Aktuelle Zeit: Montag 20. November 2017, 06:39  




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 19 Beiträge ] Gehe zu Seite  1, 2  Nächste
 Leipzig 
AutorNachricht
Luna
Luna||
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1438
Wohnort: Rinteln (Steinbergen)
Geschlecht: weiblich
Beitrag Leipzig
Bild

Bild

Bild

Bild

Leipzig hat eine Menge zu bieten, neben dem großen Tierpark, besitzt einen großen See... ein aufwendiges und großes "neues" Rathaus und natürlich eine wundervolle Stadt, eine Innenstadt voller Leben.

_________________
Bild


Sonntag 10. Juni 2012, 07:19
Profil
Luna
Luna
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1394
Geschlecht: nicht angegeben
Beitrag Re: Leipzig
Sjöll


Sjöll schloss die Augen. Die Nacht würde wieder hart werden, es waren Gäste aus ganz Europa gekommen und natürlich würden sie alle Vergnügen suchen. Und genau das würde Pedro ihnen bieten - oder besser dafür sorgen, dass Sjöll sie seinen Gästen bot.
Als sie die Augen wieder öffnete hörte sie das Gelächter im Inneren des Salons. Sie strich ihre weiße -durchsichtige - Robe glatt. Das bodenlange Etwas war einfach ätzend und genau deshalb zwang Pedro sie es zu tragen.
Er liebte es einfach sie etwas tun zu lassen, was sie verabscheute und was sie nicht wollte. Doch sie hatte es schon lange aufgegeben auch nur dagegen zu denken, denn es brachte ihre geliebte Tochter in Gefahr und dass würde sie niemals zulassen. Layla war einfach alles für sie und für ihr Kind ging sie seit 2 Jahren durch die Hölle.
Eine Hand schlang sich fest um ihren Oberarm und sie wandte sich mit einem gespielten - aber sehr überzeugenden - Lächeln zu ihrem "Gefährten" um.
"Da drin sind hoch angesehene Leute, ich wünsche dass du ihnen gibst was sie verlangen. Unter ihnen ist ein Mann, um den du dich besonders kümmern musst. Er kommt aus Rumänien, wir brauchen ihn als Verbündeten und Kontakt zum Oberhaupt der Vampire. Sei ihm gut zu Diensten!" wies er sie an und Sjöll nickte lächelnd. "Wie Ihr wünscht!" hauchte sie und wollte den Salon schon betreten, als seine Hand sich um ihren Oberarm zusammenzog.
"Denk dran, dein Blag ist in meinen Gemächern. Ein Fehler und ihr wird es schlecht ergehen!" warnte er sie und sie nickte nur. Dass tat er immer, wenn er nicht selbst anwesend war bei diesen Empfängen. Er warnte sie noch einmal und ging dann.
Sjöll wusste was sie zu tun hatte! Sie würde die Männer an ihre Ader lassen und wenn sie das nicht mehr genug belustigte, würde sie ihnen anderweitig zu Diensten sein - bis sie genug hatten und sie sie langweilte.
Sjöll lächelte wieder und betrat dann selbstbewusst und charmant den Salon. Sie präsentierte sich den ausschließlich männlichen Gästen und lächelte jeden verführerisch an. Das Spiel kannte sie mittlerweile wirklich gut genug, um es perfekt verkörpern zu können, ohne jedem ins Gesicht zu kotzen.
"Das Buffet ist eröffnet meine Herren!" verkündete sie strahlend und ließ die Ärmel ihrer Robe von ihren Handgelenken gleiten indem sie die Arme anwinkelte und sie in einem eleganten Bogen führte.
Die Augen der meisten Männer färbten sich augenblicklich rot. "Nana meine Herren, es ist doch genug da!" zügelte sie die Vampire galant und wies auf die Tür, die sich öffnete und noch weitere - sehr junge, hübsche - Frauen, in weißen Roben, den Salon betraten und sich zu den Männern setzten.
Sie selbst hatte jetzt überall zu sein. Sjöll war kein Hauptgang, sie war der Snack für alle.
Nach einigen Bissen wandte sie sich dann ihrem speziellen Gast zu. Ein Rumäne war das nicht, aber das war auch egal. Pedro wollte, dass sie sich um ihn besonders kümmerte und dass würde sie tun und dabei an die Sicherheit ihres kleinen Engels denken.
"Ihr bedient Euch nicht?! Sagt Euch der Hauptgang nicht zu?" fragte sie ihn und setzte sich Kokett auf die Lehne des Ledersessels auf dem er saß. "Vielleicht munde ich Euch ja besser!" hauchte sie ihm zu und strich geschmeidig ihre langen weißblonden Haare zurück, um ihren Hals frei zu geben.
Ihre Handgelenke wurden schon benutzt und ihm wollte - sollte - sie nichts Gebrauchtes anbieten. Sjöll bot sich ihm an und dachte an ihre kleine Layla, die jetzt in Pedros Gemächern saß und malte, bis sie sie nachher abholen kam und sie zu Bett brachte, bevor sie selbst sich in der Dusche ertränkte, wie jedesmal und sich dann zu ihrer Tochter kuschelte.
"Ich steh die ganze Nacht zu Eurer Verfügung, wenn Ihr dies wünscht!" versicherte sie dem Mann mit einem anzüglichen und wissenden Lächeln.
"Für dich mein kleiner Engel, nur für dich!" dachte sie und würde es einfach stumm ertragen, ganz wie immer!

