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 Dun Lagohaire 
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Luna
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Cormia.


Sie saß eine Weile ganz still auf dem Stein und im Grunde war sie Mael dafür dankbar das er sie sich hinsetzen lassen hatte. Sie schloss die Finger sanft um den Stein. Sie dachte über seine Worte nach und schüttelte dann kaum merklich den Kopf. "Nenn es doch bitte nicht mein Zuhause! Halas fühlt sich hier wohl und das ist das wichtigste! Es wird eine Zeit kommen dann kann er den Halt und die Kraft gebrauchen die ihm Irland gibt gebrauchen und genau deswegen sind wir hier!", fügte sie leise hinzu und sah dann Mael lange einfach nur in die Augen. Sie waren das einzig sanfte und weiche an seinem Gesicht. Der Rest hatte etwas sehr raues und markantes. Sie hätte ihn stundenlang betrachten können! "Er ist mein kleiner Bruder es ist wichtig das er sich wohl fühlt...", erklärte sie Mael und sah dann zu Evan und Skar. Evan strahlte ihr entgegen und Cormia konnte nicht anders als auch lächeln. Langsam erhob sie sich, schlüpfte aus ihren Schuhen und ging dann aufs Meer zu. Evan schlang ihr von hinten die Arme um und Cormia hob den Jungen vorsichtig hoch. "Ich bin froh das Papa dich endlich gefunden hat!", sagte der kleine Junge und küsste ihre Wange, bevor sie ihn wieder am Strand auf seine eigene Füße und der Kleine rannte wieder zu Skar. Cormia ging langsam wieder auf Mael zu....

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Samstag 1. Juni 2013, 15:51
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Mael



Lange schwieg Mael und lief auf dem Strand auf und ab, bis er sich Cormia wieder zu wandte.
Behutsam nahm er ihre Hände in seine, nachdem er ihre Zustimmung eingeholt hatte. Einen Moment schloss er die Augen und atmete tief durch. Eigentlich hatte er dieses Gespräch noch ein bisschen hinauszögern, doch dank seinem Sohn durfte er das jetzt schon tun.
Als er seine Augen endlich wieder öffnete, sah er ihr in die Augen und sofort wurden seine Züge ganz weich und sanft. "Nicht nur Evan ist froh, dass ich dich endlich gefunden habe - ich bin es auch! Unglaublich froh Cormia! Du kannst dir gar nicht vorstellen wie froh." begann er leise und lächelte, bei dem Gedanken endlich frei zu sein.
Das Mal würde zwar immer auf seiner Haut bleiben, doch es würde nicht mehr anfangen zu brennen, denn sie hatte hatte ihn in zweifacher Hinsicht erlöst. Cormia hatte den Dämon in ihm besänftigt und den Bann der Hexe gelöst. Es dauerte wieder eine Weile bis Mael es schaffte weiter zu sprechen.
"Ich bin ein Blutdämon, Cormia und ich wurde von der Hexe gebannt, die deinen Bruder durch mich töten lassen wollte. Ich weiß nicht, was du alles über Meine Rasse weißt aber wir haben einen fatalen Schwachpunkt und der ist unsere Blutgier. Blutdämonen sind immer männlich und der Dämon wird immer nur an den Erstgeborenen vererbt, meist zeugt ein Blutdämon auch immer nur einen männlichen Nachkommen, alle weiteren sind weiblich. Keine Frau schafft es - sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass das Erstgeborene ein Mädchen ist - je ihren Dämon zu beherrschen, ohne ihren Erlöser. Alle Erstgeborenen setzen alles daran ihre Erlöserin zu finden, was eigentlich ihre Lebensaufgabe ist. Doch sie schaffen es auch - wie Evan und ich dir zeigen - unseren Dämon so zu beherrschen. Und dennoch warten wir unser Leben lang nur auf die EINE, die uns von dieser Pein erlöst und den Dämon in uns besänftigt. Die Hexe, die mich bannte, hat mir nur eine Chance gelassen diesen Bann zu brechen - nur wenn ich meine Erlöserin finde, sollte ich frei sein. Dank dir bin ich endlich frei, seit über 400 Jahren bin ich endlich frei und mein Dämon ist ruhig und sanft in meiner Brust. " schloss er und schloss seine Augen.
Wenn sie jetzt fortlief konnte er sie nur zu gut verstehen. Er hatte ihr gerade eröffnet, dass er ihr jetzt für immer an der Backe kleben würde und das war echt heftig, gerade wo sie solche Angst hatte.
"Es ist eine ganz besondere Verbindung und auch die Erlöserin spürt sie." flüsterte er leise und sah sie schließlich wieder an. "Hab bitte jetzt keine Angst, Cormia. Ich werde dir nichts tun, niemals und ich werde dich auch nicht bedrängen." erklärte Mael ihr sanft und lächelte. Nein, er würde sie niemals bedrängen, würde niemals zulassen, dass seiner kleinen Schönheit je wieder Leid widerfuhr..

