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 Leipzig 
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Luna
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Beitrag Re: Leipzig
Quentin.



Gott, was tat er den hier?! Erst hatte er die Beiden die ganze Nacht beim Schlafen beobachtet und nun saß er mit der Kleinen in der Küche, weil sie heute Morgen schon bei Zeiten wach gewesen war und er einfach gewollt hatte das Sjöll noch schlief.
Er legte ihr eine kleine Notiz hin, damit sie nicht völlig panisch durchs ganze Haus rannte und glaubte er hätte der Kleinen etwas getan.
Da saß er nun also mit dem kleinen Mädchen in seiner Küche und seine Schwester hatte ihr etwas zum Frühstück gemacht. Dafür, das sie ein Halbvampir war, hatte die kleine einen gesunden Appetit und aß mittlerweile schon das 3 dieser komischen Teigdinger die Tess ihr hingelegt hatte - wems schmeckte!
Schon die ganze Zeit musterte Layla ihn, ihre Augen erforschten ihn regelrecht und immer wieder lächelte sie ihn aufmunternd zu, ganz so als müsste sie ihm Mut machen. Layla hatte viel von ihrer Mutter und das war auch gut so!
Und doch, kannte er das Blau ihrer Augen genau, wusste nur zu gut, wo sie es her hatte. Es waren seine, auch wenn Quentin sie nur hatte, wenn er sein Feuer benutzte.
"Möchtest du noch etwas, Layla?", fragte er sie lächelnd und lehnte sich in seiner karamellfarbenen Anzugshose und dem schwarzen Hemd gegen seine Anrichte und nahm einen großen Schluck aus seiner Kaffeetasse, dabei ließ er die Kleine keinen Moment aus den Augen.
Layla schüttelte den Kopf und Quentin musste einfach lächeln.
"Nein, danke! Ich hab vorhin im Haus die Figuren gesehen.. gibt es bei Euch davon noch mehr!?", fragte sie neugierig und er lächelte. Quentin stellte seine Tasse auf die Anrichte und stellte ihr Geschirr weg. Er streckte ihr die Hand entgegen und sie ergriff seine Hand ohne zu zögern. Trotz der widerlichen Typen mit denen sie ihr Leben verbracht hatte, hatte sie nichts von der Freundlichkeit und dem kindlichen Leichtsinn den früher irgendwann auch mal Sjöll in sich getragen haben musste..
"Noch ein paar gibt es, komm ich zeig sie dir! Und Layla, bitte nenn mich Quentin, du musst mich nicht Siezen genauso wenig Tess, okay!?", bemerkte er liebevoll und führte Layla dann nach draußen zu den restlichen Statuen seiner Schwester.
Er fand diese Dinger eigentlich ziemlich unnütz und hässlich, aber der Kleinen schienen zu gefallen und das weckte auch das erste Mal in ihm wirklich das Interesse sich die Statuen anzusehen.
Layla erzählte ihm alles, was sie über diese Figuren wusste, und das war dafür das sie erst 2 Jahre alt war, eine ganze Menge. Natürlich würde das kein Menschen glauben, dass sie erst 2 Jahre alt ist, wenn man sie sah. Nein, dafür alterte sie durch das vampirische in ihr viel zu schnell. Gott, das kleine Mädchen hatte eine so unglaubliche Ausstrahlung, wie ihre Mutter früher, als sie sich noch nicht diesem Bastard unterjocht hatte. Verdammt, wie hatte ihr Nikolaj nur die Erinnerung an dieses dämliche Schließfach nehmen können?! Er hatte ihm doch erklärt, wie wichtig es war dass sie genau davon wusste. Er würde diesem Typen den Arsch aufreißen und dennoch wusste er, dass er Niko eigentlich nicht die Schuld geben konnte, er hatte nur getan, was er tun hatte müssen und man hatte ihm das schlechte Gewisse angesehen, dem sonst so harten Krieger der mittlerweile auch einen auf Familienpapa machte.
Quentin schüttelte den Kopf und konzentrierte sich wieder auf die zarte Stimme seiner Tochter. Er zeigte ihr jede noch so kleine Statue und irgendwann ließ er sie bei Tess aber nicht ohne sich zu ihr zu knie.
"Hör mal, Layla, ich muss noch ein wichtiges Telefonat führen, möchtest du solange bei Tess bleiben, sie hat auch von den ganzen Statuen eine Ahnung...", sagte Quentin ruhig und sie ließ nur langsam seine Hand los, an der sie sich immer noch festhielt. "Oder soll ich dich vorher wieder zu deiner Mama bringen?"
"Ich würde gerne zurück zu Mama...", sagte Layla leise und er strich ihr über den Kopf und nahm wieder ihre Hand. Langsam ging er mit ihr zurück zu seinem Schlafzimmer und klopfte leise an, als kein Ton erklang öffnete er vorsichtig die Tür und kniete sich noch einmal zu seiner Tochter.
"Tess hat dafür gesorgt, das du da drin etwas zu malen und auch etwas zu spielen hast, damit du dich nicht so schrecklich langweilst, Layla. Du kannst dich aber natürlich frei ihm ganzen Haus bewegen!", erklärte er ihr sanft und strich ihr wieder über die Wange.
"Danke!", sagte sie leise und gab ihm einen Kuss auf die Wange, bevor sie im Zimmer aufs Bett zu ihrer Mutter verschwand. Leise schloss er die Tür und lehnte sich einen Augenblick gegen die Wand. Gott, als die Lippen der Kleinen seine Wange berührt hatten, hatte er nur knapp dem Drang widerstanden sie in die Arme zunehmen. Das war einfach nicht richtig, er durfte keine Bindung zu ihr aufbauen, durfte nicht zu lassen, dass sie anfing ihn zu mögen!
"Reiß dich zusammen, Alter!", schallte er sich selbst und ging dann in sein Arbeitszimmer, im oberen Stockwerk und ließ sich dort hinter seinem Schreibtisch nieder. Verdammt, er musste sich zusammenreißen! Er war eine Gefahr für Beide, er musste sie einfach schützen.. Quentin schüttelte den dann schnell den Kopf, vertrieb den Gedanken und wählte dann Liams Nummer....

