Aktuelle Zeit: Donnerstag 20. September 2018, 05:15  




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 29 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2, 3  Nächste
 Die Geisterwelt ... 
AutorNachricht
Luna
Luna
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1394
Geschlecht: nicht angegeben
Beitrag Re: Die Geisterwelt ...
Miyuki


"Schhh... du weißt doch, es wird nichts passieren, was du nicht willst!", sagte D sanft und strich ihr liebevoll über die Wange. "..ich habe 300 Jahre lang dich nur hier gehabt, im übrigen warst du immer einer der vielen Gründe warum ich gern gestorben bin... ich will nicht leugnen, das ich in den letzten 300 Jahren auch in der realen Welt nach dir gesucht habe und damit gewiss mich in manch Tod mehr ziehen lassen habe aber ich musste es einfach tun, auch wenn ich eigentlich nie die Hoffnung gehabt habe, dich wirklich zu finden...", erklärte er ihr leise und schloss für einen Moment die Augen.
Gott nein, sie hatte es befürchtet. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn er sie gefunden hätte. Tomah hätte ihn umgebracht und er wäre nie wieder aufgestanden.
Ein Zittern durchfuhr sie bei diesem Gedanken, gut dass er sie nie gefunden hatte, sie wäre gestorben, wenn Tomah ihn in die Finger bekommen hätte..
"..aber ich will, dass du weißt, Yuki - das niemals etwas passieren wird, was du nicht willst! Du hast mir einmal gesagt, du kannst das nicht und damit werde ich auch nicht einfach vor dir auftauchen.. Ich werde nicht kommen, wenn du es nicht willst!", sagte er leise und zog sie sanft enger an sich.
Dass hatte sie befürchtet, jetzt war er enttäuscht. Yuki schmiegte sich enger an ihn, ließ ihre Finger, wieder über seine Brust streichen und versuchte sich vorzustellen, wie er wohl aussah. War seine Haut hell oder dunkel? Hatte er viele Narben von den vielen Toden, die er erlebt hatte? Gott, wie gern sie das Alles wüsste..
"Mach dir mal keine Sorgen.. es ist alles gut! Ich bin froh, dich überhaupt wiederzusehen, nach den vergangenen Wochen.!", sagter er leise, strich zärtlich über ihre Wange und zog sie sanft, liebevoll, noch ein Stücke enger an sich. Yuki seufzte, so konnte das nicht bleiben..
Sie erhob sich abrupt und war wütend auf sich selbst. Verdammt, sie hätte den Mund halten sollen. Jetzt musste sie etwas tun-und entschied sich für die Wahrheit!
"Komm zu mir nach Rumänien, ich weiß nicht wie das Dorf genau heißt aber es liegt nicht weit entfernt von der Stadt Brasov. Ich wohne bei meinem Schwager, er kann sehr.. schwierig sein, aber er will mich nur beschützen und sein Misstrauen ist angebracht." erklärte sie ihm und wandte sich ganz von ihm ab, sie konnte ihn ja eh nicht sehen..
"Aber erhoff dir nicht zu viel davon, es wird nicht sein wie hier-nie.. Ich bin da draußen eine Andere, doch ich will dich auch dort treffen und wenn es nur einmal ist. Nur einmal möchte ich dir in der anderen Welt begegnen.." flüsterte sie und wandte sich ihm wieder zu, sah ihn dieses mal direkt an.
"Nur einmal würde ich dich gern SEHEN können.." murmelte sie und damit verschwand sie aus der Geisterwelt..

_________________
Bild


Mittwoch 6. Februar 2013, 00:04
Profil
Luna
Luna||
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1438
Wohnort: Rinteln (Steinbergen)
Geschlecht: weiblich
Beitrag Re: Die Geisterwelt ...
Dante.



Da saß er nun, allein!
Dante warf einen der vielen Steine, vor seinen Füßen, wieder in den See - das tat er schon seit dem sie einfach gegangen war - und schloss die Augen. Im Gegensatz zu ihm, konnte sie ihren Ein- und Austritt in diese Welt beeinflussen. Yuki bestimmte, wann sie diese Welt betrat und wann sie diese Welt verließ - er war hier gefangen, solange bis die zwei Tage rum sind, die sein Körper in der Totenstarre ruht um sich zu regenerieren - dieses Mal würde er diese zwei Tage auch voll brauchen, so wie der Bus ihn mitgenommen hatte..
Verdammte Scheiße! Wieso hatte er nicht die Klappe halten können?
Warum hatte er nicht einmal auf seinen Freund hören können? Titus hatte ihm gesagt, dass es nur Schmerz für sie bedeuten würde, wenn er anfing sie zu drängen! Er hatte sie zu nichts drängen wollen, hatte ihr doch nur erklären wollen, dass er schon so lange auf seine Riscatto gewartet hatte und das er noch 3 Mal so lang auf sie warten würde, wenn es ihr damit besser gehen würde!
Dante ließ sich auf dem Boden nieder, legte den Kopf ins Gras und schloss die Augen. Er hätte einfach die Klappe halten müssen, einfach schweigen! Niemals würde er ihr den geringsten Vorwurf machen. D verschränkte die Arme hinterm Kopf und er versuchte hier nicht auf und ab zu tigern, bis er sie wieder sah und versuchte nicht weiter darüber nachzudenken, was er getan hatte..
Jetzt konnte er es eh nicht mehr ändern.
Sobald er wieder in seinem Körper war, lebendig war würde er unter die Dusche springen - in diesem widerlichen Hotelzimmer in dem er und Titus immer abstiegen, wenn einer von ihnen gestorben war - und sich dann auf den Weg nach Rumänien machen. Er war gar nicht so weit von dort weg!
Seit dem er sein Leben als Wiedergänger führte, lebte er gemeinsam mit Titus in Ungarn - kaum mehr als einen Katzensprung von ihr entfernt. Und obwohl es das ist, was er eigentlich immer gewollt hatte - sie in der realen Welt zu sehen -, wusste er doch nicht, ob es wirklich richtig war...