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Samstag 1. Juni 2013, 17:17
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Cormia.


Cormia schloss die Augen und vergrub ihre Finger tief in Skars Fell. Immer wieder rollten Tränen über ihre Wange und sie war froh allein zu sein. Mael war mit Evan und Halas noch am Essen doch sie hatte sich nach nur wenigen Bissen vom Tisch verabschiedet und hatte sich nach draußen zu Skar geflüchtet. Warum konnte ihr leben nicht einmal einfach sein? War es nicht schon schlimm genug das sie ihren geliebten Bruder in die Hölle führen würde, wenn sie starb, wieso dann auch noch so einen kleinen Goldschatz wie Evan und einen so sanften Mann wie Mael. Das war einfach nicht fair! Allein bei dem Gedanken an den Schmerz füllten ihre Augen sich wieder mit Tränen. Ihr Körper würde nicht mehr lange mit machen, umso schneller sie starb umso besser, umso weniger konnte sie auch noch Mael und Evan weh tun.
Nur langsam erhob sie sich und wischte sich die Tränen von den Wangen. "Skar... beschütz Halas und Evan, Mael. Ihnen darf nichts passieren! Auch wenn ich nicht wieder komme!", hauchte sie ihrem treuen Begleiter zu und küsste ihn noch einmal, bevor sie ihren Cardigan enger um ihren Körper schlang. Langsam lief Cormia auf die Klippen zu, auch wenn es sie schmerzt musste sie jetzt da einfach durch!
"Leb wohl...", hauchte Cormia vor sich und rannte auf die Klippen zu als sich urplötzlich Arme um ihren Körper schlangen und festhielten. Mael! Ihr Körper zitterte und Cormia begann wieder zu weinen.
"Sei nicht so dumm! Glaub nicht, das ich noch lange lebe so wie Halas! Meine Stunden sind gezählt... Bitte Mael, lass es mich beenden bevor es auch noch für dich und Evan schlimme Folgen hat!", flehte sie ihn an. Doch er hielt sie einfach fest und Cormia riss sich von ihm los. "Bitte Mael, such dir einfach eine Frau die dir bieten kann was du verdienst! Du und Evan! Ich werde dir das niemals geben können...", sagte sie mit brüchiger Stimme und trat langsam wieder auf die Klippen zu...

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Samstag 1. Juni 2013, 19:07
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Mael