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Mittwoch 10. April 2013, 09:32
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Beitrag Re: Leipzig
Sjöll


Sjöll drehte sich stöhnend auf die Seite und öffnete dann die Augen. Layla saß neben ihr auf dem Bett und spielte mit ihren Haaren. "Guten Morgen mein Engel! Tut mir leid, dass ich so lang geschlafen habe. Du hättest mich wecken sollen!" sagte sie warm zu ihrer Tochter und zog sie in ihre Arme.
"Du hast wieder Schmerzen!" erwiderte Layla und ging gar nicht darauf ein. Verdammt ja, hatte sie aber das Layla dass immer merken musste, kotzte sie an. Sie war noch so klein und sollte sowas einfach nicht merken.
"Das ist nicht wichtig Engel, dass geht auch wieder vorbei." erklärte sie ihrem kleinen Liebling und küsste ihre Stirn. "Weißt du vielleicht könnte er dir helfen.. Er war den ganzen Morgen bei mir, Mama." sagte Layla und Sjöll starrte sie entsetzt an. "Du warst mit ihm zusammen? Und er hat sich gut um dich gekümmert? Fehlt dir was? Hast du dich verletzt?" fragte sie fast panisch und zog ihr kleines Mädchen enger an sich.
"Er ist doch mein Papa, er hat mit mir gefrühstückt und wir haben uns die Statuen angesehen." erklärte Layla ihr und Sjöll schloss die Augen.
Verdammt, das war nicht gut für ihren kleinen Engel! Eine Bindung zu diesem Mann bedeutete Schmerz und sie wollte nicht das ihre Tochter diesen Schmerz erleiden musste.
"Er hat uns allein gelassen, Layla!" versuchte sie ihre Erklärung anzufangen, verwarf den Gedanken daran aber wieder, als sie das Gesicht ihrer Tochter sah. Sie sah sie so hoffnungsvoll an und sie konnte es ihr einfach nicht so sagen.
Sjöll schloss die Augen und versuchte den Schmerz ihn ihren Handgelenken einfach zu ignorieren. Sie waren von den vielen Bissen entzündet und das Rechte war wahrscheinlich angebrochen. Es würde alles heilen, irgendwann.
Dann erhob sie sich aus dem Bett und schlüpfte in ihre Schuhe. "Wir gehen jetzt, Engel! Wir lassen uns nicht wieder irgendwo einsperren, nie wieder. Versprochen!" erklärte sie Layla und stopfte einige Sachen wieder in die Tasche, die Layla heraus genommen hatte.
Normalerweise hätte sie ihre Kleine jetzt hochgehoben, aber das ging heute einfach nicht. Also reichte sie Layla die Hand, doch die schüttelte den Kopf. "Mama er hält uns nicht fest! Ouentin tut uns nicht weh!" widersprach Layla und Sjöll schloss die Augen.
"Layla bitte, er wollte uns nicht. Und jetzt werden wir gehen, ohne wiederrede!" entgegnete sie und nahm Laylas kleine Hand in ihre. Sie wollte gerade hinaus, doch als sie die Tür öffnete stand er davor und wollte offensichtlich gerade anklopfen.
Rasch versteckte sie ihre Arme und richtete sich auf. Es war ein Witz zu seiner großen Gestalt, aber sie würde sich sicher nicht wieder einschüchtern lassen.
"Bist du zufrieden?! Layla mag dich und sie macht sich Hoffnungen, bist du jetzt zufrieden?! Sie sieht nicht so aus aber sie ist erst 2, muss sie wirklich schon so enttäuscht werden wie..i .. eine Erwachsene?" fuhr sie ihn zischend an und war wütend auf sich selbst, als ihre Augen sich mit Tränen füllten. Der Schmerz in ihrer Brust würde bald auch ihre Tochter belasten und das durfte einfach nicht sein, sie war doch noch so klein...