_________________
Bild


Mittwoch 6. Februar 2013, 02:09
Profil
Luna
Luna
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1394
Geschlecht: nicht angegeben
Beitrag Re: Die Geisterwelt ...
Miyuki


Miyuki hatte es auf der anderen Seite einfach nicht ausgehalten. Irgendwer hatte sie in ihr Gästezimmer getragen-wahrscheinlich Io oder Arian-und sie fühlte sich schrecklich, weil sie D einfach so da hatte sitzen lassen.
Jetzt stand sie wieder hier in der Geisterwelt, das Gras unter ihren bloßen Füßen und mit einem unglaublich schlechten Gewissen. Vielleicht wollte er ja jetzt gar nicht mehr mit ihr reden, war sauer.. Nein, nicht D! D war nicht so nachtragend und er würde sie verstehen. Vorsichtig streckte sie ihre Sinne nach ihm aus und fand ihn nicht weit von der Stelle, wo sie ihn verlassen hatte, an dem kleinen See sitzen.
Langsam ging sie auf ihn zu, behutsam auf jeden Schritt bedacht und setzte sich neben ihn, ganz so wie immer.
"Es tut mir leid!" flüsterte Yuki leise und Tränen,die schon in der realen Welt ihre Wangen hinab gelaufen waren, taten dies auch jetzt wieder. "Ich wollte nicht so wütend werden. Es.. es ist nur so verdammt schwierig! Ich würde dich wirklich schrecklich gern auch auf der anderen Seite kennen lernen, nur weiß ich dass dort einfach alles anders ist und ich habe Angst, den einzigen Menschen zu verlieren, der mir in den letzten 300 Jahren Halt gegeben hat.." flüsterte sie weiter und versuchte die Tränen aus ihrer Stimme zu verbannen.
Sie hatte schreckliche Angst ihn zu verlieren. "Ich hab dich in den letzten Monaten schon so schrecklich sehr vermisst und ich möchte das nicht den Rest meines Lebens tun müssen, nur.. nur weil ich einfach nicht die bin, die du hier kennen gelernt hast.." beendete sie schwer schluckend den Satz und legte sich neben ihn.
Aber sie wollte nicht einfach nur hier neben ihm liegen, sie wollte sich wieder an ihn kuscheln und ihre Finger wieder über seine Haut streichen lassen.. Wie gern würde sie ihn einfach ansehen..

_________________
Bild


Mittwoch 6. Februar 2013, 02:24
Profil
Luna
Luna||
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1438
Wohnort: Rinteln (Steinbergen)
Geschlecht: weiblich
Beitrag Re: Die Geisterwelt ...
Dante.