Mael gefiel es gar nicht, das Cormia sich so schnell vom Essen verabschiedet hatte und deshalb folgte er ihr jetzt langsam nach draußen. Er fand sie im Garten, wo sie gerade ihren Tiger streichelte und dann langsam auf die Klippen zu lief.
"Leb wohl...", hörte er Cormia vor sich hin hauchen und rannte auf die Klippen zu Sofort war Mael bei ihr und schlang seine Arme fest um ihren Körper. Verdammt was sollte dieser Mist denn? Natürlich verstand er sie, dass sie ihrem Leben, bei all dem Leid, was sie erlebt hatte, ein Ende setzen wollte, doch das war auch keine Lösung. Ihr Körper zitterte in seinen Armen und Cormia begann zu weinen. Sanft streichelte er sie, versuchte sie zu beruhigen.
"Sei nicht so dumm! Glaub nicht, das ich noch lange lebe so wie Halas! Meine Stunden sind gezählt... Bitte Mael, lass es mich beenden bevor es auch noch für dich und Evan schlimme Folgen hat!", flehte sie ihn an. Doch er hielt sie einfach fest und sie riss sich von ihm los. "Cormia.." bat er sie leise und reichte ihr seine Hand. Wenn sie sterben würde, wäre er seiner alten Herrin wieder voll ausgeliefert und dieses Mal würde es keine Hoffnung auf Erlösung geben.
"Bitte Mael, such dir einfach eine Frau die dir bieten kann was du verdienst! Du und Evan! Ich werde dir das niemals geben können...", sagte sie mit brüchiger Stimme und trat langsam wieder auf die Klippen zu.
Sofort hielt er sie wieder zurück, hob sie sanft hoch und wiegte sie behutsam in seinen Armen. "Schhh... Bitte beruhige dich Schönheit!" sprach er leise und ging langsam mit ihr wieder den Weg runter zum Strand, trug sie sanft über den Sand. "Ich kann und WILL mir keine andere Frau suchen. Du bist eine wundervolle Frau, der schreckliches widerfahren ist. Vielleicht ist es zu spät wie du sagst, aber lass mich wenigstens versuchen dir irgendwie zu helfen und wenn du mich einfach nur für dich da sein lässt bis dein Körper aufgibt." bat Mael sie leise und schloss bei diesen Worten seine Augen. Allein der Gedanke war schrecklich, aber er würde sie nicht allein lassen und auch nicht zulassen, dass sie sich das Leben nahm.
"Wenn du jetzt stirbst, wenn du dein Leben einfach beendest, wird Evan in wenigen Jahren das sein was ich bis heute Morgen war: Eine Waffe, der Hexe und willenlos ihr ausgeliefert. Sie könnte mich wieder unter den Bann zwingen, doch nachdem ich ihr jetzt etwas entgegenzusetzen habe, wird sie das nicht tun und mich eher umbringen und Evan zu ihrem Machen." erklärte er ihr weiter und zog sie enger an sich. Wenn er nur einmal von ihr trank, wären Evan und er für immer frei, aber er würde nicht von ihr trinken, nicht solange sie so schwach war...

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Samstag 1. Juni 2013, 20:00
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Cormia.