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Mittwoch 10. April 2013, 10:07
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Beitrag Re: Leipzig
Quentin.



Er hatte eigentlich gerade bei ihr anklopfen wollen, ihr berichten, was Liam ihm gesagt hatte. Wie gern hätte er Liam gebeten, seine Familie wieder bekommen zu dürfen.. doch das war gegen die Regeln und Quentin hatte einfach einen Moment damit zugebracht, den Schmerz in sich zu ertränken.
Doch dann öffnete Sjöll auch schon die Tür und er stand einen Moment steif da.
"Bist du zufrieden?! Layla mag dich und sie macht sich Hoffnungen, bist du jetzt zufrieden?! Sie sieht nicht so aus aber sie ist erst 2, muss sie wirklich schon so enttäuscht werden wie..i .. eine Erwachsene?" fuhr sie ihn zischend an und Tränen traten in ihre Augen. Genauso deswegen hatte er ihr die Erinnerungen genommen und sich gänzlich aus ihrem Leben raus gehalten. Gott, er war doch widerlich!
"Ich hatte nicht vor ihr Hoffnungen zu machen, aber die Kleine hatte heute Morgen hunger und mir wurde nun einmal beigebracht, das man seine Gäste zu verwöhnen hat.. Tess hat ihr Frühstück gemacht und ich habe ihr einfach stumm Gesellschaft geleistet, ich wollte nicht, dass sie sich in diesem riesigen Haus verirrt. Wenn du gehen möchtest, bist weder du noch das Kind gezwungen hier zu bleiben aber ich würde dich bitten, mich nach Rumänien zu begleiten, dort könntest du dir mit der Kleinen ein neue Leben aufbauen, weit weg von all dem hier.. Mein Oberhaupt hätte für dich einen Job, in irgendeinem kleinen, ganz legalen, Café und die Kleine hätte in der Zeit Betreuung, wenn du arbeiten musst.. DU hättest deine eigene Wohnung..", erklärte er ihr ruhig und wusste doch schon, das sie einen Scheißdreck tun würde! Sie würde ihn nicht nach Rumänien begleiten, würde sich nicht helfen lassen.
"..wenn du möchtest, kann ich einen Arzt rufen lassen, der sich deine Hand und die Entzündungen ansieht, ich kann dir da nicht viel weiter helfen.. Doch, wenn du all das nicht willst, bist du jetzt natürlich frei.. Hier hast du die Wagenschlüssel für den schwarzen Volvo der da vor der Tür steht und im Handschuhfach befindet sich noch Geld und eine Schusswaffe.. Auf dem Beifahrersitz liegen einige deutsche Nummer und auch ein paar ausländische, sie können dir vielleicht helfen, solltest du je Hilfe brauchen..", sagte er ruhig.
In ihm, schrie alles - verdammt, er wollte sie und seine Tochter nicht wieder hergeben! Quentin schloss für einen Moment die Augen und unterdrückte jede Regung seines Körpers. "Ansonsten würde ich dich bitten, einfach noch 3 Stunden zu warten und ich könnte dich sicher nach Rumänien bringen. Aber das steht dir natürlich frei selbst zu entscheiden.. Und Layla? Bevor ihr geht, geh noch einmal zu Tess, sie hat noch etwas für dich!", erklärte er der Kleinen ruhig und nickte Sjöll dann zu bevor er das Zimmer wieder verließ.
Er strich sein Hemd wieder glatt und schüttelte den Kopf bei dem Gedanken an die kleine, Handgroße Statue die Layla vorhin so bezaubert hatte und die Tess ihr jetzt schenken wollte, damit sie niemals vergaß ihre eigenen Entscheidungen zu treffen! Es war eine Statue von irgendeiner Prinzessinnen in frühen Jahren, die ihren eigenen Kopf durchgesetzt hatte und schlussendlich als arm aber glücklich bei ihrer Familie gestorben war...
Quentin schluckte schwer als er sich in der Küche niederließ. Er nahm sich einen weiteren Kaffee und schloss die Augen. Der Schmerz flammte durch seine Adern auf und er wusste, dass sich seine Augen blau färbten und seine Haut förmlich glühte, wahrscheinlich würde der Schmerz in seinen Augen als Tränen glänzen.
Er hatte sich doch nicht vor 2 Jahren von ihr getrennt, sie versucht zu beschützen um sie jetzt wieder mit sich in die Hölle zu nehmen. Nein, die Beiden hatten so viel mehr verdient...! Und doch, er wollte sie nicht wieder gehen lassen, wollte seine geliebte Sjöll und sein kleines Mädchen, die er sooft in ihren Träumen sah, nicht wieder hergeben..