Leise Schritte erklangen neben ihm, doch er machte ich nicht die Mühe aufzusehen oder gar sich aufzusetzen - Dante blieb einfach liegen, die Augen geschlossen und der Körper steif.
"Es tut mir leid!" flüsterte Yuki leise und Tränen waren deutlich in ihrer Stimme hörbar. "Ich wollte nicht so wütend werden. Es.. es ist nur so verdammt schwierig! Ich würde dich wirklich schrecklich gern auch auf der anderen Seite kennen lernen, nur weiß ich dass dort einfach alles anders ist und ich habe Angst, den einzigen Menschen zu verlieren, der mir in den letzten 300 Jahren Halt gegeben hat.." flüsterte sie weiter.
"Ich hab dich in den letzten Monaten schon so schrecklich sehr vermisst und ich möchte das nicht den Rest meines Lebens tun müssen, nur.. nur weil ich einfach nicht die bin, die du hier kennen gelernt hast.." beendete sie schwer schluckend den Satz und legte sich neben ihn.
"Du hast falsch angefangen.. Normalerweise hättest du jetzt gesagt: "Wie bist du gestorben und wann?" und nicht dieses Gespräch mit einem "Es tut mir leid.." angefangen, das du niemals hättest aussprechen brauchen..", sagte er leise und zog sie vorsichtig, liebevoll, in seine Arme. "..Kleines, du brauchst dich für gar nichts, bei mir entschuldigen! Ich wüsste nicht wofür du dich entschuldigen willst.."
Ganz sanft, ganz vorsichtig, wischte er ihr die Tränen mit dem Daumen von der Wange. "Du brauchst nicht weinen.. weißt du, Yuki, als Wiedergänger nimmt man Dinge war, die man als Menschen wahrscheinlich nie auf den Schirm bekommen hätte. Ich wusste immer, das du nicht ganz ehrlich bist, wenn du sagtest, dass es dir gut geht und eigentlich schon immer spekuliere ich darüber, welchen Grund es gibt, dass du mir in 300 Jahren nicht einmal in die Augen gesehen hast, den Blick immer abgewendet hast wenn ich die Chance gehabt hätte deine Augen zu sehen..", murmelte er leise und zog sie vorsichtig auf seine Brust.
"...du kannst dir gar nicht vorstellen, wie viele Bücher ich deswegen gelesen habe nur um endlich eine Antwort darauf zu finden und irgendwann habe ich einfach aufgehört, eine Antwort zu suchen - auch wenn deine letzten Worte meine Vermutung nur noch bestätigen - weil ich wusste, dass wenn du soweit bist, du es mir selbst erzählen wirst!", sagte er sanft und legte beide Arme sanft um ihren Körper, hielt sie fest.
Schon lange hatte er diese eine Vermutung, die schon bei ihrem ersten Treffen in ihm wiedergehallt war, warum sie ihm nie ins Gesicht sah, nie direkt in die Augen.. vorhin als sie es einmal getan hatte, hatte er den weißen Schleier in ihren Augen gesehen und dieser Schleier hatte seine Vermutung bestätigt. Sie war Blind.. aber er wusste, dass sie nicht immer blind gewesen sein musste, sie hatte ihm so viel aus ihrer alten Heimat beschrieben - ihm Landschaften beschrieben, Farben und die unterschiedlichsten Dinge..
"Yuki, Kleines, es ist mir egal, welcher Mensch du dort bist.. den ich weiß, das du immer du sein wirst! Warum sollte ich einen Menschen, für den ich liebenden gern Tod - immer und immer wieder - in Kauf nehme, nicht mehr mögen nur weil es dort Kleinigkeiten gibt, die anders sind? Du bist doch dennoch du - und du wirst immer eine der schönsten Frauen sein, die mir über den Weg gelaufen sind, wenn nicht sogar die Schönste!", flüsterte er leise und legte seine Lippen ganz sacht auf ihre Stirn, hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn..

_________________
Bild


Mittwoch 6. Februar 2013, 02:43
Profil
Luna
Luna
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1394
Geschlecht: nicht angegeben
Beitrag Re: Die Geisterwelt ...
Miyuki


"Du hast falsch angefangen.. Normalerweise hättest du jetzt gesagt: "Wie bist du gestorben und wann?" und nicht dieses Gespräch mit einem "Es tut mir leid.." angefangen, das du niemals hättest aussprechen brauchen..", war alles was D dazu sagte und zog sie vorsichtig, liebevoll, in seine Arme. Und Yuki musste unwillkürlich lächeln. Es war D und wie sie es schon gewusst hatte, war er ihr nicht sauer-Gott sei dank.
"..Kleines, du brauchst dich für gar nichts, bei mir entschuldigen! Ich wüsste nicht wofür du dich entschuldigen willst.."
Ganz sanft, ganz vorsichtig, wischte er ihr die Tränen mit dem Daumen von der Wange. "Du brauchst nicht weinen.. weißt du, Yuki, als Wiedergänger nimmt man Dinge war, die man als Menschen wahrscheinlich nie auf den Schirm bekommen hätte. Ich wusste immer, das du nicht ganz ehrlich bist, wenn du sagtest, dass es dir gut geht und eigentlich schon immer spekuliere ich darüber, welchen Grund es gibt, dass du mir in 300 Jahren nicht einmal in die Augen gesehen hast, den Blick immer abgewendet hast wenn ich die Chance gehabt hätte deine Augen zu sehen..", murmelte er leise und zog sie vorsichtig auf seine Brust.
Yuki kuschelte sich eng an ihn, streichelte seine Brust und ertastete wieder seine Muskulatur. Er wusste es, er wusste es schon lange und hat nie etwas gesagt, hatte ihr schweigen respektiert.
"...du kannst dir gar nicht vorstellen, wie viele Bücher ich deswegen gelesen habe nur um endlich eine Antwort darauf zu finden und irgendwann habe ich einfach aufgehört, eine Antwort zu suchen - auch wenn deine letzten Worte meine Vermutung nur noch bestätigen - weil ich wusste, dass wenn du soweit bist, du es mir selbst erzählen wirst!", sagte er sanft und legte beide Arme sanft um ihren Körper, hielt sie fest.
Ja, sie hatte es ihm einfach nicht sagen können-nicht weil sie ihm nicht vertraute-, nein, sie hatte sich selbst einfach nicht damit abfinden können. Und doch hatte sie es immer sagen wollen, sich einmal jemandem anvertrauen wollen..
"Yuki, Kleines, es ist mir egal, welcher Mensch du dort bist.. den ich weiß, das du immer du sein wirst! Warum sollte ich einen Menschen, für den ich liebenden gern Tod - immer und immer wieder - in Kauf nehme, nicht mehr mögen nur weil es dort Kleinigkeiten gibt, die anders sind? Du bist doch dennoch du - und du wirst immer eine der schönsten Frauen sein, die mir über den Weg gelaufen sind, wenn nicht sogar die Schönste!", flüsterte er leise und dann spürte Yuki seine Lippen ganz sacht auf ihre Stirn, er hauchte ihr einen Kuss auf die Stirn..
"Du wusstest es schon immer hab ich recht?!" fragte sie und erwartete eigentlich keine Antwort, denn sie kannte die Antwort sowieso. D verstand sie blind und hatte immer gewusst, dass sie ihm nicht die Wahrheit gesagt hatte.
"Ich wäre so gern ehrlicher zu dir gewesen, wirklich. Aber ich konnte es nicht, ich hatte Angst und jetzt muss ich mich erst daran gewöhnen keine Angst mehr zu haben." erklärte sie ihm leise und beugte sich über sein Gesicht.
"Darf ich?" fragte sie vorsichtig und streckte ihre Finger nach seinem Gesicht aus, hielt kurz davor aber inne. Erst als sie die Bewegung seines Kopfes spürte, legte sie ihre Hände behutsam an seine Wangen.
Ganz langsam betastete sie sein Gesicht, erspürte die Konturen, seine Augenbrauen, die gerade schlanke Nase, seine Haare und Ohren-einfach Alles! Yuki versuchte sich alles genau einzuprägen und hob sich seine Lippen ganz bis zum Schluss auf. Ganz langsam fuhr sie seine schmalen, weichen Lippen nach und lächelte sanft.
Langsam näherte sie ihre Lippen seinen und küsste ihn, unsicher, zögerlich legten sich ihre Lippen auf seine..