Sie schloss in seinen Armen die Augen, ihr ganzer Körper schmerztze und ihr war, mal wieder, schrecklich kalt. Doch seine Worte hatten auch einen bitteren Nachgeschmack, niemand wusste davon - von der Pein, die sie solange Zeit einfach stumm geduldet hatte, nicht einmal Halas.
Cormia löste sich ein ganzes Stück von ihm, um ihm in die Augen sehen zu können. "Dass kannst du einfach nicht wissen.. nicht einmal Halas weiß es!", sagte sie leise und versuchte einfach das Zittern und den Schmerz los zu werden. Vorsichtig machte sie sich von ihm los und trat langsam auf das Meer zu, ging aber nicht wieder rein.
"Im Gegensatz zu Halas, habe ich schon lange begriffen, dass mein Körper der Tortur einfach nicht gewachsen war und es ist auch gut so, dass er im Grunde keine Ahnung hat. Klar, er weiß dass es schrecklich gewesen sein muss aber nicht einmal er, weiß was wirklich in all den Jahren dort passiert ist...", erklärte sie ihm leise und drehte sich dann wieder zu ihm um.
Es fühlte sich einfach nicht richtig an, ihn nicht anzusehen!
Doch den Schmerz in seinen Augen zu sehen, machte es im Grunde auch nicht besser und doch trat sie ein Stück auf ihn zu. "Woher?", fragte sie ihn leise und schlang sich den Cardigan enger um die Schultern, enger um ihren gesamten Körper. "Was weißt du Alles?", fragte sie ihn weiter.
Cormia musste es einfach wissen, musste wissen, wie viel er wirklich wuste.. Was genau er wusste..
Gott, allein die Vorstellung.. Sie schüttelte den Kopf, verdrängte die Gedanken daran vollkommen! Einen gänzlichen Zusammenbruch vor ihm, heute, wäre das Letzte, was sie gebrauchen könnte! Es tat weh, ihr tat Alles weh und sie spürte schon wieder, wie sehr ihr Körper doch am Ende war und doch musste sie einfach sich mal einbisschen zusammen reißen.
Wie oft tat sie das schließlich für Halas? Er wusste wahrscheinlich längst, dass es nur noch Wochen sein konnten, die sie leben würde, aber sie redete sich einfach gern ein, er wüsste es nicht. Es war einfach leichter! Wieder stiegen Tränen in ihr auf, sie wusste wie hart das für ihren Bruder werden würde, wie erst einmal nicht mehr war.. Doch Cormia schüttelte den Kopf, sie hatte noch ein paar Tage.. vielleicht sogar Wochen, da wollte sie jetzt nicht weiter über ihren Tod nachdenken.
"Halas glaubt, dass es einfach nur eine Sache ist, dass ich nicht mehr will.. Und ja, ich will auch nicht mehr! Vieles ist einfach egal geworden, nach all dem.. Aber wahrscheinlich ist es so leichter für ihn, so kann er sich wenigstens einreden, er hätte alles getan. Aber gegen das körperliche Ende kann er einfach nichts tun.. Versprich mir, sollte es wirklich dazu kommen.. trink von mir, bevor ich sterbe!", sagte sie leise und sah, mit Tränennassen Augen, zu ihm auf.
"Sieh mich nicht so an, ich weiß genug über deine Rasse um zu wissen, dass du mein Blzt brauchst - gerade, sollte ich sterben!", sagte sie und schloss für einen Moment die Augen, bevor sie langsam wieder an den Rad der Klippe trat und sich dort hinsetzte..

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Samstag 1. Juni 2013, 20:36
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Mael


Mael seufzte, jetzt musste er wohl mit der Sprache heraus rücken. "Ich kann die Gefühle und das Leid aller um mich herum spüren und bei dir ist diese Gabe besonders ausgeprägt, so dass ich deine Pein genau kenne und auch wie unglaublich nah du dem Tode stehst!" gestand er ihr leise.
Verdammt, das erzählte er sonst keinem, nicht mal Evan wusste genau wie seine Gabe funktionierte. "Ich wollte dich nicht belauschen oder so etwas, ich kann das nicht immer verhindern." erklärte er und strich ihr sanft über die Wange.
Gott, er war ja so ein Idiot! Hätte er nicht einfach die Schnauze halten können? Nein, natürlich nicht!
Doch ihre nächsten Worte waren viel schlimmer und brachten ihn vollkommen aus dem Konzept. Mael starrte sie völlig entsetzt an. Nein, das konnte sie nicht verlangen!
"Nein.." hauchte er tonlos.
Sanft schlang er ihr die Arme um den Körper und schützte sie vor dem eisigen Wind, der Kälte der Nacht. "Ich trinke von dir, unter einer Bedingung: Du versuchst es wenigstens, wieder auf die Beine zu kommen! Ich werde dir helfen, wo ich nur kann und wenn du es wirklich einfach nicht mehr kannst, werde ich von dir trinken bevor du mich verlässt, aber ich bitte dich versuch es.." bat Mael sie und streichelte sie sanft, bevor er si hoch hob und wieder zurück zum Haus trug..

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Samstag 1. Juni 2013, 21:11
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Cormia.


