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 Die Gegend um Galway 
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Luna
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Beitrag Re: Die Gegend um Galway
Sothirios.


Sie veruschte ewig den Schlüssel ins Loch zu bekommen, mehr schlecht als recht! Vorsichtig, schließlich wollte er ihrem schwachen Körper keinen Schmerz zu fügen - war sie doch die Einzige, die ihn zu Paige, nachm er ihre Hand und half ihr den Schlüssel im Loch zu versenken. Doch so hatte das hier keinen Sinn! Die Kleine war viel zu Schwach um selbst zu fahren, verdammt!
Vorsichtig schob Rio sich wieder aus dem Auto und ging hinüber zur Fahrerseite. Sothirios hob den kleinen Mondgeist hoch und brachte sie zurück zum Haus, runter in den Keller - in sein Reich. Dort hinunter hatte er nicht einmal Paige mitgenommen, weil es viel zu dunkel und düster ist, einfach nichts für ein Mädchen von Paiges Kalbier.
Doch der kleine Mondgeist würde sich da unten wohlfühlen, schließlich war es genau das, was sie brauchte. Dunkelheit und Ruhe. Sonne war Gift für sie beide - auch wenn er sie einfach nur aus persönlichen Gründen mied. Vorsichtig setzte er sie auf seinem Bett ab und stellte ihr ein Glas Wasser hin.
"Bleib hier liegen.. Ruh dich aus!", sagte er ruhig, kühl. "Ich werde oben warten, damit du mehr Ruhe für dich hast.. Wenn etwas ist.. ach vergiss es! Die Dunkelheit wird schon das übrige tun, wenn du dich ausruhst.. Wenn du soweit bist, dass wir gehen können, sag einfach bescheid..", gab er leise von sich. Zum ersten Mal seit einer Ewigkeit nahm er auf irgendwem Rücksicht. Normalerweise hätte er sie jetzt getrieben, damit er so schnell wie möglich seinen Willen bekam, doch in ihrem Fall war es einfach irgendwie anders..
Leise verließ Sothirios das Zimmer und setzte sich vor der Treppe auf den Boden und schloss für einen Moment die Augen. Er genoss die Ruhe, die endlich um ihn herrschte und atmete tief durch...

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Donnerstag 19. September 2013, 15:00
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Beitrag Re: Die Gegend um Galway
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Jetzt ging es aber los! Erst hatte dieser Typ ihren Schlüssel fast abgebrochen und jetzt trug er sie einfach so von ihrem Wagen weg und zurück zum Haus, wo er sie in das Kellergewölbe brachte.
Unter normalen Umständen hätte sie ihm wahrscheinlich die Meinung gegeigt und sich gegen seinen starken Griff gewehrt, doch leider ließ ihr Körper das nicht mehr zu, denn sie hatte doch zu lange gewartet. Unten im Keller setzte Goliard sie auf einem Bett ab und stellte ihr ein Glas Wasser vor die Nase. Ihr war nicht wohl bei dem Gedanken sich hier auszuruhen, viel lieber wäre sie in ihren eigenen vier Wänden und würde sich da einigeln bis die Sonne endlich unter gegangen wäre. Doch jetzt musste sie sich hier mit abfinden, auch wenn sein Verlegenes Rumgedruckse nicht wirklich besser machen.
Luna schloss einen Moment die Augen und nickte nur, als er meinte sie solle einfach bescheid sagen, wenn sie los konnten.
Luna hasste sich dafür, dass sie vor einem wild Fremden einfach so ihre größte Schwäche zugeben musste. Klar war es bekannt, dass Mondgeister die Sonne nicht vertrugen, doch es war doch etwas ganz Anderes sich von einem - eigentlichen Gegner - Fremden helfen lassen zu müssen, weil man es nicht mehr selbst geschafft hatte.
Nur langsam konnte sie in der Dunkelheit ihre Kräfte wieder sammeln und fand die nötige Ruhe eine kleine Meditation zu zelebrieren. Danach ging es ihr schon erheblich besser und Luna erhob sich von dem Bett, was ganz offensichtlich Goliard gehörte, denn es roch nach ihm, und ging langsam nach draußen.
Auf der Treppe nach oben fand sie den Hünen und musterte ihn wieder. Er hatte seine Kapuze zurück geschlagen, doch seine Augen waren geschlossen, sodass sie sie nicht sehen konnte und doch hatte er etwas faszinierendes an sich.
Vorsichtig setzte sie sich neben ihn und berührte ihn, kurz und sanft, am Arm. "Danke!" sagte sie leise und lächelte. Sie war eigentlich ein freundlicher Mensch und das gestern war einfach nur ein Job gewesen, mehr nicht und dieser Mann kam ihr nicht vor wie einer der es nötig hatte für so einen Widerling zu arbeiten oder Menschen mit Freuden Leid zuzufügen.
"Du hättest das nicht tun brauchen und das wissen wir Beide sehr genau. Also warum hast du und was willst du so dringend von meiner Auftragsgeberin?" fragte Luna behutsam nach, auch wenn sie nicht wirklich auf eine Antwort hoffte. Doch sie hatte ihn fragen müssen, denn sie wollte wissen ob er ehrlich zu ihr war. Sollte er das nicht gewesen sein, würde sie ihn sein blaues Wunder erleben lassen und ganz sicher nicht zu der jungen Frau führen und sie damit in Gefahr bringen.