_________________
Bild


Mittwoch 6. Februar 2013, 03:09
Profil
Luna
Luna
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1394
Geschlecht: nicht angegeben
Beitrag Re: Die Geisterwelt ...
Miyuki


Miyuki spürte es, ihre gemeinsame Zeit war gleich vorbei, sein Körper rief ihn zurück in die reale Welt. Er wurde immer "dünner" und auch seine Arme um ihren Körper begannen zu zittern.
"Verlass mich nicht.." flüsterte sie, doch natürlich hatten weder er noch sie darauf einen Einfluss und einen Augenblick später war er weg.
Puff, einfach weg, so wie immer und Yuki war wieder allein. Jetzt mussten sie wieder warten bis D starb und erst dann würden sie wieder vereint sein. Ausgerechnet jetzt wo sie endlich angefangen hatte ihm die Wahrheit zu sagen, hatten sie nur so wenig Zeit. Yuki konnte die Tränen einfach nicht zurück halten. Sie hatte ihn nicht schon verlieren wollen und doch hatten sie einfach nichts dagegen tun können.
Doch dann strafte sie die Schultern und wischte die Tränen fort.
"Hör jetzt auf zu heulen, Yuki! Er weiß jetzt wo du lebst, wenn du ihm wirklich etwas bedeutest-wie er sagt-dann kommt er dorthin. Dann wirst du nicht hier auf ihn warten müssen!" sagte sie zu sich selbst und erhob sich langsam.
Eigentlich brauchte sie nicht aufstehen um die Welten wider zu wechseln, aber sie tat es einfach aus Gewohnheit. D würde kommen, er würde sich Io stellen müssen aber er würde sie besuchen kommen.
Langsam verließ sie diese Welt und ließ sich wieder in ihren Körper ziehen..

_________________
Bild


Mittwoch 6. Februar 2013, 07:36
Profil
Luna
Luna
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1394
Geschlecht: nicht angegeben
Beitrag Re: Die Geisterwelt ...
Lilith