_________________
Bild


Dienstag 9. April 2013, 21:38
Profil
Luna
Luna||
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1438
Wohnort: Rinteln (Steinbergen)
Geschlecht: weiblich
Beitrag Re: Leipzig
Quentin.



Gott, wie diese Widerlinge ihn ankotzen! Wenn Quentin nicht wegen seinem Oberhaupt hier sitzen würde, wäre er ganz sicher nicht hier! Ob den Herren mal jemand verklickert hatte, dass das was sie hier taten gegen die Regeln war? So lächerlich..
Da sah man doch nur wieder, wer es nicht schaffte, eine Frau so aufzureißen um sie sich gefügig zu machen. Genervt verdrehte Quentin die Augen als dieser lästige Typ, dem das Haus gehörte und der genau wusste, dass er mit Liam in Verbindung stand, endlich den Raum verließ. Der Geruch des Typen war so widerlich anstrengend, dass es ihn schon anwiderte nur zu wissen, dass er im Raum war.
Doch das Alles, selbst dieser illegale Scheißdreck hier nicht wäre, müsste er trotzdem hier sitzen. Er sollte das Kind hier raus holen, von dem Liam irgendwie erfahren hatte und die Frau die dieser Typ hier mit ihr gefangen hielt. Warum hatte er sich keinen anderen für die Sauarbeit suchen können? Weil der Rest dieses Sauhaufens, den er seine Krieger nannte, kein Wort deutsch sprachen! Und gerade verfluchte er sich dafür! Wieso hatten seine Eltern ihn nicht genau wie seine 3 älteren Schwester in den Staaten großziehen können...
"Ganz einfach - weil du dann jetzt nicht die Arschkarte gezogen hättest!", verhöhnte er sich selbst als eine junge Frau sich zu ihm gesellte und er sie abwinkte. Quentin hatte sich vor dieser Veranstaltung eine freiwillige Blutwirtin gesucht und sich an ihr genährt, so wie er es schon die letzten 2000 Jahre tat. Als die nächste sich zu ihm setzte, hätte er am liebsten geknurrt. Wie es ihn ankotzte..
Doch der Blutgeruch der ihm in die Nase stieg, unterdrückte jede Regung in ihm und er schluckte steif. Das konnte einfach nicht wahr sein! Und als er in ihre Augen sah, hätte er den Gedanken daran auch schon fast wieder verworfen, allein die Blässe ihrer Augen hatten nichts mit der Frau zutun, die er zuerkennen geglaubt hatte. Und doch, er wusste, dass das die Frau war, die er hier raus bringen sollte und da war es völlig egal, ob sie es war oder nicht. Und doch, konnte Quentin diesen Gedanken einfach nicht abschütteln, seine Nase belog ihn in diesen Punkten nie!
"Ihr bedient Euch nicht?! Sagt Euch der Hauptgang nicht zu?" fragte sie ihn und setzte sich Kokett auf die Lehne des Ledersessels auf dem er saß. Und jetzt wusste er, dass er sich nicht geirrt hatte, diese Stimme hätte er überall wiedererkannt. Selbst wenn es nicht erst 2 Jahre her wäre, sondern schon 2000 Jahre. Wie gut, dass er hier auf eigene Faust handeln durfte und den Typen durch aus auch das Leben nehmen durfte, wenn er sich ihm in den Weg stellte - jetzt, würde er sterben, egal was er tat! Den die Vermutung die Quentin beschlich, setzte sich tief in ihm fest und sollte diese das Kind, das kleine Mädchen, auch nur einen Kratzer haben, würde er qualvoll sterben. Dieser Mann wusste, wie man sich Feinde machte..
"Vielleicht munde ich Euch ja besser!" hauchte sie ihm zu und strich geschmeidig ihre langen weißblonden Haare zurück, um ihren Hals frei zu geben. "Ich steh die ganze Nacht zu Eurer Verfügung, wenn Ihr dies wünscht!" versicherte sie dem Mann mit einem anzüglichen und wissenden Lächeln.
Innerlich schüttelte er den Kopf, was war nur aus ihr geworden!? Doch das zählte jetzt nicht und auch nicht, die Schuld die er daran trug. Quentin erhob sich und deutete ihr, die Frau die er doch besser kannte als sie ahnte und die sich doch so verändert hatte - 2 Jahre waren eben für einen Menschen viel Zeit -, ihm aus dem Raum zu folgen. Ohne irgendwelche Fragen zu stellen, folgte sie ihm aus dem Zimmer in eines der hinteren Zimmer. Wie oft musste sie sich wohl solcher Prozeduren stellen? Er wollte es gar nicht wissen, allein der Gedanke daran, widerte ihn ziemlich an. Kaum hatte sie die Tür hinter sich geschlossen, deutete er ihr sich zu setzen und sie gehorchte, ohne auch nur Anstalten zu machen, ihm zu widersprechen zu wollen.
Quentin schälte sich aus seinem Jackett und zog es ihr über, damit sie nicht weiterhin so nackt vor ihm saß. "Ich bin nicht hier, um diese widerlichen Spiele mitzuspielen.. Ich soll dich und das kleine Mädchen hier raus holen...", erklärte er ihr ruhig und kniete sich zu ihr. Er blieb auf Abstand, dass hier war nicht gut und er durfte sich nicht von den Gefühlen leiten lassen, die in ihm aufbrannten. Egal, wer sie für ihn war - Er hatte für sie KEINE Bedeutung!
"Doch dafür musst du mir helfen, wo ist er, wenn er diese Veranstaltungen gibt?", fragte er sie und schaffte es einfach nicht, seine Abneigung gegen diese Idioten und dieses Theater gänzlich aus seiner Stimme herauszuhalten. "Ich weiß, dass es für dich, alles andere als einfach sein wird, einem Mann wie mir zu vertrauen - aber du wirst wohl keine Wahl haben, wenn du nicht willst, dass dieser widerliche Bastard die Kleine heute Abend irgendwem als Snack anbieten.. Also sag mir, wo ich hin und die Kleine finde, nur so kann ich dir und der Kleinen helfen - euch in Sicherheit, weit weg von hier, zu bringen..", erklärte er ihr ruhig und hoffte, einfach das es reichte und er sie nicht erst eine halbe Ewigkeit überreden musste ihm zu helfen...
Sie konnte das hier einfach nicht wollen, weder für sich - noch für das Kind!
"Und ja, er hat es gesagt, egal was du tust, er wird die Kleine den Herren heute Abend ausliefern und ich würde ihm gern vorher ein paar Titankugeln durch den Kopf jagen und dich und die Kleine hier raus bringen..", erklärte er ihr weiter und sah das Entsetzen das sich in ihren Augen spiegelte, wenn auch nicht in ihren Zügen.