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Donnerstag 19. September 2013, 15:31
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Beitrag Re: Die Gegend um Galway
Sothirios.

Er starrte sie lange einfach nur an, dann schüttelte er den Kopf und wandte seinen Blick ab. "Du willst wissen, warum ich dich da draußen nicht habe sterben lassen? Was bringt es mir denn, den einzigen Menschen zu töten, der mir helfen kann, endlich Paige zu finden..", sagte Sothirios leise und wandte dann sich wieder dem kleinen Mondgeist zu.
Einen Augenblick lang betrachtete er sie aufmerksam, kundete ihren Zustand aus. Er wusste, einfach dass diese Frau, die einzige Chance war, endlich Paige zu finden und sich von ihr verabschieden zu gehen. Ja, es war nicht gerade fair, den kleinen Mondgeist dafür zu benutzen, doch es war einfach seine einzige Chance.
Er strich ihr sanft eine Strähne aus dem Gesicht und rieb sich dann das Gesicht.
"Paige... ich muss sie einfach noch einmal sehen. Früher, als sie noch bei ihrem Vater lebte, hab ich sie vor ihm beschützt. Für sie war ich nie der kaltblütige Killer, den ihr Vater in mir gesehen hat, nein - für das kleine Mädchen, dass sie damals noch gewesen war, ich ein Held - ihr Retter. Die schwachsinnige Vorstellung eines Kindes und dennoch, ich war immer für sie da!", erklärte er dem kleinen Mondgeist.
"Und, warum hast du ihr geholfen? Warum hilft man einer zierlichen und zerbrechlichenen Frau, die ihren eigenen Vater umbringen will?", fragte Sothiros den kleinen Mondgeist und schloss für einen weiteren Moment die Augen.

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Donnerstag 19. September 2013, 15:47
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Beitrag Re: Die Gegend um Galway
Luna