Sie hätte am liebsten den Kopf geschüttelt, ihm erklärt, dass sie doch gar nicht mehr Leben wollte! Dass ihr ihr Tod ganz Recht kommen würde und super in ihre Planung passen würde. Doch das konnte sie ihm ja schlecht sagen! Sie konnte ihm einfach nicht sagen, dass es keinen Sinn mehr hatte zu hoffen und das sie sich eigentlich nichts sehnlicher als ihren eigenen Tod wünschte!
Ja, ihr Tod war ihr im Grunde schon ein tiefes Bedürfnis..
Cormia seufzte schwer und schloss für einen Moment die Augen. Ihr Bruder war wie immer auf einer seiner Sauftouren und sie wusste das Evan oben schlief. Skar ging nur selten ins Haus, nur wenn es regnete, doch er lag oben im Gästezimmer, vor dem Bett des Jungen, wachsam und doch völlig tiefenentspannt.
Behutsam strich sie Skar über den Kopf.
"Ich wusste ja schon immer, das du viel besser auf die Kinder aufpasst, als Halas! Ich möchte gar nicht wissen, wie oft er dich missbraucht hat, als Babysitter..", murmelte sie und schüttelte den Kopf. Skars Blick folgte ihr wachsam als sie ans Bett des Jungen trat und ihm sanft über die Stirn strich, die Decke fester um seinen kleinen Körper wickelte.
Noch vor ein paar Wochen, war sie regelmäßig hier im Waisenhaus gewesen, hatte den Kindern abends vorgelsen oder sie zu Bett gebracht, manchmal hatte sie gemeinsam mit ihnen gekocht oder einfach so nur mit ihnen gespielt, sie beobachtet wie sie mit Skar spielten. Der Tag mit dem Jungen hatte auch ihrem geliebten Tiger gut getan, die Erholung und die tiefe Entspannung waren ihm deutlich anzusehen.
Vorsichtig beugte sie sich zu Evan runter und küsste sanft seine Stirn. "Schlaf, kleiner Engel! Der Dicke passt schon auf dich auf!", murmelte sie ganz leise und lächelte, als er kleine Kerl sich an ihre Hand schmiegte.
Leise verließ sie das Zimmer wieder und schob ihre Hand, ohne nachzudenken, in Maels.
Sie setzte sich mit ins Wohnzimmer, wohl in dem Wissen, dass ihr Bruder wahrscheinlich die ganze Nacht weg sein würde. "Es macht nicht viel Sinn, dir Hoffnungen zu machen.. Redet es euch doch nicht schön, es sind doch im Höchstfall noch 3 oder 4 Wochen, die mein Körper dieses ganze Theater aushält.. Mach dir keine Hoffnungen.. Die Chance ist so gering..", murmelte sie leise und schloss die Augen.
Ja, sie spürte ihren Körper schon wieder nicht richtig, der Schmerz und die Erschöpfung verschleierten in diesem Punkt ihre Wahrnehmung aber manchmal war sie froh, dass es so wahr. Manchmal ist es einfach einfacher, nicht immer jeden Zentimeter Schmerz zu spüren..
So voller Schmerz sie war, so klar und trocken waren ihre nächsten Worte.
"Du musst einfach trinken. Lieber sterbe ich, weil es dir ein Leben schenkt schneller - schmerzloser - als qualvoll und wartend sterben zu müssen!", sagte Cormia. Ja, sie wollte nicht langsam vor sich hin sterben, nicht, wenn sie mit ihrer letzten Lebenskraft etwas sinnvolles bewirken würde können!
Nicht, wenn sie dann Mael helfen konnte!
"Du MUSST es einfach tun!", sagte sie und zog sich die Decke, die über der Lehne lag über den Körper. Es war ewig her, dass sie hier gesessen hatte, sie hielt es hier unten eigentlich nicht aus. Viel zu sehr, liebte sie ihr Zimmer, den Ausblick von dort oben und das Alleinsein.. Doch das erste Mal seit Jahren wollte sie nicht allein sein, nein - sie wollte das Mael bei ihr blieb, dass es vielleicht irgendwie doch noch eine Chance für sie gab! Vielleicht konnte sie es doch schaffen - mit ihm..
Cormia legte ihren Kopf an seine Schulter und schlang die Decke fester um ihren zitternd Körper.
"Wenn die ständige Kälte nicht wäre, wäre sterben wahrscheinlich gar nicht so schlimm..", murmelte sie vor sich hin und schloss die Augen..