_________________
Bild


Dienstag 9. April 2013, 22:19
Profil
Luna
Luna
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1394
Geschlecht: nicht angegeben
Beitrag Re: Leipzig
Sjöll


Der Mann deutete ihr ihm aus dem Raum zu folgen. Sie hatte ja gewusst, dass es eine harte Nacht werden würde aber das war jetzt auch egal. Es ging um Laylas Sicherheit! Sjöll kannte das nur zu gut und sie wusste was sie zu tun hatte, egal was dieser neue Widerling wollte.
Ohne irgendwelche Fragen zu stellen, folgte sie ihm aus dem Zimmer in eines der hinteren, die sie immer benutzten. Kaum hatte sie die Tür hinter sich geschlossen, deutete er ihr sich zu setzen und sie gehorchte, ohne auch nur Anstalten zu machen, ihm zu widersprechen zu wollen. Widerworte waren bei diesen Kerlen nicht gern gesehen und bei Pedro schon mal gar nicht und er würde es erfahren, da war sie sich sicher. Und dann würde er Layla etwas antun.
Der Typ schälte sich schon aus seinem Jackett - sie lehnte sich zurück, lächelte kokett - und zog es ihr über. Sjöll starrte ihn völlig verdattert an. Das gehörte aber nicht zu dem Spiel..
"Ich bin nicht hier, um diese widerlichen Spiele mitzuspielen.. Ich soll dich und das kleine Mädchen hier raus holen...", erklärte er ihr ruhig und kniete sich zu ihr. Ja, klar und sie war die Kaiserin von China.. Dieser Typ war auch nur ein Vampir und Hilfe war von seiner Rasse einfach nicht zu erwarten. Skeptisch sah sie ihn an und zog eine Augenbraue hoch.
"Doch dafür musst du mir helfen, wo ist er, wenn er diese Veranstaltungen gibt?", fragte der Mann sie und seine Abscheu war deutlich hörbar. Konnte es ihn wirklich anwidern, was da drin lief? Das wäre wirklich mal was Neues! Er wollte also wissen wo Pedro ist?! Schön, das war einfach! Der saß jetzt neben ihrer kleinen Tochter, einen Dolch unter dem Tisch und wartete darauf, dass er Nachricht erhielt, dass sie mist gebaut hatte. So machte er es immer, wenn er nicht dabei war.
"Ich weiß, dass es für dich, alles andere als einfach sein wird, einem Mann wie mir zu vertrauen - aber du wirst wohl keine Wahl haben, wenn du nicht willst, dass dieser widerliche Bastard die Kleine heute Abend irgendwem als Snack anbieten.. Also sag mir, wo ich ihn und die Kleine finde, nur so kann ich dir und der Kleinen helfen - euch in Sicherheit, weit weg von hier bringen..", erklärte er ihr ruhig.
Sjöll ließ sich ihren Schock nicht anmerken. Was hatte er da gerade gesagt? Nein, dass würde Pedro nicht wagen, dann würde er sein einziges Druckmittel verlieren und dass würde er einfach nicht riskieren.
"Und ja, er hat es gesagt, egal was du tust, er wird die Kleine den Herren heute Abend ausliefern und ich würde ihm gern vorher ein paar Titankugeln durch den Kopf jagen und dich und die Kleine hier raus bringen..", erklärte er ihr weiter und einen Augenblick entgleisten ihr die Züge, sie fing sich aber sofort wieder und er konnte es einfach nicht gesehen haben.
Sie musterte den Mann und einiges an ihm kam ihr auf einmal bekannt vor. Irgendwoher kannte sie sein Gesicht, wusste wie sich seine Züge veränderten wenn er lächelte und wie seine Augen strahlten, wenn er ihren Namen sagte..
Sjöll streckte die Hand aus und berührte sein Gesicht. Flüchtig und kaum merklich. Sie schloss die Augen und erhob sich. "Folgt mir!" murmelte sie und schritt auf die Wand zu. Sie drückte einen versteckten Knopf in der Stuckleiste und eine Geheimtür glitt auf. Rasch ging sie den schwach beleuchteten Gang entlang und lauschte an der Tür am Ende.
Dahinter war ihre Tochter und wenn dieser Mann hinter ihr einen Fehler machte, würde Layla sterben. Sie war froh das Pedro - trotz seiner Rasse - fast Taub war und wahrscheinlich nicht einmal mitbekam, dass sich jemand durch den Geheimgang Zutritt verschaffte.
Sjöll schloss die Augen einen Moment und drehte sich dann zu dem Mann um. "Ich weiß nicht warum Ihr das tut und ehrlich gesagt will ich es wahrscheinlich auch gar nicht. Es ist mir egal welche Rechnung Ihr mit Pedro aufhabt und was ihr mit ihm anstellen wollt - denn egal was, er hat es verdient -, aber da drin ist meine Tochter und wenn ihr etwas geschieht, werde ich Euch jagen und ich finde einen Weg Euch zu töten! Was ihr auch tut, lasst meine Tochter da raus!" warnte sie ihn und sah ihm direkt in die Augen.
"Pedro ist fast taub, also wird das anschleichen kein Problem sein. Ich hoffe Ihr seid kein Stümper, die habe ich schon zu oft sterben sehen.." fügte sie hinzu und betätigte den Türöffner, trat zur Seite. Der Mann schritt an ihr Vorbei und Sjöll sah sofort zu Layla, die dort saß, eingeschüchtert und in der selben weißen Robe, wie sie sie gerade Trug.
Der Typ hatte also die Wahrheit gesagt! Gott, wenn sie nur daran dachte.. Ihr kleines Baby umringt von diesen widerlichen Männern.. Layla hatte die Augen geschlossen, sie wusste nicht was hier mit ihr passierte. Ihr kleines Mädchen..
Sjöll stürmte in den Raum und auf ihre Tochter zu, sie konnte nicht anders, sie musste Layla einfach schützen. Sofort zog sie ihr Kind an sich und schirmte sie vor den Blicken und Körpern, der beiden Männer ab.
"Schh... Mama ist hier! Alles ist gut!" flüsterte sie ihrer Tochter ins Ohr und ignorierte alles Andere. Nichts war wichtiger als ihr kleines Mädchen, sollten die Männer sich doch gegenseitig umbringen, Hauptsache Layla war bei ihr und es ging ihr gut...