Luna war wirklich erstaunt, dass der Hüne sich ihr gegen über so geöffnet hatte, denn was er ihr erzählte entsprach voll und ganz der Wahrheit. Hätte er sie angelogen, hätte sie es sofort gespürt, so wie sie jede Lüge oder Heimlichkeit sofort aufspürte.
Doch er schien wirklich ehrlich zu sein.
Luna schloss einen Moment die die Augen und versuchte sich selbst ein bisschen zur Vernunft zu bringen. Sie wusste dass sie sich hier ihm gegenüber viel zu angreifbar machte und doch war sie von seinen Augen, seiner Art und seinen widersprüchlichen Taten vollkommen fasziniert, als er ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht strich und sich dann das Gesicht rieb.
Verdammt was lief hier bloß?
Völlig in ihren eigenen Gedanken versunken, bekam sie erst gar nicht richtig mit, dass Goliard ihr eine rage gestellt hatte. Als sie sich dann auf seine Stimme wieder konzentrierte, schloss sie beschämt die Augen und seufzte leise.
Plötzlich war es ihr unheimlich peinlich, dass sie dafür von der jungen Frau soviel Geld bekommen hatte, wo der Mann doch so ein widerliches Arschloch gewesen war. Sie hätte ihn ohne Lohn erledigen müssen, für all das was er der Welt und ihren Lebewesen angetan hatte. Doch Luna hatte eine ordentliche Stange Geld für diese Tat bekommen. Beschämt wandte sie sich ihm wieder zu und sah ihm in die Augen.
"Ich wurde von der jungen Frau beauftragt! Es ist mein Job, als Kopfgeldjägerin und Diebin, auch wenn ich immer Informationen über meine Auftraggeber und auch über das eigentliche Ziel einhole. Ich weiß was dein Herr getan hat und er hätte eigentlich einen viel schlimmeren, schmerzhafteren Tod verdient gehabt als den den ich ihm beschert habe. Es ist mir unangenehm, keinen edleren Grund zu haben, aber eigentlich war es einfach nur ein Job gewesen, den ich erledigt habe." antwortete Luna leise und senkte den Blick wieder, wandte sich ab.
Es war nicht schön so etwas zuzugeben und zum ersten Mal gefiel ihr ihr Beruf gar nicht mehr so gut. Sie achtete zwar darauf, dass es immer Rechtens war, aber im Grunde war sie nicht viel besser, denn sie nahm meist viel Geld für ihre Aufträge. Sie seufzte.
"Die Sonne wird schwächer, wir können dann los wenn du soweit bist.." murmelte Luna leise und erhob sich langsam und vorsichtig..

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Donnerstag 19. September 2013, 16:31
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Beitrag Re: Die Gegend um Galway
Sothirios.


Lange sah er den kleinen Mondgeist einfach nur an und schloss für einen Augenblick dann die Augen. Es war falsch, dieser Frau so viel von sich zu erzählen und doch, hatte er es einfach getan. Rio nickte kaum merklich und half ihr dann auf die Beine. Langsam folgte er ihr nach draußen aber nicht ohne sich noch einmal zum Haus umzudrehen.
Hier in diesem Haus hatte er sein ganzes Leben verbracht, zumindest den Teil an den er sich erinnerte.. Hier hatte er gelernt Killer zu sein, hier hatte er das Wunder des Lebens kennen gelernt und seine Gaben. Doch hier hatte sich auch all das Leid in seinem Leben zugetan und er hasste dieses Haus mehr als Paige es je könnte.
Rio ging auf nummersicher und sah nach dem kleinen Mondgeist bevor er sich vor dem Haus auf die Knie begab und sein Feuer über seine Haut wandern ließ, über den Boden und schlussendlich zum Haus. Erst als es lichterloh in Flammen stand, löste sich Sothirios aus seiner starren, flammenden Haltung und ließ sein Feuer auf seiner Haut erlöschen.
"Es tut mir leid, dass du das mit ansehen musstest..", erklärte er ihr ruhig und schloss für einen Moment die Augen bevor er sich zu ihr in den Wagen setzte.
"Wenn ich dir genügend Geld gebe, tust du mir einen Gefallen und passt ein oder zwei Wochen auf die junge Dame auf, nach dem ich sie verlassen habe? Mein Gehen, wird nicht leicht für sie aber ich habe einfach keine andere Wahl, egal wie sehr sie es sich wünscht..", erklärte er dem Mongeist und schloss wieder die Augen als sich seine Finger auf den kleinen Dolch in seiner Hose legten.
Rio legte den Kopf in den Nacken und lauschte den leisen Klängen der Anlage ihres Autos, auch wenn es eigentlich nicht seine Musikrichtung war.
"Warum? Ich meine man wird doch nicht Killer aus langerweile...", sagte er leise und sah sie dann erst wieder an...