Lilith saß in ihrem alten Zimmer, auf ihrem Bett und streichelte ihren Bauch. Ihr Vater hatte-nachdem sie wieder in ihrer alten Heimat angekommen waren-einen Heiler zu ihr geschickt und der hatte die Schwangerschaft bestätigt. Sie konnte es einfach nicht glauben, aber so würde sie wenigstens einen Teil von ihrem geliebten Vampirs immer bei sich haben!
Den ganzen Abend lauschte sie schon wieder Nikolajs Gedanken, der schnell wieder aus ihrem Schock erwacht war und seit dem Liams kleine Tochter gewiegt hatte. Er war so liebevoll zu der Kleinen gewesen und sie kannte ihn auch, wenn er mit Zora umging und wünschte sich das auch für ihr Baby. So sehr, dass die Tränen sie wieder übermannt hatten und sie nicht stoppen konnte. Ihr kleiner Engel würde immer nur sie und ihren Großvater haben und wer weiß vielleicht war es einfach ihr Schicksal einsam zu sein und ihrem Kind irgendwann erklären zu müssen, dass es ihre Schuld war, dass es ohne Vater aufwachsen musste.
Nikolaj würde mit ihr kein Kind haben wollen und er tat gut daran, doch dass er sie, seitdem sie hier unten war, nicht mehr wahrnahm tat ihr schrecklich weh und sie wollte nicht, dass er glaubte sie sei tot oder sowas.
Schon seit über einer Stunde dachte sie darüber nach, was sie tun konnte damit er genau das nicht glaubte-auch wenn es nichts ändern würde.
Und dann fiel ihr ein, dass sie für ihn nie gesungen hatte-zumindest nicht so wie für Zora..
Vorsichtig setzte sie sich richtig in seinen Kopf, mittlerweile war er nicht mehr bei Liam, sondern irgendwo auf der Straße. Aber das war egal, vielleicht war es sogar noch besser..
Leise setzte sie ihm ihre Stimme in den Kopf und begann leise für ihn zu singen.

"Ein Schatten huscht dort unbemerkt
fort durch Königs Gärten,
passiert die Pforte unverwehrt,
wird eins dann mit der Nacht.

Der Königssohn, der sich verzehrt,
eilt hin zu der Verehrten,
die ihn die Kunst der Liebe lehrt,
die ihn so glücklich macht.

Mit jedem Tag liebt er sie mehr
und hütet das Geheimnis.
Der täglich neuen Wiederkehr
der Quelle seiner Lust.

Doch bald beugt sie sich tränenschwer
und ahnt schon das Verderbnis
des neuen Lebens,
das sie schwer trägt
unter ihrer Brust.

Meine Braut sollst du sein,
golden wie der Sonnenschein,
so wie ich dich einst sah
ein Geschöpf dem Himmel nah.
Meine Braut sollst du sein,
golden wie der Sonnenschein,
und wir fliegen fort von hier.

"In Samt und Seide sollst Du geh'n,
zur Braut will ich Dich nehm'n.
Der Vater wird erhör'n mein Fleh'n",
spricht er und eilt fort.

Der König hört das, was gescheh'n
und laut erklingt sein Hönen.
Er straft den Sohn für das Vergeh'n
und sperrt ihn ein sofort.

Meine Braut sollst du sein,
golden wie der Sonnenschein,
so wie ich dich einst sah
ein Geschöpf dem Himmel nah.
Meine Braut sollst du sein,
golden wie der Sonnenschein,
und wir fliegen fort von hier.

Des Königs Henker, der da schleicht
im eisigen Hauch der Nacht.
Als er die holde Maid erreicht,
ist sie nie mehr erwacht...
- ist sie nie mehr erwacht...

Meine Braut sollst du sein,
golden wie der Sonnenschein,
so wie ich dich einst sah
ein Geschöpf dem Himmel nah.
Meine Braut sollst du sein,
golden wie der Sonnenschein,
und wir fliegen fort von hier."


Nachdem sie geendet hatte, liefen die Tränen nur noch schlimmer über ihre Wangen und sie rollte sich unter der warmen Decke zusammen. Er fehlte ihr so schrecklich und wollte diesen Schmerz einfach nicht mehr spüren.
Lili schloss die Augen und versuchte sich einfach vorzustellen, wie seine Arme sich sanft um sie schlangen und sie sich an ihn kuschelte.
Immer noch liefen die Tränen, doch in ihren Gedanken war sie wieder in seinem Haus und er hielt sie liebevoll, küsste sie zärtlich...

_________________
Bild


Mittwoch 20. März 2013, 23:20
Profil
Luna
Luna
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1394
Geschlecht: nicht angegeben
Beitrag Re: Die Geisterwelt ...
Lilith