_________________
Bild


Dienstag 9. April 2013, 22:53
Profil
Luna
Luna||
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1438
Wohnort: Rinteln (Steinbergen)
Geschlecht: weiblich
Beitrag Re: Leipzig
Quentin.



Warum konnten Frauen nicht einfach einmal tun, was man von ihnen verlangte? Hatte sie nicht einfach draußen bleiben können? Einen Moment länger..? Auch wenn er diesem widerlichen Typen schon getötet hatte, nach dem er den Raum betreten hatte. Leise, geräuschlos und ohne großen Aufwand.
Quentin war vielleicht ein brutaler Killer und wurde gerade auch genau dafür bezahlt, aber er war kein Mistkerl und hatte nicht vor, der Kleinen Angst zu machen! Das Ganze hier, war schlimm genug für ein Kind, mehr als ein Kind er tragen sollte.
Der Mistkerl, dem das Haus gehörte, sackte auf dem Boden zusammen und er wischte seinen Dolch an der Bettdecke ab. Die Beiden würden dieses Zimmer sowieso keine weitere Nacht hier verbringen, er würde sie auf gar keine Fall hier lassen! Genau das, war sein Auftrag! Bring die Frau und das Kind dort raus, töte ihn notfalls und dafür hast du nicht mehr als 3 Tage. Heute war Tag 1 und er würde den Beiden ganz sicher nicht eine Nacht im Flugzeug zumuten, wenn er hier einen Ort hatte an dem sie sich zumindest eine Nacht ausruhen konnten!
Als Quentin seinen Dolch dahin geschoben hatte, wo er ihn hergeholt hatte, ging er neben der Frau und dem kleinen Mädchen auf die Knie. "Zieh dir und der Kleinen dunkle Sachen an! Sofort! Ich werde euch hier raus bringen, auch wenn er euch nichts mehr tun kann, heißt das nicht, dass ihr hier in Sicherheit seit...", sagte er ruhig und zehrte die Decke über die Leiche. Er wollte einfach das Kind vor der grausamen Wahrheit schützen!
"Beeilt euch! Euch wird nichts mehr passieren, euch nichts und der Kleinen auch nicht aber dafür müsst ihr euch jetzt beeilen!", erklärte er ihr weiterhin ziemlich ruhig. Er musste die Beiden einfach hier raus bringen und war froh, dass sein Wagen direkt vor der Tür stand und er sie einfach nur zu seinem Haus am Stadtrand bringen musste. Nur hier weg.. Danach würde sich seine Schwester um die Beiden kümmern, schließlich war er Killer und kein Babysitter.. völlig egal, wer diese Beiden waren!