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Donnerstag 19. September 2013, 16:45
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Beitrag Re: Die Gegend um Galway
Luna



Staunend besah Luna sich das Werk des Hünen. Er hatte das ganze Haus mit seinem flammenden Körper in Brand gesetzt und so verharrt bis es hell in Flammen stand. Luna schloss die Augen, als die Wärme des Feuers über sie hinwegrollte und sie wärmte. Eigentlich mochte sie Feuer nicht so gern, doch seines war irgendwie anders, weich und wärmend.
Als er sich endlich zu ihr drehte und sein Körper nicht mehr von Flammen umschlungen war, stieg Luna in ihren Wagen und auch Goliard ließ sich neben ihr in den Beifahrersitz fallen. Sie drehte den Zündschlüssel und fuhr los.
Der weg zu der jungen Frau war nicht weit weil sie sich hier ein Zimmer gemietet hatte um den Auftrag zu überwachen, was eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre aber es war nicht selten das die Menschen auf Nummer sicher gehen wollten und sie hatte damit nicht wirklich ein Problem.
Als er wieder sprach, klang seine Stimme verändert. Sie hatte einen komischen rauen Klang, ganz anders als die kühle Reserviertheit vom Morgen. "Schon gut, ich habe schon schlimmeres gesehen." wies sie seine Entschuldigung zurück, denn das war nun wirklich nichts weltbewegendes gewesen.
Doch seine nächsten Worte ließen sie wieder traurig werden. Wie sie befürchtet hatte glaubte er, dass sie für Geld alles tun würde aber so war das nicht. "Ich passe auch so auf sie auf, wenn du sie schon allein lassen musst. Die Kleine scheint dir eigentlich viel zu bedeuten, da könntest du eigentlich auch in ihrer Nähe bleiben. Ich glaube, dass sie einen Freund gebrauchen könnte." entgegnete Luna und bog in die Straße des Landhotels ein, in dem ihre Auftragsgeberin sich eingemietet hatte.
Als sie auf dem Parkplatz hielt und den Motor abstellte, wandte sie sich dem Hünen zu, um seine letzte Frage zu beantworten.
"Aus Langeweile bestimmt nicht und ich bringe nicht immer alle um. Meistens liefere ich sie nur irgendwo ab und kassiere das Kopfgeld oder ich besorge seltene Gegenstände oder Dokumente wieder. Ich habe mein Leben vor vielen Jahrhunderten selbst in die Hand genommen und meine gewissen, natürlichen Eigenschaften machen mich nun einmal zu einer perfekten Diebin und meine Ausbildung hat mir die nötige Kampferfahrung gebracht, die ich für den Kopfgeldjägerjob brauche. Es macht mir keinen Spaß, zumindest nicht immer, aber es lässt mich ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen und nur das zählt." erklärte Luna ihm und wandte sich ab.
Einen Moment schloss sie die Augen, bevor sie ausstieg und Goliard zu dem Zimmer ihrer Auftragsgeberin führte.
Sie klopfte leise und sanft und wurde promt eingelassen. "Das war wirklich gute Arbeit! Schnell und sauber!" sagte die junge Frau und bat sie herein. Erst da fiel ihr Blick auf den Hünen und in ihren Augen bildeten sich Tränen.
"Anscheinend habe ich die richtige Entscheidung getroffen ihn hier her zu bringen. Dann werde ich ja wohl nicht mehr gebraucht.." murmelte Luna und wandte sich wieder zum gehen.
Unten setzte sie sich in ihren Wagen, ließ den Kopf in den Nacken fallen und schloss die Augen. Sie sollte sich irgendwo anders hin absetzen, ein Haus kaufen und sich vielleicht mal eine Pause von ihrem Job gönnen. Über 1000 Jahre ohne Urlaub hielt eben auch ein Geist nicht aus. Doch statt los zu fahren und ihren Plan in die Tat umzusetzen, blieb sie einfach hier im Wagen sitzen und hing ihren Gedanken nach. Und immer wieder tauchten SEINE Augen vor ihrem geistigen Auge auf..

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Donnerstag 19. September 2013, 17:21
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