"Lilith, Liebes, das ist nicht gut für euch Beide. Du kannst dich hier nicht verkriechen, dass ist nicht gut für das kleine Würmchen und das hätte dein Vampir auch nicht gewollt." Lilith verdrehte die Augen.
Ihr Vater versuchte ihr schon den ganzen Morgen gut zuzureden, doch das linderte ihren Schmerz auch nicht und auch Nikolajs Gedanken machten es nicht besser. Vorsichtig hatte sie ihnen am Morgen wieder gelauscht und erst waren sie voller Trauer und Bedauern gewesen, doch dann hatte er Worte direkt an sie gerichtet, die nur zu deutlich machten, dass er sie UND das Kind nicht wollte.
Er hatte den Wink in dem Lied gestern Abend wohl verstanden, doch das änderte auch nichts daran, dass er sie nicht wollte..
"...DAS Kind.." war wirklich eindeutig gewesen. Wieder traten Tränen in ihre Augen und sie spürte wie ihr Vater sich zu ihr ans Bett setzte. "Vielleicht gehst du einfach hoch zu ihm, rede mit ihm. Vielleicht habt ihr euch missverstanden und er freut sich sogar auf euer Baby.." versuchte Luzifer es wieder und sie setzte sich kopfschüttelnd wieder auf.
"Bitte Vater lass mich allein.. Seine Worte waren eindeutig! DAS Kind! Hat er gesagt, DAS nicht MEIN oder UNSER, nein, er hat es als Sache bezeichnet. Wenn er wenigstens gesagt hätte DEIN Kind, dann wäre es zwar auch nicht viel besser gewesen, aber er hätte es wenigstens nicht als Gegenstand bezeichnet. Ich hätte mir nie Hoffnungen machen dürfen, dass ein großer und stolzer Krieger, wie Nikolaj, Etwas so kaputtes und minderwertiges wie mich will. Es war töricht zu glauben, ICH würde genügen.." erklärte sie ihrem Vater und die Tränen liefen über.
Allein der Gedanke daran, war die Hölle für sie. Lilith liebte ihn so schrecklich sehr und dass er nicht mehr Teil ihres Lebens war, war einfach unerträglich.
Aber es war nicht nur der Schmerz, des Verlusts der ihr so zu schaffen machte. Nein, seit sie wieder "Zuhause" war, hatte sie auch ihre Erinnerungen wieder. Sie wusste auf einmal wieder alles, kannte ihr Leben und die Menschen darin.
Lilith erinnerte sich an den Fall und ihre und ihres Vaters Verbannung aus dem Himmel, die schweren Jahre danach und die ersten wirklichen Versuche ihres Vater eine eigene Rasse zu erschaffen, so wie sein alter Herr es getan hatte. Die Ersten waren kümmerlich gewesen, ohne jedes Gefühl und jeden Lebenswillen. Doch nach vielen Versuchen und neuen Versuchen, gelang es ihm.
Lilith konnte sich daran erinnern, wie ihr Vater in ihr Zimmer gekommen war und sie mit sich genommen hatte, in seine Kammer. Luzifer gab sein Blut, für seine Kinder-was ihren Blutdurst bedeutete-und Lilith gab ihre Liebe, ihre Warmherzigkeit und das Bedürfnis nach ewiger Bindung hinzu-was die Blutsbindung zwischen Vampiren und ihren Gefährtinnen zur Folge hatte. Eigentlich war sie an der ganzen Sache Schuld. Hätte sie damals nicht so viel gegeben, würden die Vampire sich heute vielleicht nicht auf diese Art binden und Nikolaj hätte sie nie Erwählen können.
Aber wenn sie sich doch auf ewig banden, warum konnte er sie jetzt verschmähen? "Weil du unzumutbar und minderwertig bist, meine Liebe!" höhnte eine Stimme in ihrem Kopf und Lilith schloss die Augen.
"Na gut, aber wenn du etwas brauchst oder es dir anders überlegst, sag mir bescheid! Ich begleite dich nach oben, damit dir und dem kleinen Wunder nichts passiert." gab ihr Vater endlich nach und verließ ihr Zimmer.
Lili ließ sich wieder in ihre Kissen sinken. Ihr Vater war wirklich bemüht wieder gut zu machen, was er ihr angetan hatte und dennoch half es ihr kein bisschen. Sie liebte Nikolaj und ohne ihn zu sein war einfach unerträglich.
Heimlich schlich sie sich wieder in seinen Kopf. Auch wenn sie wusste, dass das absolut falsch war, so wollte sie doch unbedingt das er wusste, dass es ihr gut ging und dass sie am Leben war.
Wieder begann sie leise für ihn zu singen. Es war die einzige Art, wie sie mit ihm sprechen konnte-jeder Versuch ihm eigene Worte, freie Worte zu sagen war an ihrem Schmerz gescheitert.

"Morgendämmerung vertreibt die Nacht
Glocken schlagen, Vögel singen
Aus bösen Träumen ich erwacht
Lieg' ich nur da und warte...

Eben noch lachst du mich an
Strahlst noch wie das hellste Licht
Plötzlich Dunkelheit und Kälte
Der Schmerz zerfrisst mich innerlich

Wann sich Deine Augen von den Meinen abgewandt
Wie konntest Du vergessen was uns so eng verband
Wohin ist sie verschwunden, die Liebe die ewig währt

In der kalten Asche suche ich nach Deinen Spuren
Habe Dich verloren!

Langsam erheb ich mich
Versuche nicht an Dich zu denken
Mich durch die Arbeit abzulenken
Doch ich seh' immer nur Dich...

Ich finde einen Brief von Dir
Du schriebst ihn mir vor vielen Jahren
Bilder der Erinnerung
Nichts kann mich davor bewahren

Wann sich Deine Augen von den Meinen abgewandt
Wie konntest Du vergessen was uns so eng verband
Wohin ist sie verschwunden, die Liebe die ewig währt?

Schon wieder wird es dunkel
Der Mond strahlt bleiches Licht
Ich hör' deine Stimme
Ich spür' wie was zerbricht

Morgendämmerung vertreibt die Nacht
Glocken schlagen, Vögel singen
Zarte Knospen blühen auf
Die Dunkelheit wird Licht..."