_________________
Bild


Dienstag 9. April 2013, 23:10
Profil
Luna
Luna
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1394
Geschlecht: nicht angegeben
Beitrag Re: Leipzig
Sjöll


Jemand kniete sich neben ihr und Layla nieder und sie konnte spüren, dass es der Mann war, den sie gerade hier hergeführt hatte. Vorsichtig sah sie ihn an, während sie Layla fest an sich zog und ihr Gesicht an ihrer Brust barg.
"Zieh dir und der Kleinen dunkle Sachen an! Sofort! Ich werde euch hier raus bringen, auch wenn er euch nichts mehr tun kann, heißt das nicht, dass ihr hier in Sicherheit seit...", sagte er ruhig und zehrte die Decke über die Leiche. Sjöll war ihm dankbar dafür, sie wollte nicht das Layla so etwas sah.
"Beeilt euch! Euch wird nichts mehr passieren, euch nichts und der Kleinen auch nicht aber dafür müsst ihr euch jetzt beeilen!", erklärte er ihr weiterhin ziemlich ruhig. Sie nickte und hob ihr Kind sanft hoch, bevor sie durch einen leeren Gang lief und in ihrem und Laylas Zimmer verschwand.
"Wer ist das Mama?" fragte Layla ängstlich, als Sjöll sie auf dem Bett abgesetzt hatte und Kleidung aus dem Schrank zog. "Ich weiß es nicht mein Engel, aber er hilft uns hier raus zu kommen und das reicht fürs Erste." antwortete sie ihrer Kleinen und half ihr schon in die neuen Sachen.
Nachdem sie Layla warm eingepackt hatte, kleidete sie sich selbst schnell um und stopfte einige Sachen in eine Tasche.
"Ich hab ihn schon mal gesehen, weißt du?!" sagte Layla und Sjöll nickte. "Ja, mein Schatz in deinen Träumen! Ich hab auch ganz oft Träume von dem was ich mir wünsche und dann kommen einem Menschen bekannt vor, die diese Wünsche erfüllen, dass ist ganz normal!" erklärte sie ihrer Tochter, küsste ihre Stirn und hob sie wieder hoch.
"Nein Mama, ich hab ihn gesehn, da war ich noch ganz, ganz klein!" widersprach Layla. Sjöll schloss die Augen. "Ja, vielleicht war er schon mal hier Engel! Es ist nicht wichtig, hörst du?! Wir verschwinden hier und dann finden wir ein richtiges Zuhause!" versuchte Sjöll ihre Tochter ein wenig zu beruhigen, doch vergeblich.
"Nein, er war da, als du mich geboren hast!" sagte die Kleine und Sjöll starrte ihr Kind an. Sie hatte Layla nie gesagt, dass sie nicht ihre leibliche Tochter war, doch ihre Worte schockten sie vollkommen.
"Er ist mein Papa, ich hab seine Augen gesehen.." sprach die Kleine unbeirrt weiter und Sjöll schüttelte den Kopf. "Schluss jetzt!" sagte sie scharf und schritt mit Layla nach draußen, wo der Mann sie schon erwartete.
"Und jetzt?" fragte sie barsch und zog ihre Tochter enger an sich. "Siehst du Mama? Sieh in seine Augen!" Platzte Layla los und Sjöll schloss die Augen für einen Moment. "Schluss, hab ich gesagt, Layla!" wiederholte sie, "Lass den Mann einfach in Ruhe!"
"Aber ich hab doch Recht, er ist mein Papa!" maulte die Kleine und Sjöll hielt ihr den Mund zu. "Sie ist durcheinander! Können wir bitte einfach gehen?!" sagte sie zu dem Mann und sah ihn wieder an. Seine Augen kamen ihr wirklich bekannt vor, Layla hatte Recht aber Sjöll konnte nicht sagen woher und je mehr sie versuchte sich zu erinnern, um so mehr verschwamm alles und ihr Kopf begann heftig zu Pochen...

_________________
Bild


Dienstag 9. April 2013, 23:31
Profil
Luna
Luna||
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1438
Wohnort: Rinteln (Steinbergen)
Geschlecht: weiblich
Beitrag Re: Leipzig
Quentin.