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Mittwoch 10. April 2013, 10:28
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Beitrag Re: Leipzig
Sjöll


Da stand sie und wieder hatte dieser Scheißkerl sie einfach stehen lassen. Er war ein Feigling, nichts weiter und sein Oberhaupt konnte sich seine Hilfe in seinen kalten, toten Vampirarsch schieben, genauso wie er.
"Geh noch zu Tess und dann gehen wir mein Schatz!" sagte Sjöll liebevoll zu ihrer Tochter und die lief davon, während Sjöll ihm nachging und ihn in der Küche fand, mit einem Kaffee in der Hand. Etwas an ihm schien sich verändert zu haben und die Temperatur im Raum war ungewöhnlich hoch. Als sie direkt vor ihm stand und ihm in die Augen sah, sah sie auf einmal nicht mehr in seine Grünen, sondern in die Augen ihrer Tochter. Daher hatte der kleine Wirbelwind sie also!
Doch das war jetzt auch egal! Sie warf die Autoschlüssel neben ihn auf die Anrichte. "Ich brauche keine Allmosen und schon gar nicht von dir!" ließ sie ihn wissen und straffte die Schultern. "Ich habe meine Tochter die letzten 2 Jahre allein durchgebracht, dass schaffe ich auch weiterhin! Wir brauchen keine Hilfe von einem Pack blutgieriger Männer die Orgien feiern und dann einen auf großzügig und hilfsbereit machen. Ich brauche auch keinen Arzt, das heilt auch von allein wieder." erklärte sie ihm und bohrte ihren Zeigefinger in seine Brust.
"Wie ich dich nur lieben konnte ist mir ein Rätsel. Du bist ein Feigling! Ein Feigling, der seine Tochter im Stich gelassen hat und die Frau, die er ja angeblich liebte. Ich habe für unsere Tochter gesorgt und alles für sie getan, obwohl sie eigentlich gar nicht meine war - laut diesen beschissenen Erinnerungen, die du mir eingepflanzt hast. Ich habe 2 Jahre Blutbank und Matratze für diese Kerle gespielt, während du deinen faulen Arsch gebräunt hast. Jetzt kannst du dir dein Geld und deine Freundlichkeit auch in den Arsch schieben." fuhr sie ihn an und wieder füllten sich ihre Augen mit Tränen.
Gott, ihr Körper und ihr Herz waren doch elende Verräter!
"Ich kann echt nicht glauben, dass ich mich wegen dir in den Schlaf geweint habe, als die Erinnerungen gestern Abend mit einem Schlag wieder da waren. So kalt und gefühllos..." ihre Stimme brach weg und sie konnte den Schluchzer einfach nicht unterdrücken.
Sjöll wandte sich von ihm ab und schloss die Augen. Sie musste sich wieder beruhigen, gleich würde Layla wieder hier sein und ihre Tochter durfte ihre Tränen auf keinen Fall sehen. Nein, ihr kleines Mädchen durfte den Schmerz ihrer Mutter nicht sehen, sonst hätte sie keinen Halt mehr und würde nicht mehr die starke Frau in ihr sehen..

