzen lassen hatte. Sie schloss die Finger sanft um den Stein. Sie dachte über seine Worte nach und schüttelte dann kaum merklich den Kopf. "Nenn es doch bitte nicht mein Zuhause! Halas fühlt sich hier wohl und das ist das wichtigste! Es wird eine Zeit kommen dann kann er den Halt und die Kraft gebrauchen die ihm Irland gibt gebrauchen und genau deswegen sind wir hier!", fügte sie leise hinzu und sah dann Mael lange einfach nur in die Augen. Sie waren das einzig sanfte und weiche an seinem Gesicht. Der Rest hatte etwas sehr raues und markantes. Sie hätte ihn stundenlang betrachten können! "Er ist mein kleiner Bruder es ist wichtig das er sich wohl fühlt...", erklärte sie Mael und sah dann zu Evan und Skar. Evan strahlte ihr entgegen und Cormia konnte nicht anders als auch lächeln. Langsam erhob sie sich, schlüpfte aus ihren Schuhen und ging dann aufs Meer zu. Evan schlang ihr von hinten die Arme um und Cormia hob den Jungen vorsichtig hoch. "Ich bin froh das Papa dich endlich gefunden hat!", sagte der kleine Junge und küsste ihre Wange, bevor sie ihn wieder am Strand auf seine eigene Füße und der Kleine rannte wieder zu Skar. Cormia ging langsam wieder auf Mael zu....

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Samstag 1. Juni 2013, 15:50
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