Die Worte der Kleinen ließen ihn einen Moment schlucken! Verdammt, das durfte doch einfach nicht wahr sein - man konnte sich also nicht einmal auf die Männer aus den eigenen Reihen verlassen! Durfte er eben noch einmal ran... Doch das war gerade zweitrangig, jetzt musste er erst einmal dafür sorgen, dass er die Frau und das kleine Mädchen hier raus kamen.
Für einen Moment schloss er die Augen und nahm dann sein Jackett vom Fußboden. Bevor er sich zu der Frau wandte und ihr deutete ihm zu folgen. Er nahm den Weg durch die große Tür und führte sie durch das Haus, bis er endlich draußen war und führte sie dann zu seinem Wagen. Dort nahm er die Tasche ab und öffnete die Wagentüren. "Einsteigen..", murmelte er und zog seine Waffe. Die Stille hier gefiel ihm nicht. Er verstaute die Sachen der Beiden im Kofferraum und ließ seinen Blick immer wieder über die Straße gleiten.
Quentin schloss für einen Moment die Augen und atmete tief ein. Dann stieg er in seinen Wagen und fuhr hier weg. Was dort mit dem Haus passierte, war nicht mehr seine Angelegenheit. Während er den Wagen lenkte, griff er nach seinem Handy und wählte eine Nummer. Es kam ihm wie eine gefühlte Ewigkeit vor, bis endlich Jemand abnahm.
"Sie sind draußen, kümmert euch darum - und denk daran, keine Spuren!", sagte er emotionslos und legte dann wieder auf. Er wusste, dass er den Jungs keine 2 Stunden geben brauchte um von diesem Haus und seinen Gästen nichts mehr zu finden.
Erst dann wandte er sich zu der Frau, in dem er ihren Blick im Rückspiegel suchte. "Ich werde euch jetzt in ein Haus am Stadtrand bringen, morgen nach dem ich mich mit meinem Oberhaupt kurzgeschlossen habe, werde ich euch hier weg bringen.. Es ist hier im Augenblick einfach zu gefährlich. Er wird dafür sorgen, dass es dir und der Kleinen an nichts fehlt.. Weder an Geld, noch an einem vernünftigen Job oder einem Platz für die Kleine während du Arbeiten bist!", erklärte er ihr ruhig und wandte seinen Blick dann wieder auf die Straße. Im Rückspiegel hatte er gesehen, wie selbst die Kleine immer wieder in seine Augen sah, sie wusste genau, wer er war und das, war verdammt nochmal, nicht gut! Auch wenn er alles leugnen würde, es war besser, wenn er sich von Beiden fern hielt - hätte er gewusst, dass es sich um die Beiden bei diesem Auftrag handelte, hätte er ihn abgelehnt und ihn Nikolaj übernehmen lassen oder einen der Anderen. Seine Gefühle machten ihn in dieser Sache einfach nicht objektiv un das war nicht gut, gar nicht gut!
Und doch, war er froh sich auf seinen Verstand verlassen zu können und so hielt er irgendwann vor einem Haus, weit außerhalb der Stadtmitte an. Als er den Motor abgeschaltet hatte, stieg er aus und öffnete beide Türen. "Hier werdet ihr die Nacht verbringen. Ich bin mir sicher, die junge Frau die hier lebt, wird alles schon vorbereitet haben und ihr werdet euch zurück ziehen können, wenn ihr wünscht. Sie wird auch etwas zu Essen für euch haben, vor allem für die Kleine!", sagte er leise und führte sie dann ins Haus.
An der Tür schaltete er die Anlage ab, in dem er den Türcode eingab, und pfiff dann leise als er die Tür hinter sich schloss, nach dem die Kleine - die ihn immer wieder neugierig musterte - und ihre Mutter eingetreten waren. Er zwang sich einfach das ganze optional zu sehen.
Er würde die Beiden nicht mit Namen ansprechen, würde keine weitere Bindung aufbauen geschweige den, den Gefühlen in sich, Ton verleihen. Kurz drauf trat seine Schwester die Treppe nach unten und sofort umfing ihn eine Welle der Ruhe und der Wärme, die seine Schwester einfach immer ausstrahlte, wenn sie den Raum betrat. Er lächelte und stellte die Tasche an die Treppe, nahm die Hand seiner Schwester.
"Pass ein bisschen auf die Beiden auf. Etwas zu Essen könnte ihnen nicht schaden..", sagte er leise, sie nickte lächelnd und ging dann zu der Kleinen und ihren Mutter, während er zusah, dass er aus dem Raum kam und kaum nach dem er in seinen privaten Räumlichkeiten verschwunden war, griff er nach seinem Handy.
Er musste die ganze Sache mit Liam abklären und dann zusehen, dass er die Frau und die Kleine nach Rumänien brachte, damit Liam sich um die Sache kümmerte. Damit er sich wieder ganz in Ruhe seiner Arbeit widmen konnte..

_________________
Bild


Mittwoch 10. April 2013, 00:18
Profil
Luna
Luna
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1394
Geschlecht: nicht angegeben
Beitrag Re: Leipzig
Sjöll