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Mittwoch 10. April 2013, 10:46
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Beitrag Re: Leipzig
Quentin.


Er schluckte und er verstand sie so gut. Er verstand, dass sie ihn hasste und ihn natürlich nicht mehr in ihrem Leben - und vor allem im Leben ihrer Tochter - haben wollte. Nur langsam erhob Quentin sich und trat auf sie zu, trat vor sie so dass sie ihn ansehen konnte, wenn sie es denn wollte und verdammt, er würde sich selbst wohl eher nur in die Fresse schlagen, als alles andere!
Für einen Moment schloss er die Augen, bevor er sich räusperte.
"Da erzählst du mir nichts Neues.. Ich laufe schon eine ganze Weile weg, vor mir und wahrscheinlich auch vor der Konsequenz meines Handelns. Ich will dir keine Erklärung bieten, für das was ich getan habe, dafür gibt es keine - nicht eine billige die es auch nur Ansatzweise rechtfertigen würde. Ich habe dich geliebt, Sjöll, dich und auch das Kind, das damals noch unter deinem Herzen ruhte, aber ich habe versagt, wie sooft...", sagte er ruhig und schloss bei seinen Worten die Augen.
Warum musste der Schmerz jetzt in ihm aufflammen? Wieso ausgerechnet jetzt? Noch 5 Minuten und die Beiden würden wieder Teil seiner Vergangenheit sein und er konnte sich seinem Feuer gänzlich hingeben, konnte sich davon beanspruchen lassen.
"Vielleicht habe ich es getan, um dich und die Kleine zu schützen, vielleicht aber auch nur weil ich vor mir selbst davon gelaufen bin - ich weiß es nicht.. Ich verstehe deine Entscheidung und doch will ich, dass du weißt, solltest du jemals in der Klemme stecken, werde ich da sein.. Obwohl es wahrscheinlich besser ist, wenn du dich an mein Oberhaupt wendest..", sagte er ruhig und unterdrückte nur mit Mühe den Schmerz. Seine sonst so stupfen Augen, sie hatten damals jeden Glanz verloren nach dem er sie und sein Kind aufgeben hatte müssen, glänzten die Tränen die er solange schon in sich einsperrte und auch jetzt drängte er sie zurück, presste Daumen und Zeigefinger gegen den Nasenrücken und atmete tief ein.
Ihr süßer Geruch setzte sich förmlich in seiner Nase fest und er trat an die Glasfront der Küche. Er musste ihren Geruch einfach los werden und musste die Gefühle unterdrücken. Es wäre äußerst unproduktiv jetzt wie der Feuerball in Person durchs Haus zu rennen, hier alles in Brand zustecken. Für den Schmerz hatte er später alle Zeit der Welt, nach dem er Liam berichtet hatte, den Auftrag versaut zu haben. Sein ausdrücklicher Befehl war es gewesen, Sjöll und das Kind nach Rumänien zu bringen aber er würde diese Frau bestimmt nicht dazu zwingen, mit ihm nach Rumänien zu fliegen, geschweige den, sich hier einsperren zu lassen. Nein, das hatte sie jetzt lange genug erlebt. Völlig egal, ob Liam das gefiel oder nicht, dass ging sein Oberhaupt einfach nichts mehr an. Verdammt, diese Sache hätte niemals so persönlich werden dürfen...
"Aber sei vorsichtig, nur weil er Tod ist, heißt das nicht, dass nicht dennoch nach dir und dem Kind gesucht wird, deswegen sollte ich dich eigentlich auch nach Rumänien bringen..", erklärte er ihr und räusperte sich, mehrere Male um seine Stimme ruhig zu halten. Er hatte kein Recht auf diesen Schmerz! "..Es tut mir leid, ich hätte dein Leben nie berühren dürfen.. und eigentlich war das damals auch nicht so geplant, ich will mich nicht entschuldigen, nicht im geringsten - das kann man nicht entschuldigen. Und das wusste ich immer.. Ich will nur, dass du weißt, dass ich dich wirklich geliebt habe.. ", murmelte er ruhig, doch seine Stimme klang bei weitem nicht mehr so ruhig wie noch eben vor seinem Schlafzimmer.
Das Feuer flammte zu stark in ihm auf, der Schmerz und die Wut auf sich selbst, in welche Scheiße er sie geritten hatte, machten die ganze Sache nicht besser und dann waren da noch die Worte der Kleinen, die ihm immer wieder durch den Kopf hallten..
"..Du HAST sie geliebt? Freundchen, du liebst sie noch immer und das weißt du!", verhöhnte er sich selbst. Und doch versuchte er sich einzureden, dass es gut war wenn sie gingen und das es ihm nicht so schmerzte, dass er in der Lage war, sie gehen zu lassen ohne völlig zu Grunde zu gehen.
Es gab nichts mehr, was ihn in die Hölle treiben konnte, denn er steckte schon in ihr. Er war schon nach der Trennung in die Hölle gesackt und hatte sein Leben in einen dunklen Schleier gehüllt. Er war froh, das Tess und seine Haushälterin in der Nähe von Brasov sich um seine Kleider, seine Erscheinung und sein Haus kümmerten. Ihm war das schon lange egal, er duldete es einfach nur noch am Leben zu sein..
"Ich hoffe dir ergeht es jetzt besser.. dir und der Kleinen. Ich hab immer gewusst, dass sie genauso werden würde wie du! So verdammt stolz und dickköpfig, so wunderschön..", die letzten Worte waren nicht mehr als ein Hauch, als die Worte über seine Lippen kamen..
"Ich liebe dich noch heute, Sjöll.. und ich werde es bis ans Ende meiner Tage tun. Aber ich hatte keine Wahl! Damals nicht und heute auch nicht.. Aber nicht alle unserer Rasse sind wie der Bastard bei dem du gelebt hast, die meisten halten sich an die Regeln, leben ein "gutes" Leben. Vergewaltigung, Bluttreffen und auch Orgien sind selbst in unserer Gesellschaft strafbar..", erklärte er Sjöll und trat wieder auf sie zu.
Quentin wusste, dass er dafür voll in die Fresse bekommen würde und das zu Recht, wahrscheinlich würde sie ihn dafür nicht nur schlagen sondern ihn gleich umbringen, doch das alles war ihm Recht..
Vorsichtig legte er seine Hand unter ihr Kinn und hob ihren Kopf, zärtlich legten sich seine Lippen auf ihre und für einen Moment drängte er seine Lippen auf ihre, küsste sie...