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Samstag 1. Juni 2013, 21:39
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Mael


Sanft hatte Mael sie in seine Arme gezogen und seine körperwarme Lederjacke um den Körper gewickelt.
Sie zitter schrecklich vor Kälte und er versuchte sie mit seinem Körper zu wärmen. Sein Dämon produzierte mehr Wärme nur um Cormia mehr Wärme schenken zu können. Liebevoll ließ er seine Finger über ihren Arm streichen und hielt sie warm.
"Ich lass dich nicht sterben, Schönheit! Ich möchte dich einfach noch nicht aufgeben. Ich weiß, dass es viel verlangt ist und schwer, aber es gibt immer etwas für das es sich zu Leben lohnt!" begann er leise und strich ihr sacht eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Ich habe in all den Jahren, im Dienst der Hexe, immer wieder darüber nachgedacht mir das Leben zu nehmen, weil ich ihre grausamen Taten einfach nicht mehr ausführen konnte und wollte. Doch ich habe immer weiter gemacht und den letzten Jahren natürlich für Evan. Die Hoffnung, irgendwann die EINE zu finden, hat mich am Leben erhalten, hat mir immer wieder die Kraft gegeben weiter zu machen. Und Evan braucht mich einfach, außer mir hat er niemanden." erklärte Mael ihr leise und ließ wieder eine Welle seiner Wärme über ihre zarten Körper streichen.
Irgendwann war sie eingeschlafen und Mael bettete sie bequemer auf seinem Schoss, wickelte sie fester in die Decke und seine Jacke und wachte über ihren Schlaf..

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Samstag 1. Juni 2013, 22:54
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Mael



Sanft strich Mael Cormia über die Wange und zog seinen Sohn enger an sich. Evan war im Morgengrauen herunter gekommen, wie eigentlich jeden Tag. Sobald die Sonne nur ihre Finger ausstreckte, war der kleine Racker auf den Beinen.
"Cormia bleibt doch bei uns Dad, oder?!" fragte Evan ihn plötzlich flüsternd und sah traurig zu ihm auf. Mael schloss gequält die Augen. Also hatte Evan es auch schon mit bekommen, dass Cormia dem Tode näher war als dem Leben. Liebevoll zog er seinen Sohn enger an seine Brust.
"Das wissen wir noch nicht, Großer! Weißt du manchmal gibt es im Leben eines Menschen einen Zeitpunkt an dem er des Lebens müde ist und es einfach nicht mehr weiter geht. Ich hoffe, dass es bei Cormia noch nicht zu spät ist aber wenn es einfach nicht mehr geht für sie, dürfen wir uns ihr nicht in den Weg stellen, Evan. Jeder Mensch hat das Recht, das selbst zu entscheiden. Wir können nur versuchen ihr wieder einen Sinn zu geben oder bis zum Ende ihr beizustehen." versuchte er seinem geliebten kleinen Krieger zu erklären und strich ihm eine Träne von der Wange.
"Nicht weinen Großer.." hauchte er ihm zu und drückte ihn fest an sich.
"Nein! Sie darf uns einfach nicht wieder verlassen - nicht wie meine Mama! Warum will mich eigentlich nie jemand? Was ist denn falsch an mir?" fragte Evan unter Tränen und entriss sich den Armen seines Vaters.
"Verdammt!" fluchte Mael leise und bettete Cormia sanft auf dem Sofa, auf dem sie noch immer saßen. Langsam regte sie sich und er strich ihr sanft über die Wange. "Ich muss Evan hinterher, Schönheit. Bitte erschreck dich nicht, alles ist gut!" flüsterte er ihr zu und küsste kaum merklich ihre Stirn. "Ich bin gleich wieder bei dir!" fügte er noch hinzu, als sie sich aufsetzte und rannte seinem Sohn nach.
Er fand Evan im Garten bei dem Tiger, Skar.
Liebevoll schlang er seinem Sohn die Arme um den kleinen Körper und hob ihn hoch. Lange hatte er seinen Sohn nicht mehr so am Boden gesehen und es tat ihm in der Seele weh, dass sein kleiner Krieger so leiden musste.
"Du hat gesagt, wenn wir sie finden, wird alles gut und jetzt.." begann Evan und brach dann schluchzend ab.
"Schh... ist ja gut Großer! Wir schaffen das! Solange ich bei dir bin, wirst du immer gewollt und geliebt sein. Du bist doch mein tapferer Krieger! Manchmal wünscht man sich etwas und dann kommt es doch anders, dass ist das Leben und wir können nur versuchen irgendwie damit klar zu kommen und unseren Weg zu finden. Du bist nicht falsch und es hat nichts mit dir zu tun mein Großer, absolut nichts!" erklärte Mael seinem Sohn und küsste sanft seine Stirn, hielt ihn ganz fest.
"Wenn Cormia uns wieder verlässt, müssen wir zurück. Ich will nicht wieder zurück! Sie wird dich wieder zwingen schreckliche Dinge zu tun und dann lässt du mich auch bald allein.." weinte Evan und verbarg das Gesicht an der Brust seines Vaters. "Schhh... ist ja gut! Ich lass dich niemals alleine Evan - NIEMALS!!!" versprach Mael seinem Sohn und wiegte ihn sanft in seinen Armen, versuchte ihn zu beruhigen. Für Evan war es einfach schrecklich, wo doch seine Mutter sich gleich nach der Geburt das Leben genommen hatte und ihn einfach nicht gewollt hatte.
Mael hatte Alice verstanden, schließlich hatte sie das Kind unter Zwang und Schmerz bekommen hatte. Doch für Evan war es einfach schrecklich! Am liebsten hätte er es seinem Sohn niemals gesagt, doch seine alte Herrin hatte da andere Pläne gehabt und es eines Tages einfach in den Raum geworfen. So war ihm keine Wahl geblieben und er hatte es Evan erklären müssen.
Heute litt der Kleine schrecklich darunter und die Situation mit Cormia machte alles noch schwerer für ihn..