Es war nicht gut was sie tat und es machte den Schmerz in ihrer Brust wieder schlimmer und doch konnte sie einfach nicht anders. Lilith rollte sich zusammen und ihre Hände klammerten sich um ihren Bauch-um ihr Baby!
"Du bist alles was ich noch habe kleiner Schatz!" dachte sie voller Trauer, weil sie nicht mehr in der Lage war zu sprechen.
Sanft strichen ihre Finger über ihren Bauch und in Gedanken verweilte sie bei Nikolaj, hielt sich eisern in seinem Kopf-nur um ihm nah zu sein...

_________________
Bild


Donnerstag 21. März 2013, 14:14
Profil
Luna
Luna
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1394
Geschlecht: nicht angegeben
Beitrag Re: Die Geisterwelt ...
Lilith


Lilith hatte den Nachmittag tatsächlich nicht in ihrem Zimmer verbracht und versucht sich abzulenken, doch natürlich hatte es nicht wirklich funktioniert. Ihre Gedanken waren erfüllt von Erinnerungen und ihre Finger klammerten sich unentwegt um ihren schwangeren Leib.
Sie liebte dieses Baby-IHR Baby-so sehr, war es doch das Einzige, was ihr von ihrem geliebten Vampir geblieben war. Warum hatte sie nicht einfach getan, was ihr Vater ihr geraten hatte? Warum war sie nicht einfach zu Niko gegangen und hatte versucht mit ihm zu reden? Nein, weil er sie nicht mehr wollte und sein Kind auch nicht!
Wieder traten die Tränen in ihre Augen und liefen über ihre Wangen, als sie wieder ihr Zimmer betrat.
Jemand hatte Kerzen entfacht und diese tauchten den Raum in ein warmes, sanftes Licht und ein riesiger Blumenstrauß mit einer Karte stand auf ihrem kleinen Teetischchen. Vorsichtig zog sie die Karte heraus und las sie. Es war eine Glückwunschkarte von ihrem Bruder Baltasar! Er wünschte ihr und ihrem Baby alles Gute und hoffte das die Blumen ihr gefallen würden.
Der Gute! Doch auch seine Fürsorglichkeit half nicht gegen den Schmerz..
Langsam ließ sie sich auf ihrer Couch nieder und sah aus ihrem riesigen Fenster. Das Fenster war ihr immer das Liebste an ihrem Zimmer gewesen, weil sie durch dieses Fenster die Welt der Menschen beobachten konnte. Ihre Gedanken steuerten die die Richtung und da ihre Gedanken gerade wieder zu Nikolajs schweiften, wandte sie schnell den Blick ab. Ihn jetzt zu sehen würde noch mehr Schmerz bedeuten und dass würde sie einfach nicht ertragen.
Vorsichtig lauschte sie wieder seinen Gedanken und was sie hörte und sah gefiel ihr gar nicht. Er würde auf Jagd gehen und zwar jetzt und er war äußerst leichtfertig gestimmt. Verdammt, er konnte doch so nicht in einen solchen Kampf gehen, dass würde ihn umbringen-und so wie es aussah, war genau das sein unbestimmtes Ziel! Vorsichtig drängte sie sich weiter in seinen Geist und flüsterte ängstliche Worte.
"Bitte sei vorsichtig! Wenn nicht für mich, dann wenigstens für Zora! Sie hat doch nur noch dich. Bitte pass auf dich auf und tu nichts Leichtsinniges, bitte ich liebe dich doch-auch wenn du meine Gefühle nicht erwiderst und ich einfach nicht gut genug für dich bin.." die Worte waren scheu aber bestimmt.
Sie konnte einfach nicht weiter machen, wenn er nicht mehr lebte, nicht mal für ihr geliebtes, kleines Baby.
"Bitte, ich könnte es nicht ertragen wenn du stirbst.." fügte sie hinzu und ließ sich in die Kissen ihres Bettes sinken. Lilith rollte sich wieder zusammen und klammerte ihre Finger wieder um ihren Bauch. Sie schloss die Augen und versuchte den Schmerz zu verdrängen, während sie heimlich weiter Nikos Gedanken lauschte um ihm nah zu sein...

_________________
Bild


Donnerstag 21. März 2013, 20:14
Profil
Luna
Luna
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1394
Geschlecht: nicht angegeben
Beitrag Re: Die Geisterwelt ...
Lilith