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Mittwoch 10. April 2013, 11:13
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Beitrag Re: Leipzig
Sjöll


Brauchen? Ihn?
"Ich hätte dich gebraucht.. als ich mit einem hungrigen Säugling auf der Straße saß, weil ich die Miete nicht mehr bezahlen konnte. Ich hätte dich gebraucht als Pedro mich gefunden hat und als er mich unterwarf und mir meine Tochter wegnahm, drohte ihr was anzutun, wenn ich nicht sprang wie er wollte. Ich hätte dich gebraucht in all den Nächten, in denen ich fast gestorben bin, weil sie mich ausgesaugt hatten und meinen Körper geschändet haben nach Lust und Laune.. Da hätte ich dich gebraucht.." sagte sie kalt und fast tonlos zu ihm.
Seine Worte waren so leer, wie sie es von seiner Rasse erwartet hatte. Ein Mensch war ihnen einfach nichts Wert!
"Ich hoffe dir ergeht es jetzt besser.. dir und der Kleinen. Ich hab immer gewusst, dass sie genauso werden würde wie du! So verdammt stolz und dickköpfig, so wunderschön..", die letzten Worte waren nicht mehr als ein Hauch, als die Worte über seine Lippen kamen..
Sie starrte ihn einfach nur weiter an. Fassungslos und mit Tränen in den Augen. "Sie ist ein gutes Kind und hält ihren Durst immer zurück. Kommt nur wenn sie es einfach nicht mehr aushält, was man von den Männern nicht sagen konnte.." erklärte sie ihm, sollte er ruhig wissen, was seine Tochter für ein mitfühlendes und wundervolles Wesen war.
"Ich liebe dich noch heute, Sjöll.. und ich werde es bis ans Ende meiner Tage tun. Aber ich hatte keine Wahl! Damals nicht und heute auch nicht.. Aber nicht alle unserer Rasse sind wie der Bastard bei dem du gelebt hast, die meisten halten sich an die Regeln, leben ein "gutes" Leben. Vergewaltigung, Bluttreffen und auch Orgien sind selbst in unserer Gesellschaft strafbar..", erklärte er Sjöll und trat wieder auf sie zu.
Liebe? Er sprach von Liebe?! Er wusste doch nicht einmal wie man das buchstabierte.. Sjöll schloss die Augen, wollte das nicht mehr sehen, es hatte doch so oder so keinen Sinn. Sie würde ihre Tochter nehmen und verschwinden, Arbeit würde sie schon irgendwo wieder finden, hatte sie schließlich schon einmal geschafft.
Vorsichtig legte sich eine Hand unter ihr Kinn und hob ihren Kopf, sie sah wieder zu ihm auf. Zärtlich legten sich seine Lippen auf ihre und für einen Moment drängte er seine Lippen auf ihre, küsste sie.
Sjöll fühlte sich 2 Jahre zurück versetzt in ihre Vergangenheit. Zarte Küsse, liebevolle Hände, die sie umfingen und seine Lippen auf ihren, immer wieder. Sie schloss die Augen und ihre Hände legten sich sacht an seine Brust - sie erwiderten seinen Kuss! Er würde ihr wieder nur weh tun, doch dieser Augenblick schien aus der Zeitrechnung einfach raus genommen wurden zu sein.
Sjölls schmerzende und zerschundenen Hände schoben sich langsam in seinen Nacken und sie schmiegte sich an die breite, warme Brust, die sie so gut kannte und liebte. Schwach umfingen ihre Hände seinen Nacken und sie küsste ihn innig, saugte das bisschen Liebe, was sie gerade bekam wie ein Schwamm in sich auf...