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Sonntag 2. Juni 2013, 10:32
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Beitrag Re: Dun Lagohaire
Cormia.



Der Schmerz in ihren Gliedern war schrecklich und sie schaffte es nur mit Mühe sich zu erheben. Als sie endlich auf die Beine gekommen war, trat sie langsam auf den Garten zu und hörte die Worte des Jungen, die sie geschockt dastehen ließen.
Sie kannte den Schmerz den der Kleine fühlte nur zu gut, sie wusste wie es war, wenn man sich nicht gewollt fühlte. Cormia schüttelt den Kopf, verwarf den Gedanken an ihre eigenen Kindheit sofort wieder, denn mit diesen Erinnerungen würde auch der Schmerz und die Folter wiederkehren und das, war das Letzte, was sie im Augenblick ertragen konnte!
Doch bevor sie nach draußen ging zu dem Jungen und seinen Vater, ging sie langsam nach oben in ihr Zimmer. Sie musste endlich unter die Dusche und sich frische Klamotten anziehen. Cormia zuckte zusammen als ihr Blick auf ihr Spiegelbild fiel, normalerweise bedeckte eine große Decke diesen Spiegel weil sie den Anblick ihres eigenen Spiegelebildes einfach nicht ertrug, doch diese schien runtergefallen zu sein und jetzt starrte sie entsetzt auf ihr eigenes Spiegelbild.
Sie war schrecklich dünn geworden, blass und man sah ihr den schwachen Zustand ihres Körper schon an. Cormia schloss für einen Moment die Augen und straffte die Schultern. Sie durfte einfach nicht zu lassen, dass Evan und Mael litten - durfte dem kleinen Kerl nicht wieder diesen Schmerz aussetzen, egal was es sie kostete!
Sie hatte es bis hier hin doch auch geschafft, irgendwie, wieso sollte esys denn dann jetzt nicht auch noch weiter gehen? Es musste doch einfach..
Klar, es würde schwer werden, ihren Körper wieder aus diesem Loch zu holen, gerade wo sie nun soweit am Ende war und sich eigentlich nichts sehnlicher als ihr Ende wünschte, sich wünschte das der Schmerz aufhörte, sich wünschte dass alles vorbei war.
Schnell schlüpfte sie aus ihren Sachen und stieg unter die Dusche. Das heiße Wasser tat gut, wärmte sie - wenn auch nur für einen Moment und sie schloss genüsslich die Augen. Die Wärme tat schrecklich gut, sie war etwas, was ihr eigener Körper schon lange nicht mehr zu produzieren schien..
Irgendwann stieg sie aus der Dusche und wickelte sich in das Handtuch ein, dass direkt neben der Dusche lag. Dann trat sie schnell an ihren Kleiderschrank und schlüpfte in ein dunkles Top, enge schwarze Hosen und einen dicken, weiten Pullover mit Kapuze.
Als Cormia ihre Haare zurückgebunden hatte und langsam die Treppe nach untenschritt, umklammerten ihre Finger breits die Kette, die sie schon immer um den Hals trug. Sie war das erste und letzte Geschenk ihres Großvaters und für sie so etwas wie eine Heiligkeit. Jede Elfe, die geboren wird, bekommt zu ihrer Geburt ein Schmuckstück überreicht, bei Feuerelfen ist es der Älteste, der Familie, der ihr dieses schenkt..