Sjöll wusste genau worauf das hinaus laufen würde! Von einer Sklaverei in die Nächste, aber nicht mit ihr. Als er den Wagen zum Stehen brachte und ihr die Tür öffnete, stieg sie aus und behielt ihn genau im Auge.
"Hier werdet ihr die Nacht verbringen. Ich bin mir sicher, die junge Frau die hier lebt, wird alles schon vorbereitet haben und ihr werdet euch zurück ziehen können, wenn ihr wünscht. Sie wird auch etwas zu Essen für euch haben, vor allem für die Kleine!", sagte er leise und führte sie dann ins Haus.
An der Tür schaltete er die Anlage ab, indem er den Türcode eingab, und pfiff dann leise als er die Tür hinter sich schloss, nach sie eingetreten waren. Sie kannte diese Anlagen zur genüge, hatte sie oft genug abgeschaltet um an irgendwem heran zu kommen und auch Pedro hatte so eine gehabt.
Sie würden nicht hier bleiben, ums verrecken nicht. Gott, sie war gerade erst aus einer Gefangenschaft geflohen, da würde sie sich bestimmt nicht wieder in die Nächste begeben.
Kurz drauf trat eine Frau die Treppe nach unten und irgendwoher kannte sie auch diese Frau, wusste wer sie war und dass sie einmal Freundinnen gewesen waren. Ihr Retter lächelte und stellte ihre Treppe, nahm die Hand der Frau.
"Pass ein bisschen auf die Beiden auf. Etwas zu Essen könnte ihnen nicht schaden..", sagte er leise, sie nickte lächelnd und kam zu ihnen herüber. Der Mann war verschwunden.
"Wir werden nicht hier bleiben! Danke, aber wir kommen schon zurecht!" sagte Sjöll und wandte sich zu der Frau um. "Ist schon gut! Er wollte euch keine Angst machen, aber er weiß nicht immer was er tut! Hab keine Angst mehr Sjöll, hier seid ihr sicher!"sagte die Frau sanft und Sjöll wurde augenblicklich ruhiger. Sie kannte diese Stimme gut, hatte sie schon so oft gehört.
"Woher? Woher kennen wir uns?" fragte Sjöll sie und zog Layla, die mittlerweile vor Erschöpfung einfach eingeschlafen war, enger an sich. Die Frau sah einen Moment zu Boden und dann wieder zu ihr. "Ich bin Quentins Zwillingsschwester, Tess. Wir kennen uns durch ihn! Weißt du denn das Alles nicht mehr? Gott, ihr habt die Kleine zusammen, wie konntest du ihn da vergessen? Ich mein Quentin hat nie gesagt, warum ihr euch damals überhaupt getrennt habt und ich wollte ihn nicht bedrängen, weil es ihm so schlecht danach ging, aber was ist denn damals gewesen - kurz nachdem die Kleine auf die Welt kam?" fragte die Frau - Tess - und Sjöll starrte sie völlig entsetzt an.
Was redete diese Frau denn da? Sie und mit diesem Mann zusammen? Ihre gemeinsame Tochter? Wenn sie ihre geliebte Layla selbst geboren hätte, dann hätte sie das doch nicht vergessen - oder?
Sjöll handelte innerhalb von Sekunden und ohne wirklich darüber nachzudenken. Sie lief den kleinen Gang entlang und stürmte durch die Tür, durch die sie ihn hatte gehen sehen.
Behutsam legte sie Layla auf dem Bett ab, das in dem Raum stand und deckte sie zu, bevor sie sich an ihn wandte. "Was? Was spielst du hier mit mir?" fragte sie leise zischend, um Layla nicht aufzuwecken. "Meine Tochter erkennt dich als ihren Vater, sagt mir sie könnte sich daran erinnern, wie ich sie geboren habe - was nicht sein kann, weil ich sie nicht geboren habe, was sie allerdings nicht weiß - und diese Frau, wohl deine Zwillingsschwester, spricht von einer Beziehung an die ich mich nicht erinnern kann und UNSER GEMEINSAMEN Tochter. Erklär das Vampir und zwar sofort, bevor ich mir einfallen lasse, wie ich dich töten kann.." verlangte sie und baute sich vor ihm auf.
Wenn er aufstehen würde, wäre er größer als sie aber das war ihr gerade vollkommen egal. Sie ließ sich nicht gern verarschen und würde das auch bei ihm nicht dulden.
"Ich will es sofort wissen! Ich habe die Hölle für meine Tochter auf mich genommen und ich lasse nicht zu, dass ihr irgendwer weh tut und wenn sie glaubt du bist ihr Vater ist das nicht gut für sie und ich lasse nicht zu, dass ihr jemand Hoffnungen macht.." fügte Sjöll hinzu und funkelte ihn an.
Der Kopfschmerz wurde immer heftiger seit diese Frau ihr diese Sachen erzählt hatte und langsam wurde es wirklich unerträglich..

_________________
Bild


Mittwoch 10. April 2013, 00:55
Profil
Luna
Luna||
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1438
Wohnort: Rinteln (Steinbergen)
Geschlecht: weiblich
Beitrag Re: Leipzig
Quentin.




Quentin erhob sich langsam und schüttelte den Kopf. Warum zum Teufel konnten Frauen nicht einmal ihre Klappe halten?! Wie er es hasste, dass Tess ihre Klappe einfach nicht halten konnte. Hatte er ihr nicht schon vor 2 Jahren erklärt, dass es sie einen Scheißdreck anging, was er tat und was nicht und vor allem, warum er sich von ihr getrennt hatte.. Wenn er das mal so freiwillig getan hätte..
Doch das Ganze zählte jetzt hier nicht, es war egal und das würde es immer sein. "Ich weiß ja nicht, wer dir diesen Floh ins Ohr gesetzt hat aber ich würde sagen, dir hat die Zeit bei diesem Arsch nicht sonderlich gut getan..", sagte er abweisend und war eigentlich schon im in begriff die Nummer fallen zu lassen. Quentin würde den Teufel tun und ihr erzählen, wer er war, warum er damals so gehandelt hatte und noch weniger würde er ihr sagen, dass er ihre Erinnerungen löschen und verändern lassen hatte..
Es war damals zu ihrem und Laylas Schutz gewesen, er hatte sie einfach beschützen müssen, vor sich und vor dem, das ihn so dringend dazu gezwungen hatte, sie auf ihre eigenen Beine zu stellen auf so brutale Art und Weise.
Doch dann glitt sein Blick über die Kleine, die sie in sein Bett gelegt hatte und er schluckte schwer. Verdammt, nein! Er durfte sie nicht wieder Teil seines Lebens werden lassen, durfte nicht zu lassen, dass er sie in die Gefahr brachte, aus der er sie vor 2 Jahren auf so schmerzliche Weise herausgebracht hatte. Auch für ihn, war das damals alles andere als schön gewesen...
"Wenn du mich töten willst, dann bitte, tu dir keinen Zwang an.. Im Grunde bin ich doch schon lange tot. Und falls du es wissen willst, all das stimmte. Die Worte der Kleinen - deiner leiblichen Tochter - und auch die Worte meiner Schwester! Wir waren zusammen, du wurdest schwanger und ich hab den Schwanz eingezogen - ein Kind passte damals einfach nicht in mein Leben!", erklärte er ihr ruhig und konnte selbst einen Augenblick lang nicht glauben, wie aalglatt und ruhig diese Lüge über seine Lippen gekommen war. "..damals ließ ich dir jede Erinnerungen nehme aber wahrscheinlich hat der Herr ein wenig geschlampt, denn ich hatte auf einem Bankschließfach eigentlich genug Geld für euch Beide hinterlegt, bis in die Steinzeit - wenn nicht länger..", fügte er leise hinzu und sah sie einen Augenblick an.
Er unterdrückte jedes Gefühl für sie, was gerade in ihm aufflammte, ihn zwingen wollte sie in die Arme zunehmen und sie zu küssen.. Verdammte Scheiße! Aber es war gut so, wie es ist! Es war einfach besser wenn sie mit der Kleinen ging, ihn für das große Arschloch hielt un dem Kind die Hoffnung auf eine heile Welt nahm, die es nie gab - für niemanden!
Besser so, als das er wieder Teil ihres Lebens wurde und sie beide in Gefahr brachte! Für einen Augenblick schloss er die Augen und straffte dann die Schultern. "Bleib heute Nacht trotz allem hier, die Kleine braucht Schlaf und Wärme...", murmelte er leise und verließ das Zimmer. Diese Unterhaltung war damit beendet und wenn sie glaubte, ihn jetzt umbringen zu müssen - bitte! Nur zu, er hatte vor 2 Jahren den Sinn verloren, dass alles wirklich noch Ernst zu nehmen oder sein Leben als wichtig zu erachten..