"Nein, er kommt in MEIN Zimmer und nirgends anders hin!" fluchte sie als die Heiler seinen Körper auf die Trage legten und ihn in eines ihrer verdammten Laborzimmer bringen wollten.
"Heilt ihn und dann geht!" befahl sie und die 3 Männer nickten stumm, taten wie ihnen geheißen. Während die Heiler sich um Nikolaj kümmerten-natürlich unter ihren wachsamen Augen-, schritt sie in ihrem schwarzen Gewand in ihrem Zimmer auf und ab und ihr Vater versuchte immer wieder auf sie einzureden, doch sie ignorierte ihn einfach.
Verdammt, er brauchte Blut und das konnten auch die Heiler nicht ändern. Doch hier vor ihrem Vater konnte sie ihm das nicht geben. Er kannte die Gesetze dieser Rasse besser, als sie selbst und würde es niemals zulassen.
Nein, sie musste erst alle los werden, dann konnte sie ihn nähren. Solange er nicht bei Bewusstsein war, würde er einfach instinktiv trinken und sein Körper würde schnell wieder heilen.
"Lilith Schluss jetzt! Davon, dass du hier herum läufst, heilt er auch nicht schneller und dein Körper braucht Ruhe! Was war mit der Blutung vorhin? Willst du das es schlimmer wird?" Lilith schloss die Augen, verdammt er hatte Recht! Langsam ließ sie sich auf dem kleinen Sessel nieder und ihr Gesicht in die Hände sinken. Er durfte einfach nicht sterben, doch sie konnte jetzt nichts für ihn tun und musste versuchen sich zu beruhigen, der Stress war nicht gut für ihr Baby.
Als die Heiler endlich von ihm abließen und das Zimmer verließen, stand Lilith auf und setzte sich zu ihm an die Bettkante.
Nikolaj war in dicke, weiche Verbände gehüllt an den Stellen, die sich nicht einfach so heilen ließen und er lag wie tot auf ihren Kissen.
"Dein Freund ist nicht hier oder?" fragte Luzifer leise und Lili spürte seine Hand wieder auf ihrer Schulter. "Nein, aber dass heißt nicht, dass er nicht mehr in Lebensgefahr schwebt." antwortete sie leise und wandte sich dann ihrem Vater zu. "Du kannst es für ihn wirklich leichter machen?!" fragte sie ihn und die Tränen verschleierten jetzt wieder ihren Blick.
"Wie wir es besprochen haben! Er wird nichts spüren, keine Erinnerung haben und nicht leiden. Die Bindung wird nicht mehr existieren und du warst für ihn nie da." erklärte Luzifer ihr noch einmal und sie nickte nur stumm.
"Wie lange habe ich noch?" fragte Lili leise und schloss die Augen, eigentlich wollte sie es ja gar nicht wissen. "Etwas über eine Stunde, Liebes! Und denk dran, dass du den Trank zu dir nimmst und dich ausruhst. Die Blutung hat aufgehört aber die Heiler haben dich gewarnt." antwortete er und sie nickte wieder.
"Ich weiß!" murmelte sie und sah zu ihm auf. "Ich wäre jetzt gern ein bisschen allein-will mich verabschieden!" Ihre Stimme brach und trug die letzten Worte kaum noch. "Ist gut! Aber denk dran, wenn ich ihm und allen Anderen die Erinnerungen gelöscht habe, darfst du auf keinen Fall mehr in seinen Geist eindringen!" warnte er sie noch mal, bevor er ging.
Lilith schloss einen Moment die Augen und versuchte sich zu beruhigen. Sie wusste, das dies ein Abschied für immer war und er danach weder etwas von ihr, noch von ihrem gemeinsamen Kind wissen würde. Für ihn hätten sie dann niemals gelebt..
Vorsichtig rollte sie sich neben ihm auf ihrem Bett zusammen und strich ihm die Haare aus der Stirn.
Die Heiler hatten ihn auch von all dem Blut und Schmutz befreit und so sah er aus als würde er einfach nur friedlich schlafen. Doch das tat er nicht, nein, er war schwer verletzt und bewusstlos.
"Gleich ist alles wieder gut, Liebster, dass verspreche ich dir!" haucht sie ihm zu und hörte dann auf ihn zu streicheln, legte ihre Hand wieder auf ihren Bauch. Ihr Baby war in Gefahr und sie musste jetzt alles daran setzen, dass ihrem kleinen Liebling nichts passierte.
Sie würde Zora-dem kleinen Engelchen-ihren Vater wieder geben und so hatte wenigstens eine ein glückliches Leben! Doch sie und ihr Kind würden ohne Nikolaj auskommen müssen..
"Er liebt dich, kleines Wunder-tief in seinem Herzen liebt er dich, da bin ich mir ganz sicher! Hab keine Angst, Mama wird sich um dich kümmern und dir alles geben, was sie nur kann.." flüsterte sie ihrem kleinen Wunder zu und schloss die Augen.
Lili hatte nur noch diese eine Stunde mit ihm und die würde sie nicht mit Tränen vergeuden oder mit jammern. Nein, sie würde seine Nähe genießen und sich für immer an ihre Erinnerungen klammern, damit sie stark genug war für ihren kleinen Liebling weiter zu machen..
"Ich liebe dich, dass werde ich immer aber du wirst nicht einmal wissen, dass es mich gibt.." hauchte sie Niko zu und strich ihm wieder durchs Haar...

_________________
Bild


Donnerstag 21. März 2013, 22:39
Profil
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 29 Beiträge ] Gehe zu Seite  Vorherige  1, 2, 3  Nächste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
© phpBB® Forum Software | designed by Vjacheslav Trushkin for Free Forums 3 & Free Forums/DivisionCore.
phpBB3 Forum von phpBB8.de