Sie trat langsam nach draußen zu Evan und Mael, der kleine Junge spielte mit Skar aber man sie ihm seine Trauer sichtlich an. Als Evan sie erblickte, schenkte sie ihm ein Lächeln und streckte die Hand nach ihm aus, sofort kam er zu ihr.
Vorsichtig setzte sie sich mit ihm auf ihren Schoss auf die Treppe und strich dem Jungen durch die Haare.
"Ich verspreche dir, dass ich alles tun werde, dass es nicht passiert.. Aber ich weiß nicht, ob es nicht bereits zu spät ist.", erklärte sie dem kleinen sanft und er nickte wissend. "Aber ich will, dass du weißt Evan, das du ein ganz toller und wundervoller kleiner Junge bist und ich nur zu gern bei dir bleiben würde!", erklärte sie ihm sanft und küsste seine Stirn.
Ihre Finger öffneten den Verschluss ihrer Kette und sie machte sie, dass erste Mal seit Jahrhunderten, wieder von ihrem Hals. Vorsichtig legte sie ihre Kette Evan um den Hals und verschloss sie wieder. "Und damit du niemals vergisst, das ich dich lieb hab, trag sie! Sie ist ein altes Geschenk und ich will, selbst sollte es schon zu spät sein, dass du sie behältst und niemals vergisst, was ich dir eben gesagt habe!", sagte sie liebevoll und küsste die Stirn des kleinen Jungen. Evan schlang ihr die Arme um den Hals und drängte sich an ihren Körper.

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"Schh.. Es wird Alles gut werden, kleiner Schatz! Du wirst nie wieder zurück müssen, keine Sorge!", versprach sie ihm. Mael würde von ihr trinken - er musste einfach - um seinen Sohn eine ordentliche Zukunft bieten zu können.
Evan nickte und blickte dann wieder sehnsüchtig zu Skar.
"Na geh schon!", sagte sie sanft und Evan rannte zu Skar, er ihn freudig empfing.
Nur langsam erhob sie sich wieder und ging auf Mael zu. Sie hoffte mittlerweile, schon um Evans Willen, dass sie es schaffen würde! Sie wollte weder Mael verletzten noch den kleinen Sonnenschein, denn sie jetzt schon so schrecklich sehr in ihr Herz geschlossen hatte!
Und doch, machte sie sich gerade über etwas ganz anderes Sorgen! Sie wusste dass Mael die ganze Nacht bei ihr verbracht hatte und ihre Träume waren besonders heute Nacht schrecklich gewesen, schlimmer als sonst.
"War es sehr schlimm?", fragte sie ihn leise, ohne ihn direkt anzusehen, aber in dem Wissen, dass er genau wusste wovon sie redete. Er würde es wissen..
Sie kannte es nur zu gut und wusste, wie viel Angst Halas in solchen Nächten um sie hatte, wenn sie schweißgebadet und schreiend aufwachte, im Schlaf weinte und zitterte, sich von ihm los riss und sich wieder an ihn drängte..

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Sonntag 2. Juni 2013, 11:29
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