_________________
Bild


Mittwoch 10. April 2013, 01:15
Profil
Luna
Luna
Benutzeravatar

Registriert: 06.2012
Beiträge: 1394
Geschlecht: nicht angegeben
Beitrag Re: Leipzig
Sjöll


Seine Worte hallten in ihrem Kopf nach und der Schmerz wurde noch schlimmer, bis es sich anfühlte als explodiere etwas in ihrem Kopf. Sjöll keuchte und sank zu Boden. Bilder stürmten auf sie ein!
Heller Sonnenschein, ein Garten und eine Decke auf der sie in dem Schoss eines Mannes lag. Sie lachte und er küsste sie liebevoll.
Ein Haus - dieses Haus - dieses Zimmer und viel nackte Haut. Liebe und Glück! Ein Bauch der langsam wuchs und ein Neugebornes - Layla - in ihren Armen. Tränen, Quentins Augen voller Tränen und ein letzter gehauchter Kuss...

Sjöll schlug die Augen wieder auf und jetzt schwammen ihre Augen in Tränen. Er hatte sie und Layla einfach im Stich gelassen, war gegangen und hatte sich nie wieder gemeldet. Und dann war sie bei Pedro gelandet..
Sie erhob sich, langsam und mühsam, sah zu ihrer Tochter hinüber. Layla schlief friedlich und sie strich ihr sanft über die Stirn. "Ich bin gleich wieder bei dir, mein Schatz!" versprach sie ihr flüsternd und folgte Quentin aus dem Zimmer.
Sie fand ihn in der kleinen Küche des Hauses und warf sich gegen seine Brust, sodass er gegen die Wand knallte. Dabei zuckte ein Schmerz durch ihre Hand aber das war ihr gerade egal.
"DU!" fuhr sie ihn an, "Du bist abgehauen! DU hast uns im Stich gelassen, SIE im Stich gelassen und mich in die Hölle verbannt!" Sjöll war so wütend wie schon lange nicht mehr, hatte sie doch alle Gefühle abgestellt seit sie bei Pedro war.
"Es geht nicht um mich, dass wäre egal gewesen aber sie ist DEINE Tochter! Kümmer dich wenigstens um sie, um mich brauch sich niemand kümmern. Aber SIE ist erst 2 und du hast verdammt noch mal eine Verantwortung ihr gegenüber!" erklärte sie ihm und versetzte ihm noch einen Schlag gegen die Brust, was den Schmerz in ihrer Hand noch verschlimmerte.
"Denk darüber nach!" fluchte sie und wandte sich von ihm ab. Sie würde sein Zimmer besetzen, sollte er doch in der Badewanne schlafen. Mistkerl! Sie würde Layla jetzt nicht wieder hochreißen, nein, sie würde sich zu ihr legen und auf sie aufpassen, wenn ihr Vater das schon nicht konnte.
Sanft strich sie ihrer Tochter durch das lange Haar und zog sie liebevoll an ihre warme Brust. Sie musste sich beruhigen, denn sonst würde sie sie doch noch wecken und dass durfte auf keinen Fall passieren. Liebevoll streichelte sie ihre Tochter und kuschelte sich tiefer in die Kissen, schloss die Augen. Auf einmal war sie völlig am Ende, schlimmer als wenn sie die ganze Nacht gearbeitet hätte und Tränen liefen in strömen über ihre Wangen unter ihren geschlossenen Lidern hervor.
Wäre er doch einfach geblieben wo der Pfeffer wächst.. dann würden diese Gefühle nicht alle so auf sie einstürmen und ihr deutlich machen, was sie verloren hatte...

_________________
Bild


Mittwoch 10. April 2013, 01:33
Profil
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 19 Beiträge ] Gehe zu Seite  1, 2  Nächste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
© phpBB® Forum Software | designed by Vjacheslav Trushkin for Free Forums 3 & Free Forums/DivisionCore.
phpBB3 Forum von phpBB8.de