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Mittwoch 10. April 2013, 11:34
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Beitrag Re: Leipzig
Quentin.



Sanft schlang er seine Arme um ihren zierlichen Körper. Gott, sie war immer noch so zart wie damals, wenn nicht zierlicher, schwächer. Dieser Bastard hatte seiner Geliebten schreckliches angetan und er hatte sie einfach verlassen, hatte sie und seine Tochter einfach im Stich gelassen.
Liebevoll schmiegte er seine Lippen auf ihre, küsste sie zärtlich und liebevoll. Gott, wie sehr er das hier gerade brauchte.. Seine Lippen legten sich immer wieder nur ganz leicht auf ihre, leidenschaftlich und voller Liebe. Klar, hatte er in den letzten 2 Jahren Frauen gehabt und auch davor und doch, war keine auch nur annähernd an das gekommen, was Sjöll ihm gegeben hatte..
Quentin wusste, dass er kein Recht darauf hatte und doch, konnte er nicht anders. Zärtlich zog er Sjöll enger an seine Brust, und ließ seinen rechten Daumen sanft über ihre Wange streichen, während er seine Lippen zart auf ihre presste, sie innig küsste.
Gott, wie er ihre weichen, zarten Lippen unter Seinen vermisst hatte, wie er es vermisst hatte, sie in seinen Armen zu halten und ihre Nähe und Wärme zu spüren...
Für einen Moment schloss er die Augen und schmiegte ihren zarten Körper enger an seinen, aber so, dass sie sich jeder Zeit von ihm hätte losreißen können, wenn sie gewollt hätte.. Quentin wusste, dass es weder für sie noch für ihn gut war, was er hier tat und doch, konnte er einfach nicht anders, musste ihre Lippen einfach unter seinen spüren.
Er hörte leise, zarte Schritte hinter der Küchentür und löste sich augenblicklich von ihr, noch bevor im nächsten Moment die Tür hinter ihm auf ging. Quentin brauchte sich nicht umzudrehen, um zu wissen, dass sein kleines Mädchen gerade das Zimmer betreten hatte..

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Mittwoch 10. April 2013, 11:47
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Beitrag Re: Leipzig
Sjöll



Weg! Schon wieder!
Eben noch war er ganz nah gewesen, hatte sie gehalten und geküsst und jetzt hatte er sich schon wieder von ihr gelöst. Sie hatte ja gewusst, dass es nur ein gestohlener Moment sein würde aber es tat trotzdem schrecklich weh.
Rasch wischte sie die Tränen fort und wandte sich der Tür zu, in der ihre kleine Tochter stand und eine Statue umklammert hielt.
Deshalb hatte er sich also von ihr gelöst... Sofort ging sie zu ihrer Kleinen und schloss sie fest in die Arme. "Die ist aber schön!" sagte sie und deutete auf die Statue. Layla lächelte freudig. "Tess hat sie mir geschenkt. Darf ich mit ihr noch spielen? Sie hat gesagt unser Flugzeug geht noch gar nicht und ich möchte doch den Garten noch sehen!" fragte Layla und sah sie hoffnungsvoll an.
Sjöll lächelte. "Ja, mein Schatz geh nur!" sagte sie und drängte mit Mühe jede Gefühlsregung weg.
"Tess hat gesagt, dass Papa mit uns geht! Vielleicht musst du jetzt nicht mehr weinen.." flüsterte ihr kleines Mädchen ihr ins Ohr, bevor sie ihr einen Kuss gab und dann wieder nach draußen verschwand.
Sjöll wandte sich wieder zu Quentin um und ihre harte, starke Maske viel ab. "Ich bitte dich nicht für mich, aber für sie. Bitte kümmer dich nur ab und an um sie! Komm sie besuchen, sie ist doch deine Tochter.." flehte sie ihn fast an und ließ sich auf einen Küchenstuhl sinken, das Gesicht in den Händen vergraben.
Ihre Stärke war schon seit langem nur noch Show und gerade konnte sie das Alles einfach nicht mehr aufrecht erhalten..

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Mittwoch 10. April 2013, 11:57
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Beitrag Re: Leipzig
Quentin.



Einen Moment lang sah er seinem kleinen Mädchen nach. Gott, sie war so schrecklich groß geworden, das letzte Mal das er sie in seinen Armen gehalten hatte, war Layla noch ein Baby gewesen, gerade zur Welt gekommen und er hatte ihre kleine Stirn küsst und kaum 2 Stunden hatte Vlad neben ihm gestanden und ihm die Konsequenzen erklärt, entweder machte er sie zum Vampir oder er musste seine Familie verlassen..
Er hatte es nicht übers Herz gebracht seiner Frau ihre Wärme zu nehmen, alles woran sie so heldenhaft festhielt. Nein, er hatte sich dafür entschieden, sie vor sich und seiner Welt zu schützen und auch vor seinem inneren Feuer... Er war mehr Monster als viele seiner Artgenossen, er hatte seine eigene Familie getötet und und schlussendlich seine Frau in die Hölle gebracht und sich selbst!? Sich selbst hatte er in ein widerliches Individuum verwandelt.
Doch ihre zarten Worte ließen ihn aufsehen und für einen Moment war er sichtlich entsetzt. Dieser Bastard hatte ihr alles genommen.. Gott, hatte dieser widerliche Mistkerl Glück, dass er ihn gestern so kurz und schmerzlos getötet hatte, weil die Kleine davon einfach nichts hatte mitbekommen sollen.
"Ich bitte dich nicht für mich, aber für sie. Bitte kümmer dich nur ab und an um sie! Komm sie besuchen, sie ist doch deine Tochter.." flehte sie ihn fast an und ließ sich auf einen Küchenstuhl sinken, das Gesicht in den Händen vergraben. Langsam ging er auf Sjöll zu und kniete sich zu ihr, vorsichtig legte er seine Hand auf ihr Knie und zog sie dann in seine Arme. Liebevoll hielt er sie fest während er sich mit ihr auf den Stuhl setzte, sie eng an seine Brust zog.
Zärtlich strichen seine Finger beruhigend über ihren Arm. "Schhh... ist ja gut, Sjöll! Lass mich für euch Beide da sein. Ich kann meinen Fehler nicht wieder gut machen aber vielleicht kann ich in Zukunft einfach für euch da sein - euch Beide! Ihr könnt die erste Zeit in meinem Haus wohnen, da ist genug Platz für euch beide.. Erholt euch erstmal und dann kannst du in dem Café anfangen, wenn du willst kann ich mich in der Zeit auch um Layla kümmern..", bot er ihr an und zog sie noch enger an sich.
Er hatte ihre Tränen noch nie ertragen, sie waren für ihn schlimmer als jeder Schmerz den er je durchgemacht hatte, schlimmer als jedes Elend der Welt! Sanft zog er sie noch enger an seine Brust und legte seine Lippen an ihre Stirn.
"Schh... keine Sorge, weder dir noch der Kleinen wird etwas passieren.. Du wirst immer deine eigenen Entscheidungen treffen können, frei sein.", sagte er leise und zog sie noch enger an sich. Noch immer, liebte er sie als wenn die letzten 2 Jahre gar nicht gewesen wären. Er hatte die erste Zeit sich tagelange in künstlicher Dunkelheit eingesperrt und sich förmlich aushungern lassen, kein Blut der Welt hatte noch irgendeinen Geschmack gehabt, mit dem er leben konnte..
Zärtlich zog er sie enger an seine Brust, streichelte sie liebevoll und küsste sie sanft aufs Haar..

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Mittwoch 10. April 2013, 12:17
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